Vidocq

Informationen

Darsteller
  • Gerard Depardieu
  • Guillaume Canet
  • Ines Sastre
RegiePitof
Tonformat
  • DTS
  • Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround 2.0
Bildformat
  • 16 : 9 / 1:1
  • 85 anamorph
SprachenDeutschund Französisch
UntertitelDeutsch
FSK16
Ländercode2
DrehlandFrankreich 2001
Jahr2001
Filmlängeca. 94 Minuten
VerleihSunfilm
OriginaltitelVidocq
Vidocq

Vidocq

Story

Im Jahre 1830 verbreitet ein unheimliches Phantom mit Spiegelmaske, Angst und Schrecken in den Armenvierteln von Paris. Einige jungfräuliche Mädchen sind dem Phantom, dass „Der Alchemist“ genannt wird, schon zum Opfer gefallen. Die Armen interessieren die gehobene Gesellschaft nicht sonderlich, doch als zwei von ihnen auf mysteriöse Art vom Blitz erschlagen werden, wird man unruhig.

Vidocq, ein Detektiv mit verbrecherischer Vergangenheit, nimmt sich des Falles an. Als es zu einer Begegnung in einer Glasbläserei kommt, entfacht ein Kampf zwischen Vidocq und dem Phantom, bei dem der Detektiv den kürzeren zieht. In einem Brunnen hängend, der tief in der Erde ein loderndes Feuer in sich trägt, fleht er das Wesen an die Maske abzunehmen, damit er sein Gesicht sehen könne. Als dies geschieht, lässt sich der Detektiv vor Schrecken in die Flammen fallen…

Nachdem der Tod von Vidocq in den Strassen Frankreichs verkündet wird, herrscht große Trauer unter den armen Bürgern. Ein junger Autor namens Etienne, begibt sich auf den Weg nach Paris, um eine Biografie über den Toten zu schreiben. Er sucht Vidocq´s ehemaligen Helfer auf, um weitere Informationen über ihn zu sammeln. Er erfährt grausame Dinge über den „Alchimisten“ und beschließt die Sache zu ergründen. Dabei stößt er auf ein Welt, die ihm völlig fremd war, die bizarrer und gewalttätiger ist als er sich es hätte träumen lassen. Er sieht das, was Vidocq vor ihm sah und kommt dabei dem Phantom immer näher …

Kritik

"Vidocq", der eine Mischung aus Horror- und Fantasyfilm ist, kommt etwas ungewöhnlich über die heimische Leinwand. Nicht weil es ein Film ist der sich neben dem amerikanischen Mainstream bewegt, nein er besticht besonders durch seine unkonventionelle Erzählweise der Geschehnisse. Konzentration ist höchstes Gebot beim Betrachten, denn eine kurze Ablenkung kann schon dazu führen das man „raus“ ist. Doch wenn man bei der Sache ist, kann man sich von einem wirklich bemerkenswerten Film unterhalten lassen.

Die Geschichte wird nicht einfach runtergerasselt, sondern sie wird in mehreren Etappen, mit nicht gerade wenigen Zeitsprüngen erzählt. Deutlich wird dies bereits am Anfang, denn bereits in der ersten Szene muss Vidocq offensichtlich dran glauben. Noch bevor man sich richtig in den Film reingedacht hat ist der Protagonist, der im übrigen von Gerard Depardieu gespielt wird, von der Bildfläche verschwunden. Doch glücklicherweise gibt es ja die angesprochenen Rückblicke und so kommt man doch noch in den Genuss, dem dicken Franzosen bei seinen Recherchen zu beobachten. Das Depardieu ein grandioser Schauspieler ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, er macht sich sogar in einigen anstrengenden Szenen ganz gut und überzeugt so wie es sein sollte. Seine recht unbekannten Kollegen tun es ihm im übrigen gleich, was für den Film sehr förderlich ist.

Neben der „ungewöhnlich-guten“ Geschichte gibt es eine Menge Spezialeffekte, die aber leider nicht immer 100%ig überzeugen können, rasante Kamerafahrten, schnelle Schnitte und sogar einige Szenen, die Splatterfans Freudetränen in die Augen treiben, da man bei einer FSK 16 gar nicht davon ausgehen kann, dass sie vorkommen. Sie sind zwar nicht übermäßig brutal und häufig, für diese Altersfreigabe finde ich sie aber sehr hart ( Was natürlich positiv gemeint ist!).

Die Kulissen wurden sehr gut gewählt, beziehungsweise digital hergestellt und lassen einen erahnen, wie es in Frankreich vor einigen Jahren ausgesehen haben könnte. Die düstere Stimmung trägt zu einer guten Atmosphäre bei, die auch von guten Sounds unterstützt wird. Man bekommt bei „Vidocq“ also einiges geboten aber ich denke das der Film nicht alle Geschmäcker treffen wird. Wer Fantasyfilme grundsätzlich ablehnt, wird mit dieser Genremischung wohl keinen Spass haben und sollte daher die DVD auch im Regal lassen. Wer solche Filme aber mag und ein wenig Horror nicht abgeneigt ist, dem möchte ich diesen ungewöhnlichen Streifen ans Herz legen. Wenn jetzt jemand sagt das er den Film kennt und scheiße findet, dem sei gesagt das ich ihn auch zweimal betrachten musste um richtig durchzusteigen. Dies ist neben einigen nicht so gelungenen Effekten auch sicherlich der große Nachteil des Films, denn leicht verständlich ist er mit Sicherheit nicht!

„Vidocq“ ist seit dem 20.01.2003 im Verleih und ab dem 07.04.2003 als Kaufversion erhältlich.

DVD

„ca. 160 Minuten SPECIAL FEATURES“, so steht es auf der DVD Verpackung und dies war es Sunfilm wert, eine Extra DVD mit in die Hülle zu packen! Mal abgesehen davon, dass knappe zwei Stunden nur Interviews sind, finde ich es klasse das man über ein solchen Film soviel Hintergrundwissen erfährt. Andere Label, die „bessere“ Filme rausbringen haben es meist nicht nötig den Käufer mit Informationen zu überfluten und legen meist Wert auf eine dickere Einnahme. Neben den zwei Stunden füllenden Gesprächen gibt es weiter 40 Minuten, die aus einem Making of zum Film und einem zum „The Mask“, Teaser, Trailer Bio- und Filmografien und weitere Kleinigkeiten. Das Material überzeugt auf ganzer Linie und ist wirklich sehenswert!

Auf der Haupt-DVD befinden sich ein paar Trailer und ein Musikvideo, die das ganze noch abrunden.

Bewertung

SplatterVidocq
SpannungVidocq
AtmosphäreVidocq
TonVidocq
BildVidocq
FeaturesVidocq
GesamtVidocq

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