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In einem Forschungsbecken züchtet die
Regierung Piranhas, um aus ihnen Killerbestien zu machen. Aber wie es so
kommen muss, schlägt das Experiment fehl und die kleinen Viecher entkommen
in die Freiheit. Ein trinkfester Typ und eine attraktive Detektivin bekommen
die ganze Sache mit und machen sich natürlich große Sorgen. Denn die
Piranhas sind mittlerweile robuste kleine Killer geworden, die sich an
verschiedene Umstände anpassen können. Sie können zum Beispiel sowohl im
Salzwasser als auch in ihrem eigentlichen Lebensraum, dem Süßwasser
überleben.
Der erste Weg führt die gefräßigen Fische allerdings den Fluss hinunter,
wo ahnungslose Urlauber ihre Ferien verbringen. Der Trinker und die
Detektivin wollen nun versuchen das Militär um Hilfe zu bitten, da die ja
diesen ganzen Schlamassel ausgelöst haben. Die Fische sollten nämlich nach
erfolgreicher Manipulation in das Vietnamdelta ausgesetzt werden, um dort
die Gegend zu verseuchen.
Die Seuche ist nun aber im heimischen Fluss und sie hat einen Mordshunger... |
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„Piranhas“ wurden eigentlich erst zu
richtigen Killerfischen, als sich die Medien mit ihnen beschäftigten und
ihre hektischen Fressorgien dazu missbrauchten, den Leuten unnötig Angst zu
machen. Aber ehrlich gesagt interessieren die tatsächlichen Lebensumstände
der Wasserbewohner wohl auch niemanden, der sich einen Horrorfilm zu Gemüte
führen will.
Allerdings muss man bei „Piranhas“ feststellen, dass es nicht wirklich
viel gibt, was irgendjemand vom Hocker haut. Angefangen bei der etwas
trostlosen Geschichte, die ganz nach dem 0815 Prinzip des Tierhorrorfilms
abgedreht ist, geht es über müder Schauspieler, Dummdialoge und nicht
wirklich vorhandene Spezialeffekte, bis der Film dann endlich zu Ende ist.
Zugegebenermaßen kommt das Ganze dann aber doch nicht so schlecht rüber,
wie es sich anhört, da es wenigstens einige positive Aspekte gibt. Der
erste ist sicherlich, dass man am Anfang nicht so recht weiß was vor sich
geht und nur langsam in das Geschehen reingezogen wird. Schön sind
natürlich auch die Außenaufnahmen, aber das ist ja nun mal bei den meisten
Tierhorrorstreifen der Fall. Aber was bringt einem das, wenn der Rest murks
ist?
Höchstens einen Mittelklasse-Trasher der allerbilligsten Sorte. Da nutzt es
auch nichts, wenn der B-Movie Kultproduzent Roger Cormann einem Mann wie Joe
Dante den Regiestab in die Hand gibt und sagt: Komm Joe, mach was aus dem
Mist. Denn wo kein Potential vorhanden ist, kann man nun mal nichts reißen
und das wird der halbwegs gelangweilte Betrachter des Streifens nach knapp
94 Minuten feststellen müssen. Für Fischliebhaber ist der Film ebenfalls
nur weniger empfehlenswert, da die kleinen Piranhas nicht mal ansatzweise
echt aussehen und bei ihren Angriffen auf die wehrlosen Menschen so
künstlich wirken, dass sie den einzelnen Szenen die Spannung und vor allem
die Ernsthaftigkeit rauben.
Somit bleibt festzustellen, dass „Piranhas“ nur etwas für
ausgesprochene Tierhorrorfilmfans ist und Leute, die zuviel Zeit haben. Na
ja... vielleicht taucht er auch noch als Partyfilm... aber auch nur
vielleicht. |