Das Haus am Elmpter Stadtrand

Das Haus am Elmpter Stadtrand

Fakten

Autor

Holger Ucher

Verlag

Telescope

Erscheinungsdatum

November 2007

Seiten

104

Preis

7€

Das Haus am Elmpter Stadtrand

Story

Der semiprofessionelle Schriftsteller Volker Ullmann bezieht mit seiner Gattin Bettina ein neu gekauftes Haus. Es liegt im idyllischen Elmpt, einem Örtchen am Niederrhein, nahe der niederländischen Grenze. Bettina, die von ihrem Mann kurz Betty gerufen wird, hat bereits beim Einzug ein schlechtes Gefühl, da ihr das alte Gemäuer unheimlich vorkommt. Und Bettys Intuition soll sich auch nach kurzer Zeit bestätigen: Es passieren seltsame Dinge in ihrem neuen Heim.

Ein Freund von Volker verschwindet nach einem kleinen Saufgelage spurlos. Das geschieht allerdings noch ohne großes Aufsehen, da Volker vermutet, dass sein Freund im Suff die Flucht ergriffen hat. Doch als tagelang nichts von ihm zu hören ist, seine Frau sich große Sorgen macht und dann auch noch die Polizei vorbeikommt, ahnt der Hausmann das etwas schreckliches vorgeht. Als dann auch noch seiner verhassten Schwiegermutter der Leibhaftige begegnet, macht er sich auf, um genaueres über das Haus zu erfahren. Was er dann in alten Schriftstücken zu lesen bekommt, übertrifft seine schlimmsten Befürchtungen…

Kritik

Holger Ucher ist Schreiber dieses Buches und aufstrebender Nachwuchsautor. Mit dem Baujahr 1978 ist Ucher vielleicht einer der Hoffnungsträger im Horror-Genre, denn an einigen Stellen kann man den Vergleich zum Großmeister Stephen King lesen. Ob dieser Vergleich treffend oder doch eher utopisch ist, kann nach dem Kurzgenuss seines neusten Werkes „Das Haus am Elmpter Stadtrand“ nicht eindeutig beantwortet werden. Das 104 Seiten starke Buch entstammt der Jugend des gelernter Bankkaufmanns, der als Trainer für operative Systeme und Schriftsteller arbeitet. Bereits mit 16 Jahren hat Holger Ucher dieses Werk verfasst und nach dem Erfolg seines ersten Schriftstückes „Geschichten aus dem Leben“ überarbeitet und veröffentlicht. Wie gesagt ist eine Beurteilung zum Vergleich mit King nicht wirklich möglich, Fakt ist aber, dass man den Vergleicht nicht als maßlos übertrieben bezeichnen muss und das „Das Haus am Elmpter Stadtrand“ eine gruselige Geschichte ist, die Spannung garantiert und bestens unterhält.

Die Geschichte, die Ucher erzählt, spielt am Niederrhein, im direkten Grenzgebiet zu den Niederlanden. Dem in Nettetal (Nordrheinwestfalen) geborenen Autoren merkt man seinen Lokalpatriotismus an und wer von dort kommt, oder schon mal in der Gegend zu besuch war, wird die kleinen Ausflüge in das hiesige Kulturleben gerne lesen. Ob es um Spezialbier der Brauerei aus Issum, oder ein Einbeziehen des Pilgertortes Kevelaer ist, gelungen sind diese Details auf jeden Fall. Aber das ist natürlich nicht der Kernpunkt der Geschichte. Im Mittelpunkt steht dort ein junges Pärchen, dass quasi einen Neuanfang macht und in eine grausame Geschichte gezogen wird. Das Geschehen wird sehr spannend und detailgetreu beschrieben, sodass man kaum eine Chance hat, dass Buch beiseite zu legen.

Der Ablauf ist gradlinig und es gibt nur wenige Stellen, die etwas verwirren. Zwar sind hier und da auch Logiklücken vorhanden, über die kann man zu einen aber locker hinwegsehen und zum anderen werden sie mit etwas Mystik kaschiert. Protagonist Volker verhält sich an einigen Stellen schon arg merkwürdig, doch alles bleibt so glaubhaft, dass man sich in die Lage des Mannes reinversetzten kann.

Schön ist auch, dass man bis zu einem gewollten Zeitpunkt gegen Ende keinerlei Ahnung hat, wie die Geschichte wohl ausgehen mag. Somit bleibt die Spannung stets vorhanden und die Phantasie des Lesers stimuliert.

Was im Nachhinein vielleicht etwas störend ist, dass die Geschichte etwas zu abrupt zu ende geht. Da hätte man sicherlich noch etwas mehr Material herausholen und das Buch so füllen können. Denn die 104 Seiten, die mit recht großen Buchstaben bedruckt sind, gehen sehr schnell vorüber. Für den geübten Leser und Verschlinger von vielseitigen Büchern könnte die Geschichte daher etwas zu kurz geraten und dementsprechend preislich (7€) leicht überdimensioniert sein.

Wen das aber nicht stört und wer sich für kurze, knackige und spannende Horror-Geschichten begeistern kann, der sollte bei „Das Haus am Elmpter Stadtrand“ zuschlagen. Es ist zwar kein King, aber immerhin ein Ucher. Und wer weiß, ob der demnächst vielleicht ähnlich begehrt ist?

Bewertung

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Spannung Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand
Story Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand
Horror-Faktor Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand
Gesamteindruck Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand  Das Haus am Elmpter Stadtrand

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