Dying God

Informationen

Drehland
  • Frankreich
  • Argentinien
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Fabrice Lambot
Darsteller Lance Henriksen Erin Brown James Horan Agathe de La Boulaye u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Dying God

Story

Polizist Sean Fallon führt nicht gerade ein Vorzeigeleben. Er wurde von seiner Frau verlassen, er raucht, säuft, nimmt Drogen, ist korrupt und gewalttätig. Und er hat noch ein schwerwiegenderes Problem: In seiner Stadt kommt es zu mysteriösen Mordfällen. Und das in einer Zeit, wo eine politische Kampagne läuft und niemand diese Morde gebrauchen kann.

Die Morde werden ausschließlich an Frauen begangen. Käufliche Frauen aus einem Viertel mit vielen sozialschwachen Einwohnern. Aber es sind keine gewöhnlichen Prostituierten-Morde. Der Killer hinterlässt ein Schlachtfeld. Bei der Untersuchung der Leichen wird Sperma gefunden, welches sich keiner menschlichen DNA zuordnen lässt. Sean Fallon hat somit nicht nur mit seinen persönlichen Problemen zu kämpfen, er muss etwa finden, was anders ist als er selbst…

Dying God  Dying God

Kritik

Wer die französisch-argentinische Co-Produktion „Dying God“ gesehen hat, wird mit Sicherheit zu der Erkenntnis kommen, dass es für einen vernünftigen Film auch vernünftiges Material braucht. Der Grund, warum man diesen Film nicht nach wenig Minuten aus dem DVD-Player entlässt und ihn im hohen Bogen in den Mülleimer befördert ist der, dass „Dying God“ irgendetwas hat. Die Story ist interessant und trotz der widrigen Umstände schafft es „Dying God“ den Betrachter stellenweise vor dem Sichtgerät zu fesseln.

Und widrige Umstände gibt es genug. Angefangen mit der Kamera, die zum Großteil DV-Wackelbilder in den Kasten bringt. Bilder, die ein entspanntes Gucken nicht zulassen. Zudem sind die Kulissen teilweise Mangelhaft. Zwar wird einem vermittelt, in der dekadenten Stadt mit Licht und Schatten zu befinden, mehr als 0815-Baracken bekommt man aber optisch nicht geboten. Na ja… vielleicht hat die Großstadt Buenos Aires optisch auch nicht mehr hergegeben. Dies ist aber wahrscheinlich eher weniger der Fall. Vielmehr hat es wohl mit dem vorhandenen Budget von lediglich 500.000 US-Dollar zu tun. Mit so wenig Geld kann man halt keinen High-Budgt Streifen drehen. Und die hat Regisseur Fabrice Lambot wohl noch bis zur letzten Minute des Drehs vorgehabt.

In seinem ersten abendfüllenden Spielfilm macht Lambot zwar nicht alles falsch, er hätte seine Grenzen aber besser ausloten müssen. Ohne eine wirkliche Atmosphäre kann ich keine düsteren Bilder präsentieren und versuchen einen auf Giallo zu machen. Das ist nicht glaubhaft. Zudem muss ich mich mit der Kameraführung und dem Schnitt auskennen, wenn ich etwas vorzeigefähiges in den Kasten bringen will.

Schauspielerisch wird auch nicht gerade auf höchsten Level agiert. Hauptdarsteller James Horan ist mit der Rolle des coolen Cops absolut überfordert. Er wirkt starr, ausdruckslos und absolut hölzern. Hätte er sich mal Filme wie beispielsweise „Stirb langsam“ oder „Bad Lieutenant“ angeguckt, wüsste er wie man einen selbstzerstörerischen Cop zum besten gibt. Neben Horan gibt es auch ein bekanntes Gesicht zu sehen. Lance Henriksen („Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis“, „Aliens – Die Rückkehr“ u.v.a.) gibt sich ein Stelldichein. Seine Liebe zum B-Movie ist bekannt. Leider kann er diese nicht auf den Bildschirm transportieren. Auch er zeigt keine gute Leistung. Muss aber auch eine ungewöhnliche Rolle als Zuhälter im Rollstuhl mimen.

Aber es gibt auch positive Ansätze in „Dying God“. Zum Beispiel die Geschichte um den mysteriösen Killer, auf die an dieser Stelle jetzt nicht näher eingegangen werden soll. Der Nebenplot ist mit Grund dafür, dass man nicht zum Abschalten neigt. Zudem ist positiv zu berichten, dass man hier völlig auf die Verwendung von CGIs verzichtet hat. Diese hätten dem Film mit diesem niedrigen Budget auch sicherlich nicht weiter gebracht. Stattdessen gibt es Spezialeffekte aus Knete und Gummi. So wie früher eben. Die blutigen Momente beschränken sich auf einige Gore-Szenen, die nicht realistisch sind, die man sich aber angucken kann.

Unterm Strich ist „Dying God“ sicherlich nicht was für jeden. Leute, die sich sonst nie B-Movies angucken, würden mit großer Sicherheit abgeschreckt werden. Wer allerdings die 80er Jahre Monster-Filme mochte und über die Fähigkeit verfügt, ein Auge zuzudrücken, der könnte durchaus unterhaltendes Material entdecken. Mit einer mysteriösen, abwechslungsreichen Story, der man wünscht, sie würde mal mit richtig Kohle im Hintergrind geremaked werden.

Dying God  Dying God

DVD

Die DVD aus dem Hause Savoy Film kommt der mangelhaften Qualität des Films nahe. Bild und Ton sind nicht besonders hochwertig, was aber sicherlich auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen ist. Zu alledem kommt dann noch hinzu, dass man sich beim Synchronisationsteam offensichtlich in der Porno-Branche umgesehen hat. Aber dies ist für den geschulten B- bis Z-Movie Betrachter sicherlich kein unüberwindliches Hindernis zum Kauf. Bei den Extras hat man ebenfalls Geld gespart. Hier gibt es lediglich Trailer.

Bewertung

Splatter Dying God
Spannung Dying God
Story Dying God
Ekelfaktor Dying God
Atmosphäre Dying God
Tonqualität Dying God
Bildqualität Dying God
Zusatzmaterial Dying God
Gesamteindruck Dying God

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