Murder Party

Informationen

OT:Murder Party

ca. 79 Minuten

USA 2007

Regie

  • Jeremy Saulnier
Darsteller

  • Alex Barnett
  • Malin Bergman
  • Macon Blair
  • Amanda Bryan
  • u.a.

Murder Party

Story

Christopher findet eine Einladung zu einer „Murder Party“ auf der Straße, die ihn wenig später in ein verlassenes, dunkles Viertel führt. Dort trifft er auf eine Gruppe verkappter Künstler. Die, wie er, im Halloween-Look umherirren. Sein Geschenk, ein Kürbiskernbrot, wird ausgeschlagen und Christopher merkt schnell, dass er die zufällige Einladung lieber auf der Straße hätte liegen lassen sollen. Plötzlich will ihn ein als Werwolf verkleideter Mann mit einem Beil bearbeiten, was aber nicht so ganz klappt. Daraufhin wird Christopher gefesselt und auf eine kurze Zukunft vorbereitet. Er ist der Hauptdarsteller auf der „Murder Party“ und soll einen besonders kunstvollen Tod erleiden…

Murder Party  Murder Party

Kritik

Todesursache: Kunst. So lautet der Grundtenor des Streifens „Murder Party“, der von Regiedebütant Jeremy Saulnier ins Leben gerufen wurde. Eines ist klar: Der Streifen ist sicherlich nicht etwas für jedermann. Er richtet sich an Freunde des etwas anderen Films, speziell an diejenigen, die den B-Film mögen.

Inspiriert von Drogen, Kunst und Dildos zeigt uns „Murder Party“ eine eher schlichte Story um einen einsamen Mann, der lieber auf eine wildfremde Mörder-Party geht, anstatt mit seiner komischen Katze alleine zu Hause zu bleiben. Dort trifft er auf ein paar Psychos, die ihm, künstlerisch wertvoll, an die Wäsche wollen. Das war es im Prinzip schon, was erzählt wird. Das ist sicherlich nicht viel und die Tatsache, dass der Hauptspielort eine Lagerhalle ist, macht nicht viel Hoffnung auf ein Gelingen des Streifens.

Aber obwohl man es nicht erwartet, entwickelt „Murder Party“ Qualitäten. Nach einem etwas langweilig inszenierten Beginn, in dem Christopher in seiner Wohnung gezeigt wird, kommt Zug in die Sache. Die Charaktere der Psychopaten sind nett gestaltet und wissen zu unterhalten. In der Hauptsache geht es in der Lagerhalle nur um Diskussionen. Allerdings der etwas anderen Art. Auch wenn man es nicht vermutet, die komischen Leute widmen sich alle der Kunst – Wenn sie mal nicht beim Töten sind. Neben den künstlerischen Dialogen gibt es einige Szenen, die witzig sind oder zumindest witzig sein sollen. Mit Wörtern wie: „Hör auf dich zu weheren – Oder ich flippe aus“ wird einem Todeskandidaten Angst gemacht. Mit einem Kürbiskernbrot wird eine Frau umgebracht und auch ein Vortäuschen des „In die Hose urinieren“ soll den Betrachter auflockern. Man braucht allerdings einen sehr speziellen Humor, damit dies funktioniert. Auch die andauernden Beschimpfungen mit dem Worte „Dildo“ sind nur begrenzt lustig.

Der Film, der vielleicht ein bisschen von Tarantinos „Reservoir Dogs – Wilde Hunde“ inspiriert wurde (Wegen der Kulisse, den Dialogen und der ein oder andren Einlage wo ein gefesselter Mann auf dem Stuhl attackiert wird), versteht es aber trotzdem zu unterhalten. Dank einer sauberen Kameraführung, einen sauberen Schnitt und vor allem einem guten Aufnahmegerät, wirkt das Geschehen unterhaltsamer, als man annehmen darf. Stellenweise funktioniert der Film ganz gut. Er verfügt aber auch über weniger unterhaltsame Momente. Aber es wurde nicht alles künstlich in die Länge gezogen, was gezogen werden konnte. Nach knapp 70 Minuten erscheint bereits der Abspann. Hier hat man eine weise Entscheidung getroffen. Denn viele Filmemacher, gerade im Low-Budget-Bereich, wissen nicht wann sie aufhören müssen. Und im Falle von „Murder Party“ ist in dieser Hinsicht weniger viel mehr.

Dank Schauspielern, die sich zum Großteil an das Geschehen anpassen können, unwirklichen Dialogen und einigen Spezialeffekten kommt immer mal wieder Spannung auf. Horror-Atmosphäre kann zwar nicht wirklich erzeugt werden, dafür baut sich aber eine beklemmende Stimmung auf. Zumindest wenn man sich in die Rolle des gefesselt und geknebelten Christophers hineinversetzten kann. Spezialeffekte sind zwar reichlich vorhanden, diese aber nur als Andeutung mit Blutspritzern. Mit einer Ausnahme.

Für einen Regiedebütanten, wie es Jeremy Saulnier ist, ist hier durchaus gute Arbeit abgeliefert worden. Mit etwas mehr Geld in der Tasche hätte er sicherlich mehr rausholen können. Richtige Spezialeffekte und eine (stellenweise) weniger nervende Musik hätten dem Ganzen sicherlich gut getan. So bleibt es aber ein solider B-Film, der Freunden des B-Horror-Movies sicherlich gefallen wird.

Murder Party  Murder Party

Bewertung

Splatter Murder Party
Spannung Murder Party
Story Murder Party
Ekelfaktor Murder Party
Atmosphäre Murder Party
Gesamt Murder Party

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