|
In einem Forschungszentrum einer
amerikanischen Kleinstadt arbeiten einige Wissenschaftler an der Erforschung
der Wirkung von verschiedenen biochemischen Substanzen. Die Wissenschaft
steht noch vor einigen grundlegenden Fragen, die beantwortet werden müssen
um die verschiedensten Verhaltensweisen von Mensch und Tier zu verstehen.
Wenige Kilometer vom Forschungszentrum entfernt, kommt es wiederholt zu
Angriffen auf die Kühe eines einheimischen Bauern. Angeblich sollen Wölfe
oder ähnliche wilde Tiere für die Massaker verantwortlich sein, doch nicht
alle Einwohner sind dieser Meinung und auch ein Experte schließt wilde
Tiere kategorisch aus. Ein Wissenschaftler vermutet, dass sich Hunde zu
einem Rudel zusammengetan haben und organisiert angreifen. Doch mit dieser
Meinung steht er alleine da. Vorerst.
Der Bürgermeister, der gebeten wird zu handeln, lehnt ein Eingreifen ab.
Doch als plötzlich einige Hunde bei einem Kinderfest durchdrehen, ändert
sich die Meinung der Verantwortlichen. Der Sheriff startet mit einigen
bewaffneten Männern eine Treibjagd, von der niemand zurückkommen soll... |
|
Hunde sind nicht gerade die exotischsten
Geschöpfe für einen Horror-Film mit Tierbeteiligung. Auch wenn es
sicherlich Leute gibt, die vor dem besten Freund des Menschen Angst haben.
Dennoch bietet die Mannigfaltigkeit des Tierreichs üblere Bedrohungen wie
zum Beispiel Schecken, Frösche, Geckos oder auch Spinnen, die durch
irgendwelche Umstände zu einer echten Bedrohung werden. Macht man also
einen Horror-Film mit Hundebeteiligung, muss man sich schon etwas einfallen
lassen, um den Betrachter aus den Socken zu hauen. Und hier liegt vielleicht
das Hauptproblem von "Killerhunde". Die Story ist trivial und
wenig originell. Irgendwelche Hunde verrudeln sich aus irgendwelchen
Gründen und haben plötzlich Lust alles Mögliche zu zerfleischen.
Der Anfang der Geschichte ist dabei noch recht interessant gestaltet. Zwar
mit vielen Dialogen ausgestattet, die sich aber mit wissenschaftlichen
Themen befassen, welche fundiert und gut ausgearbeitet sind. Sicherlich ist
leicht erkennbar, dass die Wissenschaft in den 70er Jahren noch nicht ganz
soweit war und einige der "hochwissenschaftlichen Themen"
mittlerweile zur Allgemeinbildung gehören. Leider ist dann irgendwann das
Thema Forschung ausgelutscht und es geht zu nahtlos zu Fülldialogen über,
die den zweiten Teil des Films deutlich langweiliger machen. Zwar gibt es
hier ein vermehrtes Auftreten der Hunde und auch Überfälle auf Menschen,
dass Ganze will aber nicht so recht wirken und die Spannung hält sich dabei
in Grenzen. Einige Angriffe der Hunde sind recht hart und blutig geworden,
haben aber das Problem das der Regisseur meist nach dem gleichen Schema
vorgeht. Und das verwundert wenig. Burt Brinckerhoff ist nicht wegen seiner
Horror-Filme bekannt geworden sondern durch Serien wie
"Denver-Clan", "Alf" oder beispielsweise
"Magnum" bei denen er Regie führte.
Letztendlich plätschert der Film nur noch vor sich hin und zeigt neben den
inhaltlich wichtigen Szenen viel Füllmaterial. Man hätte sicherlich Zeit
genug gehabt, die durchaus interessanten Charaktere etwas näher
vorzustellen, doch darauf wurde weitgehend verzichtet. Daher kann sich auch
keiner der Darsteller wirklich auszeichnen. Glücklicherweise fallen die
Akteure nicht allzu sehr auf, was ja schon mal bedeutet, dass keiner von
ihnen wirklich schlecht spielt.
Insgesamt gesehen ist "Killerhunde" zwar kein schlechter Film,
aber auch kein guter. Falls man sich für Tier-Horror interessiert, kann der
Film durchaus unterhaltsam sein, allerdings darf man nicht mehr erwarten,
als das altbekannte 0815-Muster. Der Anfang ist recht gut gelungen und Blut
gibt es auch. Richtig zu überzeugen weiß "Killerhunde"
allerdings nicht. |