Drag Me To Hell

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 95 Minuten
Regie Sam Raimi
Darsteller Alison Lohman Justin Long Lorna Raver Dileep Rao u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
  • Spanisch
Untertitel
  • Deutsch
  • Englisch
  • Spanisch
LC 2
FSK 16
Drag Me To Hell

Story

Christine Brown ist Sachbearbeiterin in einer Bank und hat ausgezeichnete Aufstiegschancen. Sie und ihr neuer Kollege streben an, stellvertretender Filialleiter zu werden. Das einzige, was ihr Chef an ihr momentan kritisiert ist die Tatsache, dass sie etwas mutiger werden muss.

Da kommt ihr der Umstand gelegen, dass eine alte Zigeunerin um eine Kreditverlängerung bittet. Diesen lehnt sie mit dem Einverständnis ihres Vorgesetzten ab. Einerseits ist sie froh, mal hart durchgegriffen zu haben, auf der anderen Seite tut ihr die alte Frau auch leid. Als diese aber plötzlich zur Furie wird und ihr verbal Sachen an den Kopf schmeißt, denkt sie das Richtige gemacht zu haben.

Doch dieser Gedanke ist falsch. Denn die alte Dame hat Christine mit einem fürchterlichen Fluch belegt. Sachen geschehen, die normalerweise nicht geschehen können. Nach einem Besuch bei einem Hellseher, erhält sie Gewissheit: In drei Tagen wird sie in die Hölle geholt…

Drag Me To Hell  Drag Me To Hell

Kritik

Anfang der 80er Jahre wurde ein neues Horror-Juwel geboren. „Tanz der Teufel“ war der anmutende Titel und Sam Raimi der Erschaffer. 10 Jahre später zeigte Raimi, dass er auch mit anderem Stoff umgehen kann und schuf den Film „Darkman“, der bei der Fan-Gemeinde ebenfalls bestens ankam. Nach einigen Folgefilmen zog es ihn zu höheren Aufgaben nach Hollywood. Er machte die „Spider-Man“ Filme populär, opferte dafür allerdings seinen Kultstatus bei seinen Fans. Doch nun, im Jahre 2009, geht Raimi einen Schritt rückwärts. Ein Schritt, der ihn horrortechnisch wieder in seinen alten Fußstapfen zurückbringt.

Denn mit „Drag Me To Hell“ hat einen Film erschaffen, der ganz klar an seine Anfangszeit erinnert. Mit einer recht schlichten Story wird der Betrachter in das Geschehen, in Zeiten der Wirtschaftskrise, eingeführt. Eine Frau braucht einen Kreditaufschub, was von den bösen Bankern abgelehnt wird. Sie wird so ihr Haus verlieren. Dies ist natürlich nicht unbedingt der Stoff, aus dem Horror-Filme sind. Glücklicherweise handelt es sich bei der Kreditverweigerten aber um eine alte Zigeunerin, die des Fluchens mächtig ist. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Bankangestellte Christine gerät in ernsthafte Schwierigkeiten und für den Horror-Fan geht die Party los.

Was bei „Drag Me To Hell“ heraussticht ist der Spannungsaufbau. Es geht immer wieder gut ab und man darf sich an einigen Stellen erschrecken lassen. Zudem gibt es gute Effekte. Diese sind zwar meist völlig überdreht, wer aber an „Darkman“ und „Tanz der Teufel“ zurückdenkt, wird sich an Ähnliches erinnern. Dadurch das einige Szenen wirklich wie aus einem Comic rüberkommen, wird die mittelmäßig vorhandene Härte natürlich etwas entschärft. Über die Splatterszenen hinaus hat Raimi dafür gesorgt, dass selbst der hartgesockenste Horror-Fan versucht ist, bei einigen Szenen den Blick vom Geschehen abzuwenden. Es gibt nämlich zahlreiche Ekelszenen, die so ekelig sind, dass man sie eigentlich gar nicht sehen will.

Man bleibt aber natürlich am Ball, da man den Rest der Geschichte sehen will. Das Ganze ist sehr gut arrangiert und kameratechnisch gibt es interessante Blickwinkel zu betrachten. Das Tempo passt, der Spannungsbogen ist auf Zug, die Atmosphäre ist meistens schön horrormäßig und das Gezeigte immer interessant. Mit zunehmender Laufzeit wird es um unsere Protagonistin immer dunkler. Sie weiß irgendwann, dass sie mit einem Fluch belegt ist und kämpft gegen einen übergroßen und nicht immer sichtbaren Feind. Und dieser unglückliche Zustand der Christine ist für den Zuschauer sehr fesselnd. Raimi beweist, dass er die Mischung aus Horror und tiefschwarzen Humor so anrichten kann, wie kaum ein zweiter Filmemacher. Na ja… Peter Jackson kam da früher auch ran.

Zur guten Unterhaltung tragen auch die Darsteller bei, die über große Strecken das unglaubliche Geschehen glaubhaft auf die Leinwand zaubern können. Alison Lohmann („Die Legende von Beowulf“) als Verfluchte und Justin Long („Jeepers Creepers“) als ihr leitgeplagter Freund machen einen grundsoliden Job.

Unterm Strich ist „Drag Me To Hell“ ein schön überladener Old School Horror-Flick der mit seiner Mischung aus gruseliger Atmosphäre und schwarzem Humor Spaß macht. Mr. Raimi ist es nach fast 10jähriger Abstinenz gelungen, bravourös ins Horror-Geschäft zurückzukehren. Für Horror-Fans ist das ein Rückschritt nach vorne. Hoffentlich legt der Meister da noch einen nach.

Drag Me To Hell  Drag Me To Hell

DVD

Bild und Ton entsprechen dem High-Budget-Standard. Zu meckern gibt es hier nicht das Geringste. Das Bild ist schön scharf und kann die vielen Farben gut rüberbringen, die im Film verwendet werden. Der Raumklang sorgt zudem für einen akustischen Genuss. Extratechnisch gibt es keine großen Besonderheiten auf der DVD. Nach dem Einlegen der Scheibe gibt es ein paar Trailer und im Bonus-Menü ein Produktionstagebuch. Quasi ein Making Of mit deutschen Untertiteln und ca. 35 Minuten Laufzeit.

Bewertung

Splatter Drag Me To Hell
Spannung Drag Me To Hell
Story Drag Me To Hell
Ekelfaktor Drag Me To Hell
Atmosphäre Drag Me To Hell
Tonqualität Drag Me To Hell
Bildqualität Drag Me To Hell
Zusatzmaterial Drag Me To Hell
Gesamteindruck Drag Me To Hell

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