Igor

Informationen

Drehland
  • Frankreich
  • USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 86 Minuten
Regie Anthony Leondis
Darsteller n/a
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte
LC 2
FSK 12
Igor

Story

Igor ist ein Igor. Da er als Kind schon ziemlich scheiße aussieht und ihn seit Beginn an ein dicker Buckel schmückt, gab es keine Alternative. Er ist ein Igor. Igors haben die Aufgabe, den Wissenschaftlern als Gehilfen unter die Arme zu greifen.

Igor lebt in Malaria. Dort gab es einst blühende Landschaften. Doch nun wird das Land von Dunkelheit und Terror regiert. Die Wissenschaftler versuchen sich mit dem Erfinden von tödlichen Maschinen zu übertrumpfen. Igors Wissenschaftler baut gerade eine ganz besondere Maschine, mit der er einen Wettbewerb gewinnen will. Doch da er nicht der hellste Forscher ist, eliminiert er sich mit seiner Erfindung. Das ist Igors Chance. Da er eigentlich eh schon immer teuflischer Wissenschaftler werden wollte, reißt er sich das Entwicklungsmaterial unter den Nagel und erschafft ein Monster. Mit diesem will er den Wettbewerb für Horror-Forschung gewinnen. Doch irgendwie ist das geschaffene Wesen nicht sehr fürchterlich…

Igor  Igor

Kritik

Animations-Filme für Erwachsene, respektive erwachsene Kinder, sind ja nicht gerade die Regel. Tim Burton haut ab und an einen raus und nun haben die Produzentenbrüder Weinstein mitsamt Regisseur Anthony Leondis (zuvor: „Lilo & Stitch 2“) einen ähnlichen Versuch gestartet. „Igor“ heißt das Ergebnis. Ein durchaus sehenswerter Film, der zwar nicht ganz an die Qualität der Zeichentrick-Blockbuster rankommt, aber durchaus zu gefallen weiß.

Erzählt wird die Geschichte des kleinen Igor. Ein armer Knilch, der aufgrund seiner Herkunft in ein bestimmtest Bild gepresst wird, welches ihm nicht gefällt. Durch einen Zufall kann er dann aus seiner Haut heraus und das machen, was ihm Spaß macht. Dabei muss er aber lernen, dass das Leben nicht immer so läuft, wie er sich das wünscht. Hört sich nach dem Ernst des Lebens an, die Grundstimmung im Film ist aber eher lustig. Es gibt einige Gangs, richtige Schenkelklopfer sind dabei allerdings Mangelware.

Ein großer Vorteil des Films ist sein hohes Tempo, welches eigentlich nie Langeweile aufkommen lässt. Zudem sind die düsteren Spielorte sehr variabel gewählt, was natürlich für reichlich Abwechselung sorgt. Der kleine Nachteil dabei ist, dass der rote Faden nicht immer klar ersichtlich ist. Durch einige, kleine Nebenstränge kann man für kurze Momente schon mal den Überblick verlieren. Die mitspielenden Charaktere sind ebenfalls sehr vielfältig und bunt gezeichnet. Alle ein wenig schräg und makaber, die meisten taugen aber durchaus als Sympathieträger.

So richtig gruselig wird es nie. Es wird zwar eine schöne Atmosphäre aufgebaut, die den düsteren Touch des Films verstärkt, horrormäßige Schocker oder gar animierte Splattereinlagen gibt es aber nicht. Dies sollte niemanden verwundern, da die Zielgruppe zu einem gewissen Teil ja doch unterhalb der Volljährigkeit verweilt. Lediglich das Karnickel könnte bei jüngeren Betrachtern für Unmut sorgen, da dies von Todessehnsucht getrieben ist, aber nicht sterben kann. Es versucht einige Male sein Ableben zu provozieren, was dann aber nur temporär gelingen will.

Im Original sind namhafte Sprecher mit von der Partie. Beispielsweise John Cusack als Igor oder Steve Buscemi als selbstmordgefährdeter Hase Scamper. Da ist die Originalspur der DVD auf jeden Fall einen Blick wert. Wenn man das denn so nennen kann. Den Blick kann man als horrorinteressierter aber auf jeden Fall auf den Film „Igor“ riskieren. Enttäuschungen sind hier ausgeschlossen, auch wenn es kein animierter Überflieger ist. Als netter Zeitvertreib eignet sich das Material auf jeden Fall und man kann bei der Betrachtung mal wieder das Kind im Manne/Weibe rauslassen.

Unterm Strich ist „Igor“ ein netter Animationsfilm für junggebliebene Erwachsene oder sich erwachsen fühlende Jungendliche. Nur nett, da er es nicht ganz versteht, den Betrachter mit seiner Story in seinen Bann zu ziehen. Aber nett, weil man das kurzweilige Geschehen unterhaltsam verfolgen kann.

Igor  Igor

DVD

Der Horror-Page lag zur Sichtung eine Presse-DVD mit eingeschränkter Bild- und Tonqualität vor. Deswegen ist die Bewertung der Qualität nicht möglich. Die DVD erscheint am 03.12.2009. Auf der Silberscheibe sind Extras, die auf die originalen Synchronsprecher zugeschnitten sind: Interviews (ca. 17 Minuten), „Im Synchronstudio“ (ca. 22 Minuten) und Filmografien der Beteiligten.

Bewertung

Splatter Igor
Spannung Igor
Story Igor
Ekelfaktor Igor
Atmosphäre Igor
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck Igor

Ähnlicher Film:

  • Nightmare Before Christmas

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