Friedhof der Kuscheltiere

Friedhof der Kuscheltiere

Informationen

OT:Pet Sematary

ca.99 Minuten

USA 1989

Regie

  • Mary Lambert
Darsteller

  • Dale Midkiff
  • Fred Gwynne
  • Denise Crosby
  • u.a.

Friedhof der Kuscheltiere

Story

Louis Creed hat einen neuen Job als College-Arzt bekommen und zieht mit seiner Familie in ein einsam gelegenes Kaff namens Maine. Louis, Ehefrau Rachel und ihre beiden Kinder Ellie und Gage leben sich schnell ein und freunden sich schnell mit ihrem Nachbarn, Jud Crandall, an. Jud erklärt den Creeds einiges und macht sie auf die Schnellstrasse aufmerksam, die sich direkt neben dem Haus befindet und eine ernsthafte Gefahr für die neuen Anwohner darstellt. Aufgrund des regen und vor allem schnellen Verkehrs auf der Strasse, gibt es in direkter Nähe zu dem neuen Haus der Creeds sogar einen Tierfriedhof, über den Nachbar Jud viel zu erzählen weiß. Als es eines Tages zum vorhersehbaren Unfall kommt, bei dem die Katze von Ellie überfahren wird, erzählt Jud noch mehr von seinem Insiderwissen. Neben dem Tierfriedhof gibt es nämlich eine alte Indianerbegräbnisstätte, welche die Toten wieder zurück auf die Erde holt. Weil Louis seiner Tochter die böse Nachricht von dem Tod ihrer, über alles geliebten, Katze nicht übermitteln will, geht er zusammen mit Jud zur Begräbnisstätte und vergräbt das tote Tier.

Die Katze kommt auch wenig später zurück, doch das Leben der Creeds ändert sich durch diesen Umstand dramatisch…

Kritik

Der Tod – Ein elementares und doch gern verdrängtes Thema – und natürlich das Salz in der Suppe des Horror-Films. Stephen King hat sich mit diesem Thema seinerzeit im Roman "Friedhof der Kuscheltiere", in einer außergewöhnlichen Art und Weise, auseinandergesetzt. Regisseurin Mary Lambert griff das Thema filmisch auf und sorgte mit der (nahezu) 1:1 Umsetzung für ihren ersten und einzig wirklichen Erfolg in der Filmszene. Sie hat mit "Friedhof der Kuscheltiere" eine wirklich gute Arbeit abgelegt. Ein gekonnter Aufbau der Spannung reißt den Betrachter gleich zu Beginn in den Bann des Films. Erst kann man die neue Lebenssituation der Familie betrachten, die als durchaus positiv und erwartungsvoll gewertet werden kann. Dann verändert sich die Situation sukzessive zum Schlechten. Die Spannung und die Atmosphäre wissen zu überzeugen. Erstere steigt im Verlauf des Films stark an und hat ihren Höhepunkt, wie es sein sollte, am Ende. Die dichte Atmosphäre wird durch dunkele Szenen, schaurige Bilder vom Friedhof und eine bedrohliche Musik erzeugt. Dazu gibt es dann einige, gut dosierte Spezialeffekte, die ein FSK 18 durchaus rechtfertigen.

Die Charaktere werden nicht besonders gründlich durchleuchtet. Dennoch gibt es eine besondere Charakterstudie des männlichen Protagonisten. Die des Niedergangs von Louis, die einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausmacht. Dale Midkiff weiß in dieser Rolle zu durchaus zu überzeugen. Auch die restlichen Akteure machen einen guten Job, am auffälligsten spielt aber Fred Gwynne, der den Herman Munster in der TV-Serie "The Munsters" (1964) mimte. Fred spielt den alten Jud, der sicherlich die interessanteste Figur im Film ist.

Ein weiteres Highlight, das es bis zum Kultstatus gebracht hat, ist die Musik zum Film. Zwei Titel („Sheena Is A Punk Rocker“ und natürlich „Pet Sematary“) wurden von der legendären Gruppe "Ramones" beigesteuert und gehören heute noch zu den beliebtesten Hits in der Independent-Szene. "I dont want to be buried in a pet sematary. I dont want to live my life again" trifft den Nagel dabei auf den Kopf.

"Friedhof der Kuscheltiere" ist ohne Frage ein Klassiker des modernen Horror-Films, der mit einer interessanten Story daherkommt. Er ist kurzweilig, mysteriös, spannend, atmosphärisch, technisch hervorragend umgesetzt und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Schade nur, dass das Sequel eine Enttäuschung ist.

Bewertung

Splatter Friedhof der Kuscheltiere
Spannung Friedhof der Kuscheltiere
Story Friedhof der Kuscheltiere
Ekelfaktor Friedhof der Kuscheltiere
Atmosphäre Friedhof der Kuscheltiere
Gesamt Friedhof der Kuscheltiere

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