Evil Dead Trap

Informationen

OT:Shiryo No Wana

ca. 100 Minuten

Japan 1988

Regie

  • Toshihara Ikeda
Darsteller

  • Miyuki Ono
  • Fumi Katsuragi
  • u.a.

Evil Dead Trap

Story

Nami, Moderatorin einer Late-Night-Show, erhält per Post ein mysteriöses, anonymes Videotape. Das auf dem Band Dargestellte stößt sie einerseits ab, fasziniert sie jedoch gleichermaßen auf eine unerklärliche Art und Weise: In ekelhaftester Direktheit wird die Folter und Ermordung einer jungen Frau gezeigt, das ganze offensichtlich aus der Sicht des Täters. Mit Schrecken und Verwirrung stellt sie darüber hinaus auch noch fest, dass der Hersteller des Machwerks im Anschluss an den grausamen Film eine Sequenz aus einer von Nami’s Late-Shows eingefügt hat, die ihr Gesicht in Großaufnahme zeigt. Da dem Videotape eine Wegbeschreibung zum angeblichen Drehort, einem verlassenen Kasernengelände, beigefügt ist, überflügelt ihr journalistischer Ergeiz die Vernunft. Mit ihrem Reporterteam macht sie sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen. Es kommt, wie es kommen muss: Ein Team-Mitglied nach dem anderen wird bestialisch abgeschlachtet. Nami, als einzige Überlebende trifft auf einen geheimnisvollen Fremden, der behauptet, sein geistesgestörter Bruder Hideki stecke hinter den Gräueltaten. Gemeinsam wollen sie sich auf die Suche nach ihm machen und ihm das Handwerk legen. Doch Hideki ist näher, als Nami zu glauben wagt…

Kritik

EVIL DEAD TRAP ist wohl einer der bekanntesten Vertreter des modernen japanischen Horror- (Splatter-) Kinos. Die Story selbst kann man nun ja nicht gerade als sehr innovativ bezeichnen, bildet sie doch gewissermaßen lediglich eine Verquickung verschiedener Motive bereits einschlägig bekannter Filmklassiker. Zu nennen wäre da z.B. New York Ripper / Maniac (Splatterszenen), Psycho (Schizophrenie-Motiv) oder Basket Case (Latex-Happening am Ende des Films). Auch besitzt der Film zum Ende hin ein paar Längen, die verbunden mit ein paar kleineren Ungereimtheiten im Drehbuch den Filmgenuss ein wenig trüben. Dass der Film den Betrachter dennoch in seinen Bann zieht und im Gedächtnis bleibt, liegt allerdings in den expliziten Gewaltdarstellungen und seiner streckenweise sehr eindringlichen Atmosphäre, die nicht zuletzt durch ungewöhnliche Kameraeinstellungen kreiert wird. Besonders gelungen sind dabei vor allem die Szenen, in denen fast minutenlang das Stakkato-Blitzlicht der Kamera eines Reporters als einzige Lichtquelle die Dunkelheit erhellt, wodurch sich das Geschehen wie in Zeitraffer abzuspielen scheint. Die Splatter-Szenen haben es wirklich in sich und lassen die Erinnerung an die Blütezeit des (italienischen) Splatter-Kinos aufleben, das ganze jedoch qualitativ auf wesentlich höherem Niveau. So wird u.a. die Zerstechung eines Augapfels dermaßen effektvoll in Szene gesetzt, dass selbst dem New York Ripper das Quaken im Halse stecken bleibt. Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass der Film dem Otto-Normal-Filmkonsument stellenweise einen starken Magen abverlangen dürfte… Einen gewissen Italo-Flair erhält das ganze letztendlich auch durch den dezenten Soundtrack, der durchaus auch einem Argento-Film entliehen sein könnte. Im Gegensatz zu einer Vielzahl ähnlicher Vertreter des asiatischen Kinos verzichtet EVIL DEAD TRAP glücklicherweise auf jeglichen (oftmals ohnehin fehlplatzierten, da überriebenen) humoristischen Unterton, sodass er als grimmiger, düsterer Genre-Beitrag trotz oben genannter Mängel durchaus überzeugen kann. Fazit: Kein bahnbrechender, dafür aber umso deftiger japanischer Splatter-Film mit Motiven moderner Horror-Klassiker. Ein räudiger Mix aus Blairwitch Projekt, New York Ripper, Psycho und Basket Case!!!

Bewertung

Splatter Evil Dead Trap
Spannung Evil Dead Trap
Story Evil Dead Trap
Ekelfaktor Evil Dead Trap
Atmosphäre Evil Dead Trap
Gesamt Evil Dead Trap

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