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Dexter
Morgan ist Forensiker im Miami Police Department und auf Blut
spezialisiert. Bis auf seinen beruflichen Tick scheint er ein
recht normaler Typ zu sein. Er hat ein gepflegtes Äußeres, ist
zuvorkommend, freundlich, intelligent und führt mit seiner
Freundin Rita
und deren Kindern ein beschauliches Familienleben. Zudem ist er
daran interessiert, seine Schwester Debra auf der Karriereleiter
der Polizei nach oben zu hieven.
Doch dieser nette Eindruck täuscht. Dexter ist ein
serienmordender Psychopath, der das Böse ausrotten will. Nicht in
der Lage Gefühle zu empfinden, aber mit dem Geschick ein normales
Leben vorzutäuschen. Als Miami von einer Mordserie heimgesucht
wird, ist Dexter natürlich sehr daran interessiert. Der Kühllasterkillers
bereitet seine Opfer ohne Blut und so auf, dass Dexter verzückt
ist. Aber der Kühllasterkillers führt weit mehr im Schilde. Er
scheint mit Dexter ein Spiel zu spielen und will ihn
offensichtlich herausfordern... |
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Das
hat die Welt noch nicht gesehen: Ein Serienmörder wird der Held
einer TV-Serie. Wo den Dahmers, den Tschikatilos oder den Bundys
der Welt eher Abstoßung und Ablehnung entgegengebracht wird, ist
Serienstar Dexter einer zum lieb haben. Ein Sympathieträger durch
und durch. Klar. Der Unterschied zwischen Realität und Fiktion
ist nicht zu verachten. Doch es ist schon bemerkenswert, was die
Macher der TV-Reihe „Dexter“ aus den Buchvorlagen von Jeff
Lindsay da auf den Bildschirm gezaubert haben.
Wahrscheinlich ist es die Mischung, die „Dexter“ so
interessant macht. Es gibt spannende Momente, entspannte Momente,
witzige Szenen, traurige Szenen, viel Humor, noch mehr schwarzen
Humor, Ernst, Tod und Heiterkeit. Die Mischung passt auf jeden
Fall. Es wird wirklich nie langweilig. Gerade nicht, weil auch die
Hauptstory, die sich durch die 12 Episoden der Season 1 zieht,
extrem unterhaltsam ist. Zum einen geht es natürlich um den
fremden Killer, zum anderen ist die Vergangenheitsbewältigung von
Dexter höchstinteressant.
Getragen wird „Dexter“ natürlich von Dexter, der von Michael
C. Hall („Six Feet Under“) wiedergegeben wird. Hall macht
seine Sache nahezu perfekt. Man nimmt ihm seine gespaltene Persönlichkeit
ohne Probleme ab. Was bei seiner Rolle sehr gefällt, sind die
selbst gesprochenen Kommentare aus dem Off, die ihre Wirkung nie
verfehlen und immer wieder sarkastischen Humor über die Serie
verteilen. Zudem zeigen sie, wie es im inneren unseres
Protagonisten aussieht. Auch in den Nebenrollen sitzen Leute, die
ihr Handwerk verstehen und zum guten Gelingen der Serie beitragen.
Es gibt keine blassen Rollen. Entweder ist sie sympathisch,
unsympathisch, witzig, nervig, versaut oder mit sonst einem
Attribut besetzt.
In Sachen Horror, Slatter und Gore wurde natürlich Zurückhaltung
geübt. Das Format ist ja für das TV bestimmt und da kann man
nicht alle zwei Minuten jemanden mit der Kettensäge zerteilen.
Aber es gibt durchaus Sachen zu sehen, die Schwachmägler mit Übelkeitsgefühlen
überschütten dürften. Mehr wird in Sachen Bildgewalt gezeigt.
Denn einige Aufnahmen aus Miami und Umgebung sind wirklich
gewaltig. Ob bei Nacht im Rotlicht- oder Amüsierviertel oder bei
Tage an den feuchten Tatorten. Die Regisseure und Kameramänner
haben hier gute Arbeit geleistet und ein kontrastreiches Material
zusammengefilmt. Gleiches gilt auch für die Abteilung Sound.
Immer wieder dringen kubanischen Rhythmen aus den Boxen, welche
die Hüften des Betrachtes zur Bewegung animieren wollen. Aber die
ist ja im Sessel eingepfergt, weil der Besitzer wissen muss, wie
es weitergeht.
Müsste man nicht dem ein oder anderen menschlichen Bedürfnis wie
Arbeit oder Schlaf nachgehen, könnte man sich die vier DVDs von
„Dexter – Die erste Season“ problemlos in Folge reinziehen.
Aber auch so vergehen die 651 Minuten viel zu schnell. Haben großes
Suchtpotential und lassen hoffen, dass auch die zweite Staffel
baldmöglichst auf DVD in den Verkaufsläden vorhanden ist. |