Ed Gein – The Wisconsin Serial Killer

Informationen

OT:Ed Gein

ca. 85 Minuten

USA 2000

Regie

  • Chuck Parello
Darsteller

  • Steve Railsback
  • Carrie Snodgress
  • Carol Mansell
  • u.a.

Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer

Story

Edward Theodore Gein wurde 1906 geboren und wuchs auf einer kleinen Farm in Wisconsin auf. Er hatte noch einen älteren Bruder namens Henry. Sein Vater war sehr streng und er hielt Ed stets für einen Weichling. Seine Mutter war eine herrschsüchtige und streng gläubige Frau, die das Sagen in der Familie hatte. Als Ed als kleiner Junge in den Stall ihrer Farm platzte, als seine Eltern gerade dabei waren ein Schwein auszunehmen, prägte ihn dies für sein weiteres Leben.

Sein Vater starb 1940 an einem Herzversagen und auch kurze Zeit später erschlug Ed seinen Bruder Henry im Wald, als dieser andeutete, dass er wohl bald die Familie verlassen würde, um endlich ein eigenes Leben zu führen. Es legte ein Feuer um so den Verdacht von sich zulenken. So dachte man im Dorf, dass Henry wohl durch einen Unfall ums Leben gekommen sei.

Als seine Mutter starb, brach für Ed eine Welt zusammen. Er ließ den Hof immer mehr verkommen, das Haus glich einer Müllkippe. Einzig das Zimmer seiner Mutter pflegte er penibel. Gelegenheitsjobs als Babysitter nahm er an, um sich wenigstens über Wasser halten zu können. Als neues Hobbie fing Ed schließlich an, Bücher über Voodoo usw. zu lesen, da er unbedingt seine Mutter ins Leben zurückholen wollte. Um zu üben, grub er nachts heimlich Leichen auf dem Friedhof aus und brachte sie in sein Haus. Auch besaß er eine kleine Sammlung von Schrumpfköpfen in seinem Zimmer, das keine Gäste betreten durften. Nur einmal gelangten 2 kleine Jungs, auf die er gelegentlich aufpasste in sein Zimmer und sie bekamen Angst vor ihm, schwiegen jedoch.

Ed wurde immer stiller und merkwürdiger. Eines Tages erschien ihm in einem brennenden Dornbusch ( wirklich ein beeindruckender Effekt *fg*), seine verstorbene Mutter und befahl ihm Mary Morgan, die Besitzerin einer kleinen Kneipe in dem Dorf zu töten, da diese ein sehr lasterreiches Leben führte. Nur durch ihren Tod, könne sie zu ihm zurückkehren. Er gehorchte. In der selben Nacht ging er nach Ladenschluß in die Kneipe und erschoß Mary kaltblütig. Ihre Leiche entsorgte er und die Polizei fand keine brauchbaren Spuren.

Einige Zeit später erschien Ed erneut seine Mutter. Diesmal bestand sie darauf, dass er eine ältere Frau – Bernice Wordon, die einen kleinen Laden in dem Dorf besaß, zu töten und auch diesmal gehorchte Ed, auch wenn er anfänglich gar nicht wollte. Als er noch zögerte, klingelte in dem Laden das Telefon und seine Mutter war am anderen Ende der Leitung und redete eindringlich auf ihn ein. Da Ed hier jedoch einen Tag zuvor nach Frostschutzmittel gefragt hatte, als noch andere Leute in dem Laden waren und da Bernice auf einen Notizzettel, als letzten Eintrag „Frostschutzmittel für 99 Cent verkauft“ aufschrieb, bekam der Hilfsscheriff hier den Verdacht, dass Ed etwas mit der Sache zu tun haben könnte. Gemeinsam mit einem weiteren Mann aus dem Dorf fuhr er zu Ed´s Haus. Ed war allerdings gerade bei Bekannten zum Essen eingeladen und so war sein Hof leer. Als der Hilfssheriff mit dem Dorfbewohner den Keller von Ed betraten, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Bernice hing geschlachtet an der Kellerdecke. Ihr Körper war ausgeweidet worden und der Kopf fehlte [die wirklich einzige, allerdings sehr kurze, brutale Szene des Films]. Als die beiden sich das Haus näher ansahen, fanden sie u.a. in der Küche in einer auf dem Herd stehenden Pfanne ein menschliches Herz, sowie insgesamt 15 Frauenleichen. Nur der Mord an 2 Frauen konnte ihm jedoch bewiesen werden. Die anderen so schätzte man, hatte er auf dem Friedhof ausgegraben. Des Weiteren fanden sie aus menschlicher Haut gefertigte Kleidung, die Ed gerne nachts getragen hatte, wenn er alleine war.

Ed wurde noch in der selben Nacht verhaftet. Er wurde als unzurechnungsfähig erklärt und in eine Anstalt eingewiesen. 1984 verstarb Edward Theodore Gein in dieser Anstalt an Krebs.

Kritik

Als ich vor einiger Zeit auf einer DVD den Trailer zu „Ed Gein“ entdeckte, war mein erster Gedanke: „Den muß ich sehen!“. Der Trailer strotzte nur so von Gewaltszenen und ließ mich sogar auf reichlich Splattereinlagen hoffen. Da ich schon einiges von der wahren Geschichte über diesen Serienkiller gelesen hatte, erwartete ich da natürlich auch so einiges von dem Film. Leider konnte der Film mich jedoch nicht vollkommen begeistern. Die Story hielt sich zwar sehr gut an die wahren Hintergründe, was auch ein großes Plus verdient, jedoch bleibt es mir unerklärlich dass dieser Film ab 18 freigegeben wurde. Es gibt zwar ein paar Tote, jedoch sieht man wesentlich weniger als erwartet. Von Splatter kann man sogar überhaupt nicht sprechen. Gekonnt wurden die blutigen Szenen umgangen bzw. im letzten Moment wurde einfach weggeblendet. Was im Trailer noch so vielversprechend aussah, kam dann doch eher anders rüber als erwartet.

Atmosphäre und Darsteller wirkten zwar recht authentisch, allerdings wenn man bedenkt, dass Filme wie „Psycho“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Roter Drache“, „American Psycho“ und sogar „The Texas Chainsaw Massacre“ sich alle den Serienkiller Ed Gein als Vorlage nahmen und einige Dinge die Ed begannen hatte, sich in diesen Filmen wiederfinden lassen, dann könnte man doch durchaus mehr von einem solchen Film, der das Portrait des Serienkillers beinhaltet, erwarten. Gut, ich gebe zu wenn man sich überlegt, dass all diese Dinge in der Realität tatsächlich geschehen sind, dann ist dies natürlich schon alleine ein Grund, dass es schrecklich ist und dass es einem einen kleinen Schauder über den Rücken jagen kann. Aber dennoch wurde der Film doch eher harmloser verfilmt. Man sieht z.B. nicht, wie Ed seine Opfer ausweidet, es wird eher nur angedeutet. Nur einmal gegen Ende des Filmes sieht man kurz eine ausgeweidete Leiche in seinem Keller hängen. Aber dafür eine Altersfreigabe ab 18??? Für 2 Sekunden dieses Bild vor Augen zu haben. Ich denke doch eher nicht. Ich weiß dies wird vermutlich wieder einige böse Kommentare geben, aber dies ist nun mal meine Meinung darüber!

Was mir bei diesem Film sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass nicht verschwiegen wurde, dass Ed´s Mutter eine streng gläubige Frau war, die auch stets Geschichten aus der Bibel ihren Söhnen vortrug (selbst noch im Mannesalter) und auch Ed fühlte sich durch diese christliche Erziehung für seine späteren Morde bestärkt. Er tötete, weil seine Mutter es so wollte, damit sie Wiederauferstehen würde, um zu ihm zurück zu kommen. Nicht eine böse Musik hörende, stets schwarz gekleidete Gestalt war es, die hier die Morde verübte, sondern ein gläubiger, nach Außen hin ganz normaler Mensch. Wenn man sich das mal näher anschaut, findet man durchaus noch mehr Serienkiller in der Geschichte, die irgendwie alle religiöse Hintergründe besitzen. Das sollten sich vielleicht mal einige Leute durch den Kopf gehen lassen, die immer der Meinung sind, dass alles was schwarz ist, dunkle Musik hört, sich Horrorfilme ansieht, eines Tages zum Serienkiller mutiert. Dies ist eine Tatsache die bei vielen Filmen gerne nur am Rande oder gar nicht behandelt wird und hier doch sehr intensiv dargestellt wird.

^v^ FAZIT: ^v^

Ich empfehle den Film mal nur Leuten, die sich für Serienkiller interessieren und Leuten, die hier keinen Splatterfilm oder Gruselfilm erwarten. Am besten schaut Euch vorher nicht den Trailer an, sonst seit ihr am Ende enttäuscht. Hätte ich diesen nicht gesehen, hätte mir vermutlich der Film auch besser gefallen.

Bewertung

Splatter Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer
Spannung Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer
Story Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer
Ekelfaktor Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer
Atmosphäre Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer
Gesamt Ed Gein - The Wisconsin Serial Killer

Our Reader Score
[Total: 0 Average: 0]

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.