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Im Jahre 1985 wird die Stadt Los Angeles von
einer Mordserie heimgesucht. Ein drogensüchtiger Killer bricht in die
Wohnungen junger Frauen ein, um die Bewohnerinnen zu vergewaltigen und
schließlich bestialisch zu töten. In den Wohnungen hinterlässt er
satanische Malereien, was von den Medien schnell zu einer Mega-Story
aufgeputscht wird.
Streifenpolizistin Gabriella Martinez wird mit den Morden konfrontiert und
sieht in der Lösung des Mordfalls eine Aufstiegschance. Auf Empfehlung
eines Kollegen schafft sie es schließlich in den Kreis der Ermittler.
Gabriella soll im Laufe der Ermittlungen allerdings mehr Probleme durch ihre
Kollegen bekommen, als ihr lieb sein kann. Trotz allem bleibt sie am Ball
und kann sich glücklich schätzen, dass sie ihr Streifen-Kollege von der
Straße nicht vergessen hat. |
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Der Film "Nightstalker" möchte ein
Film über den realen Serienkiller Richard Ramirez sein, der 1985
tatsächlich in L.A. mordete. Allerdings ist der Streifen nicht besonders
gelungen, was nicht zuletzt daran liegt, dass man sich gar nicht wirklich um
Richard Ramirez kümmert. Im Vordergrund steht nämlich die Geschichte der
Streifenpolizistin Gabriella Martinez, denn ca. 90 % des Films handelt von
ihr. Wie sie erst auf Streife ist, dann in die Morde involviert wird,
schließlich in die Ermittlungsgruppe aufgenommen wird, dort Probleme hat
und so weiter und so weiter. Fans irgendwelcher Kriminal-Filme könnten
durchaus ihre Freude mit solchen Geschehnissen haben, wer aber etwas über
den "Nightstalker" erfahren will, ist hier ziemlich falsch.
Man sieht Richard Ramirez nämlich in einer sehr verwirrenden Art und Weise
dargestellt. Immer wenn er ins Bild rauscht wird das Ganze in x-facher
Geschwindigkeit abgespielt und mit harten Rock-Klängen unterlegt.
Vermutlich um darzustellen, dass Richard Ramirez so ziemlich immer unter
Drogen stand. Zudem wird in diesen Szenen immer wieder eine Art Monster
eingeblendet, welches dem Killer irgendwelche Befehle zu geben scheint. Als
einmalige Darstellung wäre dieses Stilmittel sicherlich nicht schlecht
gewesen und hätte eine verstörende Stimmung verbreiten können. Allerdings
geht es einem bereits nach wenigen Malen dermaßen auf den Senkel, dass man
sich unweigerlich fragt, ob sich einer der Macher ihr
"Meisterwerk" mal nach Abschluss des Drehs angeguckt hat...
Außerdem müsste man, ähnlich wie bei Konsolenspielen, eine Warnung für
Epileptiker ausgeben, da die schnelle Bildfolge den ein oder andren
Aussetzer der Wahrnehmung zur Folge haben könnte.
Dann kommt noch hinzu, dass Bret Roberts leider keinerlei Ähnlichkeit mit
dem Original hat, auch wenn er gegen Ende versucht das satanische Grinsen
des Richard Ramirez zu kopieren. Von ihm ist auch nicht wirklich zu sehen,
was eine Bewertung seiner schauspielerischen Fähigkeit zulassen könnte.
Seine Kolleginnen und Kollegen machen ihren Job recht gut, es ist zumindest
keiner dabei, der positiv oder negativ aus der Reihe fällt.
Wenn man nun Interesse am Thema "Nightstalker" hat, bleibt einem
nicht mehr viel, was positiv zu erwähnen wäre - im Gegenteil. Die Story
ist relativ lasch und langweilig, die Schockeffekte reißen keinen vom
Hocker. Die wahre Geschichte wurde zugunsten der weiblichen Protagonisten so
umgeschrieben, dass sie im Mittelpunkt und einem guten Licht dasteht. Dann
kommt noch hinzu, dass alles sehr vorhersehbar ist, was die Spannung
natürlich auf ein sehr niedriges Level drückt.
Nach dem Betrachten kann man behaupten, dass die Verfilmung des
"Nighstalker" absoluter Murks ist. Die Geschichte des Killers
bietet weit mehr Potential, um einen guten Streifen über Richard Ramirez zu
drehen und den Interessierten etwas Näheres über den Serienkiller zu
vermitteln. Schade! |