|
Professor George Hacker befindet sich in
Ägypten und hat gerade eine uralte Grabkammer eines Pharaos entdeckt, die
er natürlich umgehend öffnet. Beim Betreten wird einer seiner Mitarbeiter
getötet und der Forscher selbst wird plötzlich durch blaue Strahlen
geblendet, die ihm das Augenlicht rauben. Zur gleichen Zeit bekommt seine
kleine Tochter, von einer mysteriösen einheimischen Frau ein Amulett
geschenkt.
Zurück in ihrer Heimat, New York, müssen der blinde Forscher, dass kleine
Mädchen und einige Bekannte feststellen, dass das Amulett eine unheimliche
Wirkung auf sie ausübt. Das Mädchen scheint vom Geist des alten Pharao
besessen zu sein, was für ihre Umwelt tödliche Folgen hat. Hacker erlangt
sein Augenlicht zwar zurück, doch das was er mit ansehen muss, wollte er
nie sehen...
Als George und seine Familie nicht mehr weiter wissen, schalten sie einen
Mann ein, der dem Kind den bösen Geist austreiben soll... |
|
„Manhattan Baby“ ist laut Astro die
freigegebene Kinofassung von „Amulett des Bösen“, die sowohl fassungs-
als auch filmtechnisch oft kopiert und auch oft erreicht wurde... Zahlreiche
Versionen sind auf dem Markt zu bekommen und das schlimme an der ganzen
Sache ist, dass selbst die ungeschnittene nicht zu überzeugen weiß. Zwar
handelt es sich bei dem Streifen um einen echten Fulci, was man ihm auch
ohne Frage anmerkt, aber es ist wohl auch einer der schlechtesten Filme, die
der Horrormeister zu Lebzeiten in den Kasten gebracht hat.
Die Story beginnt zwar recht interessant, mit den Ausgrabungen in Ägypten,
doch als die Forschenden wieder in der amerikanischen Heimat einkehren und
dort von seltsamen Dingen verwirrt und terrorisiert werden, ist der ganze
Spaß abrupt vorbei. Zwar sind noch mystische Momente vorhanden, die auch
mit einer recht soliden Atmosphäre untermauert sind, doch in der alten
Pyramide kam das ohne Frage besser rüber und wirkt in Manhattan recht
trostlos und wenig authentisch.
Trotzdem verfügt „Manhattan Baby“ über den gewissen Fulci-Charme, was
natürlich auch bedeutet, dass alles etwas wirr und zusammenhanglos wirkt
und in einer typischen Eintönigkeit abgelichtet ist, die hier meist von
einem blasses Blau dargestellt wird. Kameratechnisch gibt es bis auf paar
Grossaufnahmen auch nicht wirklich viel zu betrachten und erst recht keine
Splatter- oder Goreeffekte. Fulci hat sich nämlich merklich
zurückgehalten, was seine wirklichen Fans sicherlich enttäuschen wird.
Hier und da gibt es mal etwas Blut und gegen Ende auch noch etwas goriges,
dass war es dann aber auch schon. Das FSK 18 hat er sich nicht verdient und
bei einer erneuten Prüfung würde es sicherlich in ein FSK 16 umgewandelt
werden. Auch die Schauspieler lassen durch ihre statische Art etwas zu
wünschen übrig, allerdings ist das in Sachen Fulci ja auch nichts neues...
Nicht neu ist auch ein kleiner (hässlicher) Junge, dessen Gesicht bestens
aus dem Film „Das Haus an der Friedhofmauer“ bekannt ist.
Das Einzige, was neben dem Anfang noch gefällt, ist die typische
Synthie-Musik, die unweigerlich an den Streifen „Geisterstadt der Zombies“
oder andere Fulci Werke erinnert und selbst noch wohlklingend im Ohr
verbleibt, wenn die Kassette, respektive die DVD, längst aus dem Player
verschwunden ist. Doch dies reicht bei weitem nicht, um den Film zu einem
durchschnittlichen Fulci-Werk aufzuwerten. Freunde des verstorbenen
Kultregisseurs sollten ihn sich ruhig mal antun, alle anderen werden über
solch ein Filmchen wohl nur enttäuscht sein... |