Evil Bong

Informationen

OT:Evil Bong

ca.82 Minuten

USA 2006

Regie

  • Charles Band
Darsteller

  • Tommy Chong
  • Bill Moseley
  • Kristen Caldwell
  • Tim Thomerson
  • u.a.

Evil Bong

Story

Alister ist Student und recht verwundert, als er bei ein paar coolen Jungs unterkommt. Er hatte sicherlich nicht damit gerechnet, einen Schlafplatz in der WG mit den Sportlern, Weiberhelden und Kiffer zu bekommen, da er völlig anders ist. Ali ist nämlich ein Streber. Ein Streber wie er im Buche steht. Da er aber über ausreichend Bargeld verfügt und nicht gerade aufmüpfig erscheint, bekommt er die Gelegenheit, am Leben der anderen teilzunehmen. Und das soll sehr spannend werden. Denn einer seiner neuen Mitbewohner hat sich eine neue Wasserpfeife bestellt, die auch sogleich eingeweiht werden soll.

Was die Kiffer vor dem ersten Gebrauch nicht wissen, ist die Tatsache das die Bong verhext ist. Respektive ein Eigenleben führt, dass dem Verkoster nicht gerade wohl gesonnen ist. Der weibliche Geist lotst die Qualmer nach und nach in ein bizarres Reich, welches zwar mit barbusigen Damen dekoriert ist, aber aus dem es keine Rückkehr gibt. Ali merkt fix was hier vor sich geht und nimmt den Kampf mit der Horror-Bong auf…

Evil Bong  Evil Bong

Kritik

„Evil Bong“ ist ein sehr eigenartiger Film, der sich als Horror-Film und Komödie versucht, beide Genre aber nicht befriedigend bedienen kann. Der Film, der wohl nur für eine übersichtliche Fangemeinde bestimmt ist, kommt mit einigen Problemen daher, die durch nichts kompensiert werden können.

Zum einen hat er keine Story. Es gibt nur Leute die rumsitzen, ein bisschen Blödsinn erzählen und Probleme mit dem Kiffen haben. Oder besser gesagt Probleme nach dem Kiffen haben. Mehr gibt es prinzipiell nicht. Dialoge tragen diesen Film. Dumm ist dabei, dass die Gespräche zusammengeschustert wirken. Nach dem Motto: Wir brauchen noch was, damit wir die Spielzeit voll kriegen. Dadurch kommt kein Schwung auf. Spannung und Atmosphäre können dadurch auch nicht erzeugt werden. Stellenweise gibt es zwar ein paar gut platzierte Witze, diese reichen aber nicht aus, um die aufkeimende Langeweile im Zaum zu halten.

Horror kommt in „Evil Bong“ nicht viel vor. Es gibt zwar diese ominöse andere Dimension, in die unsere Kiffer getrieben werden, diese wirkt aber alles andere als bedrohlich: Barbusige Mädchen räkeln sich an Stangen. In einer Kneipe. Da gibt es andere Film-Orte, die wesentlich mehr Gefahr ausstrahlen. Diese Szenen bieten allerdings die Höhepunkte in einem höhepunktarmen Streifen. Neben den Szenen in der „Bar des Todes“ gibt es lediglich Aufnahmen in dem Studentenzimmer. Dieses Zimmer wird nach Ablauf von ungefähr einer Stunde wenigstens mit einer echten Legende gefüllt. Tommy Chong (die eine Hälfte des Cheech und Chong-Duos) will den verschollenen Studenten zur Hilfe eilen und den Bong mit einer Kettensäge bekämpfen…

Blutige Spezialeffekte gibt es dabei und auch sonst nicht. Auf Splatter- oder Gore-Szenen wurde komplett verzichtet. Es gibt zwar hier und da etwas Blut, Effekte werden aber relativ geschickt umgangen. Einige Effekte gibt es dafür auf der optischen Seite. Wenn es beispielsweise in die andere Welt geht oder wenn sich die Horror-Pfeife im Laufe der Zeit verändert. Dies ist eigentlich recht witzig zu beobachten, da bei der Bong eine gewisse Ähnlichkeit mit dem sinistren Zwilling aus „Basket Case“ vorhanden ist.

Darstellerisch gibt es durchaus solide Kost zu sehen. Tommy Chong neigt natürlich zum Overacting, aber wenn er das nicht machen würde, wäre er in diesem Streifen auch völlig deplaziert. Die übrigen schauspielerischen Leistungen gehen mit einem zugedrückten Auge in Ordnung. Dies gilt natürlich nur für die bekleideten Personen.

Dieser offensichtlich extrem günstig Produzierte C-Movie ist sicherlich nur einer kleinen Fangemeinde zu empfehlen. Der erfahrene Regisseur Charles Band (beispielsweise „Draculas Todesrennen“ (1977), „The Gingerdead Man“ (2005) oder auch „Dead Man’s Hand – Casino der Verdammten“ (2007)) serviert hier einen Film, der nicht gut ist und über den sicherlich auch nicht alle lachen können. Vielleicht muss man auch nur richtig vollgedröhnt sein um den Film verstehen und genießen zu können. Die Macher dieses Streifens waren es sicherlich. Die haben beim Schreiben des Drehbuchs wohl auch einen über den Hunger geraucht. Das einzig gute, was von dem höchstwahrscheinlichen Hanf-Meeting übrig geblieben ist, ist die chillige Musik des Films, die durchgehend zu gefallen weiß.

Nüchtern ist er auf jeden Fall nur schwer genießbar. Er ist filmtechnisch schwach, nicht unterhaltsam und ihm fehlt es an Atmosphäre sowie Spannung.

Evil Bong  Evil Bong

Bewertung

Splatter Evil Bong
Spannung Evil Bong
Story Evil Bong
Ekelfaktor Evil Bong
Atmosphäre Evil Bong
Gesamt Evil Bong

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  • Evil Bong II
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