Island Of Beasts

Informationen

OT:Komodo vs. Cobra

ca.90 Minuten

USA 2005

Regie

  • Jim Wynorski
Darsteller

  • Michael Paré
  • Michelle Borth
  • Ryan McTavish
  • Renee Talbert
  • u.a.

Island Of Beasts

Story

Die Öko-Aktivisten Jerry (Ryan McTavish) und Carrie (Renee Talbert) haben es sich in den Sinn gesetzt, die Insel Damas zu besuchen, um dort eine Reportage zu drehen. Aus diesem Grund bitten die Beiden einen Bootsbesitzer, sie, ihre Freunde, sowie ein Kamerateam dort hinzukuttern. Michael Stoddard (Michael Paré), so der Name des Saufkopfs, hat zuerst seine Einwände dagegen, da Damas ein militärisches Sperrgebiet ist, doch nach nachdem ihm die Ökos ein hohes Honorar versprechen, hat der Gute keine Einwände mehr. Schon kurze Zeit später landet die Truppe auf der Insel, und nun stellt sich auch heraus, dass die Aktivisten dem Verdacht nachgehen, dass auf Damas Tiere zwecks grausiger Experimente ausgenutzt und gequält wurden.

Schon bald muss die ahnungslose Gruppierung allerdings feststellen, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt als zuerst angenommen. Nicht nur, dass man zuerst auf riesige Maisstauden stößt, es kommt noch weitaus schlimmer. Plötzlich kreuzen Stoddard und seine Weggefährten den Weg eines riesigen Komodo-Waranen, der ganz und gar nicht freundlich auf die Menschen zu sprechen ist. Doch nicht nur ein Biest dieser Gattung durchstreift die Insel auf der Suche nach Nahrung, es sind dutzende. Als ob die Lage noch nicht aussichtslos genug wäre, kommt auch noch eine riesige Kobra ins Spiel und die Chancen, die Insel wieder lebend zu verlassen stehen denkbar schlecht…

Kritik

Autsch! Das ging ja wohl mal voll daneben. "Island of Beasts" ist ein gutes Beispiel für gleich zwei Dinge: Dass ein Film nicht automatisch gut sein muss, nur weil er riesige Monster beinhaltet, und dass es einem Regisseur irgendwann das Genick brechen kann, wenn er ständig nur altbekanntes wiederkaut und sich in regelmäßigen Abständen selbst kopiert. Sicher nur den wenigsten dürfte bekannt sein, dass Wynorski bereits 2003 einen Film mit dem Titel "Curse of the Komodo" inszenierte, und, vergleicht man die beiden Machwerke, so fällt schnell auf, dass Wynorski bei "Komodo Vs. Cobra" noch einmal genau das selbe Programm abspielte wie er es schon zwei Jahre zuvor tat. Wieder landet eine beliebige Gruppe unterschiedlicher Menschen auf einer dicht bewachsenen Insel irgendwo fernab jeglicher Zivilisation und wird dort von riesigen Komodo Waranen angegriffen. Der einzige, gravierende Unterschied besteht darin, dass hier dann und wann noch eine gigantische Kobra ihr scheußliches Antlitz präsentieren darf, wie der Titel ja schon verrät.

Wie beinahe alle seine Filme in letzter Zeit drehte Wynorski dieses billige Machwerk für einen US-Amerikanischen TV Sender und es hat fast den Eindruck, dass der Gute dieser Aufgabe langsam aber sicher nicht mehr so recht gewachsen ist. Ein Streifen von ihm sieht nach und nach schlechter aus als der vorangegangene. Während Jim einst mit Machwerken wie "Chopping Mall" oder "976-EVIL II" noch sehr gut unterhalten konnte, rutscht er neuerdings mehr und mehr in die Einfallslosigkeit ab. Und auch gerade dieser Aspekt ist es, der "Komodo Vs. Cobra" in meinen Augen so schlecht machte.

Dass man von dem Ausgangspunkt des Films, einer von Monstern besiedelten Insel, nichts sonderlich Neues erwarten darf, dessen bin ich mir natürlich im Klaren. Doch welchen Zweck hat es, noch einmal genau das selbe Gericht aufzutischen, dass man seinem Publikum bereits servierte? Und das Erschreckende daran ist zudem, dass "Komodo Vs. Cobra" im direkten Vergleich mit "Curse of the Komodo" als der schlechtere Film dasteht. Hier will einfach nichts stimmen. Doch woran kann das liegen? Sicherlich nicht an der Tatsache, dass Wynorski sein Publikum verarscht und ihnen nicht die versprochenen Monster liefert. Diese, und das steht fest, gibt es im Überfluss zu bewundern. Es vergehen niemals 10 Minuten ohne irgendwelche creature-activities auf dem Bildschirm.

Somit wären wir auch schon an einem wichtigen Punkt angelangt, nämlich den Effekten. Damit von vorneweg keine Unklarheiten entstehen muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich mir sicherlich keinen billigen Monsterfilm kaufe, nur um dann herausragende Effekte zu erwarten. Ich dachte mir schon, dass das Filmteam auf diesem Sektor vermutlich eher Einsparungen vornahm und so sollte es sich dann auch herausstellen. Die oftmals im Film zu begutachtenden CGI-Arbeiten würde ich jetzt nicht als steinzeitlich umschreiben, doch sie sehen definitiv unecht und nicht gerade glaubwürdig aus. Insbesondere in den Szenen, in denen ein Monster hinter einem Menschen herstapft sind ganz klar die Ursprünge aus dem Computer zu erkennen. Dies gilt auch für sämtliche Explosionen oder Jets, doch das geht soweit in Ordnung und passt gut zum Flair des Films.

Nein, das eigentliche Problem ist, dass "Komodo Vs. Cobra" irgendwann nur noch langweilt. Die meiste Zeit stapfen die Protagonisten durch die Botanik, stoßen dann und wann mal auf die Monster und dürfen anschließend um ihr Leben fürchten. Zugegeben: Die Wahl der Locations war mal wieder richtig, die Insel mit ihrer dichten Bewaldung und den zahlreichen Wasserfällen sieht traumhaft aus, doch auf Dauer können auch schöne Landschaftsbilder ein ödes Gesamtbild nicht ins Rechte rücken. Wären da wenigstens ein paar nette Splattereffekte, die dem 08/15 Monsterflick eine Spur von Besonderheit verleihen würden, doch auch damit rechnet man vergebens. Einige Male werden ein paar Menschen gefressen, doch das geschieht so unspektakulär und unblutig, dass man es selbst noch einem achtjährigen zumuten könnte. So wundert es auch nicht, dass der Film bei uns ab 12 freigeben wurde, die FSK 16 erhielt die DVD meines Wissens nach aufgrund des Bonusmaterials.

Die Darsteller versuchen sich zwar wenigstens in ihrem Aufgabenbereich, können einem aber schon irgendwie leid tun, dass sie in eine derartige Produktion abgesackt sind. Besonders Michael Paré ist verhältnismäßig talentiert, was jedoch auch nur für ihn gilt. Alle anderen Akteure wiederum verkörpern pure Klischees und tun dies so unspektakulär, dass sie einem gewiss nicht lange in Erinnerung bleiben (und das ist meines Erachtens nach gut so).

Mit "Komodo Vs. Cobra" hat Jim Wynorski ein Machwerk abgeliefert, dem nicht einmal mehr die hartgesottensten Tierhorrorfilmliebhaber etwas abgewinnen werden können. Die Story ist einfach zu ausgelutscht und vorhersehbar, es passiert oftmals zu wenig und schnell macht sich ein Anflug von Ermüdung breit. Das Geschehen ist nie sonderlich spannend oder unvorhersehbar, man hat bisweilen sogar das Gefühl, sich "Curse of the Komodo" ein zweites Mal anzusehen. Nein, nein, das war leider nichts, daran kann auch der titelgebende, finale Kampf zwischen einem Komodo und einer Kobra nichts mehr ändern.

Bewertung

Splatter Island Of Beasts
Spannung Island Of Beasts
Story Island Of Beasts
Ekelfaktor Island Of Beasts
Atmosphäre Island Of Beasts
Gesamt Island Of Beasts

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