Doomwatch

Informationen

OT:Doomwatch

ca.88 Minuten

GB 1972

Regie

  • Peter Sasdy
Darsteller

  • Ian Bannen
  • Judy Geeson
  • John Paul
  • u.a.

Doomwatch

Story

Der Umweltforscher Dr. Shore ist für Untersuchungen an die Englische Küste abkommandiert. Dort trifft er, neben umweltfeindlichen Funden, auf degenerierte Bewohner eines kleinen Küstenörtchens, die gar nicht gut auf ihn zu sprechen sind. Shore ist aber in erster Linie daran interessiert, für seinen Konzern „Doomwatch“ Informationen über eine eventuelle Verseuchung der Gegend heranzutragen und kümmert sich nicht weiter um die aggressiven Einheimischen.

Seine folgenden Forschungen ergeben, dass sich im Wasser ein Hormon gebildet hat, weil eine Cemie-Fabrik ihre radioaktiven Abfälle im Wasser entsorgt hat. Dieses Hormon wird von den hier lebenden Menschen durch Nahrung aus dem Meer aufgenommen und könnte bei den Bewohnern die hässlichen Missbildungen und die Anzeichen der Acromegaly-Krankheit ausgelöst haben.

Bei dem Versuch, die Bevölkerung aufzuklären, stößt er allerdings auf wenig Gehör. Die Einwohner des Dorfes sind nämlich fest davon überzeugt, dass sie unter einer gottgewollten Erbkrankheit leiden. Und dies machen sie dem Forscher mit aggressiven Mittel deutlich. Doch Shore gibt nicht auf und soll noch grausame Funde machen…

Kritik

Eigentlich hört sich die Story von „Doomwatch“ gar nicht mal so schlecht an. Ein Forscher findet radioaktiven Müll, der die Bewohner der näheren Umgebung zu Mutanten macht. Das hat ja so oder so ähnlich auch schon in anderen Filmen wie zum Beispiel dem guten alten „Crazies“ von George A. Romero funktioniert. „Doomwatch“ hat aber das Problem, dass er nicht recht ein Horror-Streifen sein will, sondern eher ein recht gewaltloser Öko-Thriller.

Der ehemalige „Hammer-Regisseur“ Peter Sasdy („Wie schmeckt das Blut von Dracula?“) lässt die aggressiven Mutanten nämlich nicht richtig zu einer bedrohlichen Gefahr werden. Sie verbreiten nur Ärger und Antipartie. Die Deformationen selbst sind zwar nett anzuschauen, ohne die finale Gefahr ist das dann aber eher zum bestaunen der Masken als zum einflößen von Furcht.

Dabei ist „Doomwatch“ von der Spannung und Atmosphäre her gar nicht mal so schlecht gelungen. Man stellt sich lange die Frage, was eigentlich vorgeht und die Umgebung, sowie das kleine Fischerdorf an der Küste, sind nett zu betrachten. Die eingefangenen Bilder sind sehr stimmungsvoll und verbreiten in vielen Szenen in eine angenehme Stimmung.

Die spannenden Szenen kommen zumeist zustande, wenn der Protagonist von einer geheimnisvollen Gefahr verfolgt wird. Anfänglich funktioniert das auch, nimmt aber im Laufe des Streifens mächtig ab, da nichts wirklich Schlimmes passiert. Das Ende ist dann in Sachen Harmlosigkeit kaum zu überbieten, davon muss sich der geneigte Betrachter aber selbst ein Bild machen. Das FSK 16 ist aber viel zu weit hergeholt. „Doomwatch“ ist durchaus ein Film, der im sonntäglichen Nachmittagsprogramm laufen könnte.

Potential für einen großen Genre-Film war in der ursprünglichen Idee sicherlich vorhanden. Da man aus „Doomwatch“ aber eher einen Thriller als einen Horror-Film gemacht hat, ist das schlussendliche Resultat aber eher enttäuschend. Zwar ist „Doomwatch“ recht intelligent gedreht, und Ian Bannen („Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ 1981, „Tanz der Hexen 2“ 1989) liefert eine solide Leistung ab, der Film kann aber nicht überzeugen. Erst Recht nicht die Freunde des Horror- und Mutanten-Films.

Bewertung

SplatterDoomwatch
SpannungDoomwatch
StoryDoomwatch
EkelfaktorDoomwatch
AtmosphäreDoomwatch
GesamtDoomwatch

Ähnlicher Film:

  • Crazies
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