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30
Tage ohne Sonnenlicht.
In Form der Polarnacht bricht jährlich die Dunkelheit über das kleine
Dörfchen Barrow in Alaska ein. Daher verschwindet die meisten der Einwohner
am letzten Sonnentag, um der großen Depression zu entfliehen. Einige
bleiben allerdings, da sie kein Interesse haben, ihre Heimat zu verlassen.
Als der letzte Flieger das kleine, von der Außenwelt abgeschnittene,
Örtchen verlassen hat, geschehen seltsame Dinge. Der Sheriff findet
verbrannte Handys, zerstückelte Hunde und wenig später den ersten Toten.
Nachdem auch die technischen Anlagen den Geist aufgeben, ist Sheriff Eben
Oleson und den Verbliebenen klar, dass sie in großer Gefahr sind.
Ein seltsamer Kauz, der das Dorf besucht, gibt dann den entscheidenden
Hinweis darauf, dass fremde Gestallten über Barrow herfallen. Der
verstörte Mann behauptet, dass nicht der Winter, sondern der Tod für das
kalte Klima zuständig ist. Und er soll recht behalten. Eine Schar
Blutsauger macht sich über Barrow und seine Bewohner her. Mit der Absicht,
alles zu töten… |
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Vampir-Filme gibt es viele. Da fällt es den
geneigten Machern schwer, etwas Neues zu kreieren. Das Alte hat sich
bewährt und einige Ausflüge in das Genre mit modernen Ideen, sind
gescheitert. Bei „30 Days Of Night“ ist das aber anders. Hier wurde
quasi eine neue Spezies geschaffen, die zwar eindeutig vampirisch ist, aber
ein anderes Verhalten an den Tag legt. Sie erinnert in ihrer Art zwar stark
an die Zombies aus „28 Days Later“ und dessen Sequel „28 Weeks Later“,
dass sollte den Betrachter aber nicht im geringsten stören, sondern
vielmehr (positiv) verstören. Denn die neumodischen Blutsauger bringen
richtig Schwung und Irritation in die Geschichte respektive auf die
Leinwand.
Die Geschichte dreht sich um ein eingeschneites Dorf, welches für einen
Monat keine Sonne sehen soll. Leute die Angst haben, dass alles im tiefsten
Dunkel abläuft und so die Guckqualität nicht so hoch ist, können beruhigt
werden. Aufgrund des Restlichts und des hellen Schnees hat man oft den
Eindruck, dass helllichter Tag wäre. Spannung gibt es von Beginn an. Diese
baut sich langsam auf und hält sich bis zum Ende. Fast ohne Unterbrechung.
Nur beim einzigen Schwachpunkt des Films, dem zähen Showdown, kommt ein
wenig Langeweile auf.
Zwischendrin gibt es aber nichts, was nur annähernd mit Langeweile in
Verbindung gebracht werden kann. Die düsteren Figuren und die klasse
Atmosphäre lassen den Betrachter kaum zur Ruhe kommen. Zudem will er
wissen, warum die Fremden da sind, was sie vorhaben und warum sie so sind,
wie sie sind. An dieser Stelle soll jetzt nicht zuviel verraten werden. Aber
als Interessierter kommt man durchaus auf seine Kosten, da die Lösung nicht
einfach auf dem Silbertablett serviert wird.
Die
Masken der Vampire müssen fast schon als sensationell eingestuft werden. So
böse hat man Vampire nur selten gesehen. Mit ihren komischen Köpfen, den
pechschwarzen Augen und ihren üblen Zähnen tragen sie maßgeblich zur
Erzeugung der Atmosphäre bei. Und sie sind auch dafür verantwortlich, dass
es relativ hart zu Sache geht. Mit Kunstblut wurde auf jeden Fall nicht
gespart und wie schick sich das auf weißem Schnee macht, müsste sich jeder
vorstellen können.
Die Geschichte beruht auf einer Comic-Serie namens „30
Days Of Night“, die von Steve
Niles und Ben Templesmith im Jahre 2002 geschaffen wurde. Jung-Regisseur
David Slade bekam die Chance das ganze umzusetzen und so einen guten Start
bei seinem ersten Auftritt im Horror-Genre hinzulegen. Unterstützt wurde er
von keinem Geringerem als Sam („Tanz der Teufel“) Raimi, der die
Produktion des Streifens übernahm. Raimi und Slade haben bei der Auswahl
des Drehortes ein gutes Händchen gehabt. Gedreht wurde in Neuseeland.
Die mit der Kamera eingefangenen Bilder erinnern bei einigen sensationellen
Aufnahmen tatsächlich an die Schönheit des 49. Bundesstaat der USA.
Was den Machern des Films ebenfalls hoch angerechnet werden muss, ist die
Tatsache das sie es schaffen in einigen Szenen eine klaustrophobische
Stimmung zu erzeugen. Gerade wenn die Überlebenden unter dem Dach ihres
Schutzhauses lungern, meint man sich atmosphärisch in Filme wie „Night Of
The Living Dead“ versetzt.
Schauspielerisch bewegt man sich bei „30 Days Of Night“ nicht auf
allerhöchstem Niveau. Besonders auffällig ist Josh
Hartnett („Halloween H20“ uva.). Allerdings nicht im positiven Sinne. Er
wirkt hölzern in seiner Art und hat zudem das Pech, dass er als Hero,
gerade in der Anfangsphase, schon wie ein Überheld wirkt. Neben der
schauspielerischen Masse hebt sich sonst nur noch Ben
Foster (Viele TV-Produktionen und einige nicht Horror-Produktionen) ab. Dies
hat er aber mit Sicherheit seiner schmutzig, fiesen Rolle als Hilfshansel
der Vampire zu verdanken.
Unterm Strich ist „30
Days Of Night“ ein Film, der positiver ausfällt als man es annehmen
durfte. Die negativen Seiten an ihm sind gering, was für beste Unterhaltung
sorgt. Er ist zwar nicht perfekt, könnte sich aber als wichtiger
Bestandteil einer neuen Vampir-Ära herausstellen. Zu hoffen wäre es. |