Tales From The Crapper

Informationen

OT:Tales From The Crapper

ca.98 Minuten

USA 2004

Regie

  • Lloyd Kaufman
  • Dave Paiko
  • Brian Spitz
  • Gabriel Friedman
  • Chad Ferrin
Darsteller

  • Julie Strain
  • Lloyd Kaufman
  • Kevin Eastman
  • Gabriel Friedman
  • u.a.

Tales From The Crapper

Story

Lloyd Kaufman, alias "The Crap Keeper" empfängt uns zu Beginn des Films mit seiner schrillen, überdrehten Art und stellt uns nach einer kleinen Einleitung zwei überaus verrückte Geschichten vor:

In der ersten Geschichte stürzt ein Alien mit seinem beschädigten UFO über einer US-Kleinstadt ab. Um sich Geld für die Reparatur zu verdienen, und nebenbei noch ein paar Erdlinge plattmachen zu können, verwandelt es sich in ein gutaussehendes Busenwunder und arbeitet fortan in einem schmierigen Stripclub. Plötzlich kommt es in dem Amüsieretablissement zu einem Mord nach dem anderen, was auch dem durchaus gut ausgestatten, weiblichen Cop Ivanna Dance (Julie Strain) nicht unbemerkt bleibt. Kurzerhand heuert sie in dem Laden ebenfalls als Stripperin an, um dem blutrünstigen Treiben Einhalt zu gebieten.

In der zweiten Episode feiern drei notgeile College-Studenten eine ausgelassene Stripparty, nichtsahnend dass es sich bei den großbusigen, tanzenden Schönheiten um blutgeile Vampire handelt. Im Verlauf der alkoholgetränkten Fete kommt es deshalb zu einem Gemetzel erster Güte…

Zwischen und während den Geschichten drängt sich immer wieder mal der Crap Keeper ins Geschehen, der uns unter anderem erklärt, wie wir unseren eigenen, verdammten Film drehen können oder was er mit Troma-Mitarbeitern anstellt, die mit seinem Filmmaterial nicht zufrieden sind.

Kritik

Gemäß nach dem Titel des Films fiel mir nur eines ein, nachdem ich das Teil sichtete: Ach du heilige Scheiße! Das Feuerwerk an absolutem Trash, das Lloyd Kaufman hier abfackelt, ist schwer zu beschreiben, dennoch werde ich mir im Folgenden Mühe geben, euch von der Genialität dieses Streifens zu überzeugen. In erster Linie ist dieser Film für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht: Männer, die noch genügend Pubertätsfantasien in der Birne rumflattern haben, dass sie über jeden Scheiß lachen können, und gut drei duzend nackter Titten und Ärsche auch nicht abgeneigt sind. Mit dem muss man nämlichst dringlichst rechnen, sollte man sich dazu entschließen, sich "Tales From The Crapper", bestmöglich in geselliger Runde, anzusehen.

Obwohl der Film weniger als 100 Minuten läuft, hat er mir so unglaublich viele Eindrücke ins Hirn gebrannt, dass ich es sicherlich schwer haben werde, das Beste herauszupicken, weshalb ich jetzt einfach mal mit Beispielen um mich werfe, woran man merkt, dass man es hier mit einem reinrassigen Troma-Film zu tun hat:

Eine Handlung ist quasi nicht vorhanden, ALLES im Film ist ein reiner Aufhänger für möglichst viele nackte Weiber, die durchs Bild tanzen dürfen, blutige Effekte und den grenzdebilen Humor. Llodyd Kaufman richtet seinen erhobenen Mittelfinger nicht selten in Richtung Hollywood, der ganze Film nimmt sich in absolut keiner Weise ernst, hat Null Handlung, sondern hüpft von einer trashigen Sequenz zur Nächsten. Und wenn dann doch mal so etwas wie Handlung oder Dialoge den Zuschauer ermüden könnten, hat Kaufman einen brillanten Einfall parat – das Boner-Vision. In jeder Dialogszene öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man Titten und haufenweise nackte Mädels zu sehen bekommt, wodurch der Sexfaktor den ganzen Streifen hindurch konstant bleibt.

"Tales From The Crapper" zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Macher wirklich alles tun, um die Zuschauer bei Laune halten. Ganz nach dem Motto "Wozu Handlung, wenn man Lesben und Knarren hat?" geht es in jeder einzelnen Szene zur Sache, manchmal Splattertechnisch gesehen, doch meist einfach so Tromamäßig verblödet, dass man den Film einfach in sein Herz schließen muss. Zumindest ich, der gerne Low-Budget Filme sieht, habe mich sofort in "Tales From The Crapper" verliebt, anders kann ich es nicht ausdrücken. Alleine schon Lloyd Kaufman ist den Kauf dieses Films wert, der sich einfach eine Mülltüte über den Kopf gezogen hat und als solcher den Crap Keeper darstellt. In dieser Aufmachung stopft er seinen Mitarbeitern einfach mal Scheiße in den Mund, wenn diese mit seiner Arbeit nicht zufrieden sind, ist aber alles in allem einfach der typische Lloyd Kaufman, wie man ihn aus Interviews usw. kennt. Humorvoll, lustig und eben ein bisschen verrückt.

Jeder, der auch nur ein bisschen Anspruch sucht, sollte dieses Werk auf jeden Fall meiden, da hier eine Fäkalsprache und vorpubertäre Aktionen an der Tagesordnung sind. Penner werden mit ihrem eigenen, steifen Penis erstochen, Hasen vergewaltigt, und ganz plötzlich und völlig sinnfrei gibt es während des Films einen gestellten Audiokommentar von Oliver Stone, der erklärt, wieso es wichtig ist, mindestens einmal das Poloch einer geilen Lesbe in Großaufnahme zu zeigen. Ansonsten ist der Streifen auch völlig sinnentfreit von unpassenden Furzgeräuschen und Tierlauten unterlegt, und selbst, dass weibliche Darstellerinnen plötzlich von einem Mann gesprochen werden, ist hier keine Seltenheit.

Wer sich bei diesen Beschreibungen gegen die Stirn schlägt, weiß nun, dass "Tales From The Crapper" definitiv nicht für ihn geeignet ist. Ich jedoch hatte dank des Films die unterhaltsamsten 98 Minuten seit langem und würde ihn ohne lange zu überlegen als einen der besten Trashfilme bezeichnen, die ich kenne. Ein besonderer Grund zur Freude sind letzten Endes noch die Schauspieler. Allen voran die kurvige Pornodarstellerin Julie Strain, die gleich zwei Rollen spielt und ein absoluter Hingucker ist, geizt nicht mit ihren Reizen. Mit genügend Insiderwissen wird man des weiteren noch viele bekannte Gesichter aus anderen Tromastreifen wiedererkennen können. Weitere Gaststars sind dann noch Ron Jeremy, Ted Raimi, der Bruder von "Tanz der Teufel" Regisseur Sam Raimi, Trey Parker, Schöpfer von "South Park", sowie Eli "Hostel" Roth oder James Gunn, der kürzlich den Invasionshorror "Slither" in die Kinos brachte.

Wer die Werke der Tromastudios kennt und schätzt, sollte sich diesen Film schnellstens zulegen, da er ansonsten Gefahr läuft, einen der absolut besten Filme Lloyd Kaufman’s zu verpassen. Der Gute weiß eben, was sein Publikum von ihm will und gibt ihm all das zurück, was er ihm schuldig ist. Einen solch erschlagenden Haufen Titten und Blödsinn muss man erst einmal verkraften können. Im Sekundentakt ballert einen "Tales From The Crapper" mit Perversitäten und Anstößigkeiten zu, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist dadurch einfach eins: Das geilste Trasherlebnis, das ich bislang hatte. Mal sehen, ob "Terror Firmer" oder "Citizen Toxie" das noch toppen können…

Bewertung

Splatter Tales From The Crapper
Spannung Tales From The Crapper
Story Tales From The Crapper
Ekelfaktor Tales From The Crapper
Atmosphäre Tales From The Crapper
Gesamt Tales From The Crapper

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