Quarantäne

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 86 Minuten
Regie John Erick Dowdle
Darsteller Jennifer Carpenter Steve Harris Jay Hernandez Johnathon Schaech u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
  • Deutsch
  • Englisch
  • Türkisch
LC 2
FSK 16
Quarantäne

Story

Reporterin Angela und Kameramann Scott wollen eine Dokumentation über eine Feuerwehrwache in L.A. drehen. Sie wollen das typische Nachtleben der mutigen Männer filmen und für die Leute draußen transparenter machen. Die beiden Fernsehleute nehmen einige Szenen auf und sind bester Laune. Als dann der erste Einsatz vor der Tür steht, wird die Stimmung zwar angespannter, aber man ist in freudiger Erwartung.

Der Einsatz führt zu keinem Brand, sondern einem Hilferuf aus einem großen Mietshaus. Die Leute sind panisch. Einer alten Dame geht es sehr schlecht. Als versucht wird ihr zu helfen, greift die betagte Dame die Feuerwehleute an. Die Verletzten sollen aus dem Haus gebracht werden, die Helfer müssen aber feststellen, dass alle Ein- und Ausgänge verriegelt sind. Die Polizei hat das Haus unter Quarantäne gesetzt. Angela und Scott sitzen jetzt im Chaos fest, versuchen aber trotzdem jede Minute auf Film zu dokumentieren…

Quarantäne  Quarantäne

Kritik

„Quarantäne“ ist das Remake des spanischen Films „[REC]“ von Horror-Macher Jaume Balagueró („Hell’s Resident”, „Fragile – A Ghost Story”, „Darkness”, „The Nameless” u.a.) und seinem Kollegen Paco Plaza („Romasanta – Im Schatten des Werwolfs“, „Second Name – Dein Name sei Tod“). Es hat nur ein Jahr gedauert, bis der schlichte, aber sehr innovative und schockierende Horror-Film in Amerika versucht hat, das Original zu überbieten. Ob es ihm gelungen ist und wie er sonst so abschneidet, soll in folgendem Bericht geklärt werden.

Die Story unterscheidet sich schon mal nicht sehr von dem Original. Hier wurden sehr viele Szenen 1:1 übernommen. Für Leute, die sich kurz zuvor noch „[REC]“ angesehen haben, ist das natürlich nicht sonderlich von Vorteil. In dem Fall muss man sich sowieso die Frage stellen, ob eine Betrachtung von „Quarantäne“ überhaupt Sinn macht. Später mehr.

Das Geschehen spielt in Los Angeles anstatt in Barcelona. Dies merkt man aber eigentlich gar nicht. Es wird sehr gut wiedergegeben und man merkt direkt, dass die Amerikaner etwas Pepp in das Geschehen bringen wollen. Es gibt Funkmikrofone, modernere Ausstattungen und der Anfang wird etwas detaillierter wiedergegeben. Da „Quarantäne“, zuschauerfreundlich, knapp 90 Minuten laufen muss, ist das nicht verwunderlich. Aber es schadet dem Film nicht. Im Gegenteil. Es macht gleich von Beginn an Spaß, Reporterin Angela und den eingefangenen Bildern zu folgen.

Reporterin Angela ist einer der Höhepunkte in „Quarantäne“. Die Rolle wird von Jennifer Carpenter gespielt. Sie macht ihre Sache wirklich ausgezeichnet und bleibt mit ihrem markanten Gesicht in Erinnerung. Carpenter spielte zuvor schon die Filmschwester von Serienheld „Dexter“ und die Emily in „Der Exorzismus von Emily Rose“. Ihre Kollegen machen einen unauffälligen Job, stehen logischerweise aber auch nicht so im Fokus der Handkamera, wie die Reporterin. Die Sache mit der Handkamera funktioniert gut. Die Bilder werden gut und glaubhaft eingefangen. An einigen Stellen ist das Ganze vielleicht etwas zu glatt und wirkt viel professioneller als bei „[REC]“. Trotzdem kann eine gute Atmosphäre aufgebaut werden und auch die Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Gegen Ende sieht man dann auch einen großen Vorteil von „Quarantäne“, denn der Schluss ist brutal spannend. Da macht es nichts, ob man „[REC]“ gesehen hat, dass Ende kennt oder sonst was. Da ist Grusel-Terror pur angesagt und die sollte man als Horror-Fan gesehen haben.

Es gibt aber auch noch weitere Höhepunkte. Einige Schocks und einige Ekelszenen. Bei letzteren hat man sich besonders Mühe gegeben. Sei es eine geplättete Ratte, ein gebrochenes Bein, oder ein Bohrer, mit dem eine Hirnprobe genommen wird, es geht ganz schön ekelig zur Sache. Die Effekte sind okay. Sehr schön ist eine Szene, in der es eine Infizierte mit dem Aufnahmegerät zu tun bekommt. Aua!

„Quarantäne“ ist ein sehr guter Film, der zwar den Nachteil mit sich bringt, dass er zu sehr an das Original erinnert, der aber auch an einigen Stellen gut nachbearbeitet wurde und mit mehr Schocks, mehr Ekel und mehr Spannung Spaß bringt. Die Authentizität, die „[REC]“ so spannende machte fehlt hier etwas, es gibt aber genug zum Kompensieren. „Quarantäne“ ist einer dieser Horror-Filme, die man gesehen haben sollte. Vielleicht macht es auch Sinn, vorher „[REC]“ zu schauen. Dann kann man wenigstens bei allen Szenen mitreden und Analogien suchen.

Quarantäne  Quarantäne

DVD

Die DVD aus dem Hause Sony liefert eine technisch einwandfreie Qualität ab. Logischerweise ist das Bild nicht das Schärfste und der Ton der Klarste. Diese Umstände bringt das Stilmittel mit sich. Das DVD-Menü ist mit Ausschnitten aus dem Film ausgestattete und lässt erahnen, was auf den Betrachter zukommt.

Als Extras gibt es einen Audiokommentar, ein Making Of, Robert Halls Make-Up Design, Anatomie eines Stunts und vier Trailer. Das Making Of kommt mit deutschen Untertiteln daher, dauert knapp 10 Minuten und gibt dem Interessierten einen guten Einblick in die Hintergründe zum Dreh. Robert Halls Make-Up Design gibt es ebenfalls mit deutschen Untertiteln. Hier bekommt man einen Überblick über die Entstehung der Spezialeffekte. Hier ist die Spielzeit ca. 7 Minuten. Den Abschuss des Bonus-Materials bildet die kleine Dokumentation „Anatomie eines Stunts“, die drei Minuten dauert, auch über deutsche Untertitel verfügt und zeigt, wie man einen Treppenhaus-Stunt macht.

Das Bonus-Material ist zwar nicht sehr üppig, reicht aber um einen gelungenen Filmabend mit ein paar Zusatzinformationen abzuschließen.

Bewertung

Splatter Quarantäne
Spannung Quarantäne
Story Quarantäne
Ekelfaktor Quarantäne
Atmosphäre Quarantäne
Tonqualität Quarantäne
Bildqualität Quarantäne
Zusatzmaterial Quarantäne
Gesamteindruck Quarantäne

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