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Eine junge Familie will die Eltern der Frau
besuchen. Deren Haus liegt auf einer Insel, die nur von der Familie selbst
und ein paar Hinterwäldlern bewohnt wird. Als Steven und Julia auf das Boot
warten, dass sie auf das Eiland bringen soll, machen sie Bekanntschaft mit
zwei Mitgliedern der Rednecks, von denen einer stark degeneriert ist und es
offensichtlich auf das Baby der Eheleute abgesehen hat.
Aber die Situation artet nicht weiter aus und schon bald befindet sich die
junge Familie auf dem einsamen Anwesen. Bevor sie sich jedoch
akklimatisieren können, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Bei
einer nächtlichen Spritztour wird das Kind der Savages, der Hinterwäldler,
überfahren und stirbt kurze Zeit später. Da die Familien sich eh nicht
ausstehen können, da jeder für sich den Besitzanspruch über die Insel
erhebt, kommt es zu einem Streit, bei dem das Familienoberhaupt der Savages
als Ausglich das Baby fordert. Da dies für die Eltern und Großeltern nicht
in Frage kommt ist logisch und so kommt es zu einem verbitterten
Nachbarschaftsstreif fernab jeder Zivilisation, der nicht unblutig enden
kann... |
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In den 70er Jahren entdeckt und
perfektioniert, erfreut sich das Terror-Film Genre im Jahre 2003 eines neuen
Beitrags im B-Movie Format. Mit "Savage Island" kommt ein
preisgekrönter Streifen auf die Leinwand, der so dreckig, hart und düster
wie zum Beispiel die Craven-Klassiker "The Hills Have Eyes" oder
"Last House On The Left". Er kann zwar qualitativ nicht ganz mit
den beiden genannten Kultfilmen mithalten, verbreitet aber eine ähnliche
deprimierende Stimmung.
Das es sich bei "Savage Island" um eine Billigproduktion handelt
merkt man recht schnell. Vor allem am Bild, dass doch sehr
gewöhnungsbedürftig ist. Aufgrund von Unschärfe und seltsamen Farbfiltern
gehen doch einige Details verloren. Die Charaktere werden nicht besonders
durchleuchtet und geben den, meist unbekannten, Darstellern wenige Gründe
um ihr Können unter Beweis zu stellen. Wichtig ist aber, dass keiner so
auffallend schlecht spielt, dass es störend wirkt. Der einzige Bekannte ist
Don S. Davis. Er spielte in vielen TV-Produktionen wie zum Beispiel
"Stargate SG1", wo er den beleibten General mimt, mit.
Der Nachbarschaftsstreit steht im Film im Mittelpunkt und er kommt
natürlich nicht ohne Gewalt aus. Es wird geprügelt, gequält und auch
getötet. So hart und brutal wie "Last House On The Left" ist er
aber nicht, auch wenn es hier ganz schön zur Sache geht. Die blutigen
Spezialeffekte kommen meist leider nicht so gut rüber, da man ihnen doch
deutlich ansieht, dass sie aus finanzieller Sicht etwas minderwertig sind.
Dennoch wissen einige Szenen den Zuschauer zu fesseln und verleiten ihn
dazu, mit den Opfern mit zu leiden.
Gegen Ende kommt es dann zum dramaturgischen Höhepunkt von "Savage
Island", auf den an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen werden
soll. Der Interessierte soll sich selbst ein Bild machen, eine Überraschung
ist aber garantiert.
"Savage Island" ist ein erfrischender Beitrag des Terror-Films,
auch wenn er normal Film-Fans sicherlich nur bedingt oder gar nicht gefallen
wird. Freunden der Terror-Klassiker wird er allerdings nette Erinnerungen
ins Gedächtnis rufen. |