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Nach den
grenzdebilen Beiträgen "Maniac
Killer" (1997), "Maniac Killer 2 - Back In Action" (1998),
"Ich piss' auf deinen Kadaver" (1999) und
"Piratenmassaker" (2000) kennt der Anti-Filmemacher Jochen Taubert
kein Pardon und serviert im Jahre 2000 den nächsten filmischen Dünnschiss.
Mit irgendwelchen Erwartungen darf man als Filmfan eh nicht an diese
Möchtegern-Trasher gehen, aber wer gerne Grenzerfahrungen machen möchte,
muss da einfach dadurch.
Und das ist leichter gesagt als getan. "Exhibitionisten
Attacke" bietet nämlich über 94 Minuten reinsten und unlustigen
Schwachsinn. Gleich zu Beginn wird einem das bewusst: Eine
Mädchen-Musikgruppe schwingt über fünf Minuten die Hüfte zu
abgrundschlechtem Techno-Sound. Eine der Damen spielt natürlich lustig auf
einer E-Gitarre, obwohl dieses Instrument gar nicht Teil der Musik ist. Und,
als ob die Qual nicht schon groß genug ist, beginnt die absolut
untalentierte Protagonistin zu singen... Ein Gräuel für den Gehörgang des
Betrachters.
Die präsentierte
Geschichte ist dann ebenso schlecht und hirnlos. Das Horror-Film der
Realität meist nicht sehr nahe sind, ist ja bekannt, aber warum stellt ein
Arzt böse Exhibitionisten her? Egal... Und die Tatsache, dass ein Arzt
mitspielt ist wohl nur dadurch zustande gekommen, weil Taubert irgendwelche
Aufnahmen von einer endoskopischen Operation bekommen hat. Die im Übrigen
ekelerregend sind und in einem Film nichts zu suchen haben.
Neben dem Plot
erhofft sich der geneigte Betrachter dann wenigstens Splatter-Einlagen, wird
aber auch hier enttäuscht. Taubert und seine Crew bringen es nicht fertig,
einen Spezialeffekt zu erschaffen. Es geschieht lediglich etwas im Off und
dann kommt die Spritze zum Einsatz um den Beteiligten ins Gesicht zu bluten.
Die einzigen "Hingucker" werden einmal mehr von irgendwelchen
Auto-Verfolgungsjagden erzeugt, die aber wohl kaum jemand in einem
Horror-Film sehen will.
Schauspieltechnisch
befindet man sich weit unterhalb der Oberfläche. Dies gilt besonders für
die Hauptdarstellerin. Der Einzige, der annähernd als Schauspieler
bezeichnet werden kann ist der Vater der Hauptrolle und Supermann, der aber
nicht so gut spielt, dass man sich seinen Namen unbedingt merken muss.
Wahrscheinlich wäre er eh besser als Clown im Zirkus aufgehoben, wo er ja
vielleicht auch her kommt? Man weiß es nicht. Auch die Bundeswehrsoldaten
aus dem Elitetrupp geben alles, um sich richtig lächerlich zu machen. Vor
der Kamera wirken die "harten Jungs" wie Vollidioten - mit
Spielzeugwaffen und Hinterladergewehren. Ob die "Darsteller"
jemals das Militär besucht oder auch nur beobachtet haben, darf bezweifelt
werden.
Neben den Menschen,
der Effekte und der Geschichte hebt sich noch der Soundtrack hervor. Die
für den Anfang des Films benutzten Klänge ziehen sich leider durch den
ganzen Film, was durchaus Kopfschmerzen verursachen kann.
Unterm Strich
bleibt also nichts. Nichts Positives. Nichts, was ansatzweise lustig ist und
nichts, was einen Unterhaltungswert aufweist. Das ist ebenso erschreckend
wie die Tatsache, dass jeder der diesen Film guckt, 94 Minuten seines Lebens
wegschmeißt. Taubert ist und bleibt einfach talentfrei. |