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Regisseur Mark
L. Lester hat in seiner Karriere als Regisseur durchaus Erfolge
aufzuweisen. Für das Horror-Genre hat er „Der Feuerteufel“ und
unter anderem „Die Klasse von 1984“ geschaffen und somit
gerechtfertigten Ruhm geerntet. „Insemination“ ist auch ein Werk
von ihm, allerdings eher routiniert als experimentell in den Kasten
gebracht. Man merkt ihm die 10 Jahre Unterschied zwischen seinen
Bestsellern und „Insemination“ schon deutlich an.
Dabei
beginnt es gar nicht mal so uninteressant. Ein Serienmörder geht um
und bringt Leute aus belanglosen Gründen um. Die Geschichte ist
natürlich fiktiv, dennoch freut sich der geneigte Betrachter auf
das, was da noch kommen soll. Doch die Freude verfliegt relativ
schnell. Ist es noch so eben interessant zu beobachten, wie der
Killer die neue Identität seines letzten Opfers annimmt, beginnt
danach das große Gähnen. Der Killer will die Frau, die seine
Samenspende bekommen hat besitzen, wobei ihm der Ehemann im Weg
steht. Anstatt hinzugehen und den Nebenbuhler abzuknallen, entsteht
eine uninteressante Dreiecksbeziehung, die sehr detailverliebt in
den Kasten gebracht wurde.
Schade
eigentlich, da Mark L. Lester ja durchaus schon gezeigt hat, dass er
bessere, überraschendere Handlungsverläufe verfilmen kann. Dafür
hat Lester den Schwerpunkt auf unnötige Action-Szenen verlegt, die
in einem solchen Film eigentlich nichts zu suchen haben. In Filmen
mit Serienkiller-Beteiligung sollte auf die Psyche des Verstörten
eingegangen werden, was hier überhaupt gar nicht der Fall
ist.
Trotz der
Schwachpunkte gibt es an Lesters Regie nichts zu meckern. Er filmt
alles sorgfältig ab und lässt so einen professionellen Eindruck
entstehen. Das bringt natürlich nicht viel, wenn die Thematik nicht
interessant ist und der Film im Verlauf langweilig wird. Die
Darsteller machen ebenfalls einen professionellen Eindruck, was den
Film aber auch nicht gerade nach vorne bringt.
Somit
bleibt festzustellen, dass Mark L. Lester mit „Insemination“
einen ziemlich überflüssigen Film auf den Markt gebracht hat, der
zwar Potential für einen guten Streifen besitzt, dieses aber nicht
abruft. Schade eigentlich... |