Death Time

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1976
Laufzeit ca. 84 Minuten
Regie Joseph Mazzuca
Darsteller Arthur Franz Claudia Jennings Cheri Howell Sherry Boucher u.a.
Bild
  • 1
  • 33:1
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK KJ
Death Time

Story

Während einer Aufnahmezeremonie der Schwesternschaft „Sisters“ kommt es zu einem grausamen Zwischenfall. Den Neuen wird eine Pistole mit leerer Patrone an den Kopf gehalten und abgedrückt. Doch bei der letzten Aufnahme des Tages fehlt das Schwarzpulver nicht. Nachdem die Ausführende den Abzug betätigt hat, bricht ein Schuss und verletzt die zu prüfende Frau tödlich.

Sieben Jahre später werden die „Sisters“ an einen, ihnen unbekannten Ort eingeladen. Dort warten zwei Männer, welche die fünf Damen an einen neuen Ort bringen. An einem alten Landsitz angekommen, werden die Schwestern von einem netten Banner und einem gedeckten Tisch begrüßt. Noch wissen sie nicht, was hier vor sich geht. Ebenso die beiden Männer. Eigentlich sollten sie die Mädels nur absetzten und dann verschwinden. Die Neugier zwingt sie aber zum Bleiben.

Ein Fehler, wie sich wenig später rausstellt. Die Zäune des Anwesens laden sich mit elektrischer Spannung auf und eine Flucht wird unmöglich. Dann zeigt sich auch der Gastgeber. Ein Mann den keiner zu kennen scheint…

Death Time  Death Time

Kritik

Der Horror-Film „Death Time“ ist ein Beitrag, der mit einer prinzipiell schlichten Story rüberkommt, die so oder so ähnlich schon zigmal erzählt wurde. Bei der Vorgeschichte kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Film nicht viel taugt. Zum Glück ist das aber nicht so. „Death Time“ weiß erstaunlicherweise sehr gut zu unterhalten.

Mit einer netten Atmosphäre, die immer wieder zwischen Horror und 70er Jahren-Wohlfühl-Atmo schwankt, wird einem ein kleiner Einblick in die Schwesternschaft ermöglicht. Ist ja auch mal etwas anderes: Nicht immer diese stereotypen männlichen Studenten, die stets in der Grauzone zur Legalität aufhalten. Hier sind es mal ein paar kernige Mädels, die das Zepter schwingen. Dass diese, respektive ihre Rollen klischeehaft beladen sind, wird den männlichen Betrachter kaum stören. Das ist ja nun mal nicht wichtig. „Wichtig“ sind die Mädels in ihren zeigefreudigen Kostümen.

Und den Damen soll es, wie zu vermuten ist, an den nicht vorhandenen Kragen gehen. An dieser Stelle soll jetzt nicht zu sehr auf das mörderische Geschehen eingegangen werden, da es natürlich viel interessanter ist, wenn man nicht weiß, worum es genau geht. Und es lohnt sich wirklich, sich den Streifen zu Gemüte zu ziehen. Es gibt einiges an Abwechslung, Spannung und nicht vorhersehbaren Ereignissen. Das hält den Betrachter bei Laune.

Als Hauptkulisse wurde ein schön anzusehendes Landhaus gewählt. Mit umfangreichem Außengelände und einigen stimmungsvollen Zimmern wird auch hier, trotz beengtem Platz, immer wieder etwas Neues geboten. Zu den weiteren optischen Genüssen gehören auch die Hauptdarstellerinnen. Hier ist für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Schauspielerisch wird das Ganze solide präsentiert. Mehr wird sicherlich auch nicht verlangt. Was das Zusammentreffen von einer Gruppe Frauen mit sich bringt, sollte dem Betrachter natürlich auch klar sein. Es gibt Gekreische, Geplärr und Ohnmachtsanfälle. Besonders dann, wenn die Bedrohung im Anmarsch ist. Lustiger weise wird diese in mehreren Szenen von irgendwelchen Tierchen ausgelöst. Auch exotischer Natur. Eine dicke Vogelspinne kommt ebenso bedrohlich rüber, wie eine Schlange. Und da auch noch ein Hund zum Angreifer wird, kann man diesen Streifen schon fast ins Tier-Horror-Fach einordnen. Aber nur fast.

Auch an trashigen Einflüssen gibt es einiges in „Death Time“ zu betrachten. Zum einen wäre da natürlich die Schwesternschaft, die mit ihren fünf Mitgliedern wohl nur Mittel zum Zweck ist. Nett ist auch, dass alle Mitglieder die Einladung annehmen, ohne dass jemand weiß, wo es überhaupt hingeht. Am besten sind aber die Filmrequisiten, die immer wieder ins Bild huschen, obwohl sie da gar nicht hingehören. So sieht man zum Beispiel einige Male das Aufnahme-Mikrofon im Bild. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Budget und die Zeit knapp waren.

Daher hat man wohl auch etwas an Spezialeffekten gespart. Prinzipiell bietet der Film eigentlich eine perfekte Grundlage für Blutiges. Doch so richtig viel gibt es nicht zu sehen. Den Ekelfaktor schraubt eine zertretene Spinne in die Höhe, aus der Quark spritzt…

Auch wenn „Death Time“ sicherlich nicht zu den Horror-Klassikern gehört, ist er ein sehr sehenswerter Film, der durch seine schöne Optik und seine Kurzweiligkeit überzeugt. Regisseur Joseph Mazzuca hat einen guten Streifen mit einer nicht vorhersehbaren Story geschaffen, wo das Mitraten und Zugucken Spaß macht.

Death Time  Death Time

DVD

Das Bild und der Ton leiden etwas unter störenden Einflüssen. Das Master-Tape war offensichtlich nicht mehr das Beste. Wer sich allerdings einen Streifen dieser Art zu Gemüte führt, weiß was auf ihn zukommt. Und wer solche Filme mag, wird mit den optischen sowie akustischen Qualitätsverlusten kein Problem haben. Die Extras sind nicht gerade üppig ausgefallen. Wie auch? Es gibt den originalen Vorspann, eine Bildergalerie und zwei Trailer.

Bewertung

Splatter Death Time
Spannung Death Time
Story Death Time
Ekelfaktor Death Time
Atmosphäre Death Time
Tonqualität Death Time
Bildqualität Death Time
Zusatzmaterial Death Time
Gesamteindruck Death Time

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