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Vor geraumen Zeiten hat eine handvoll
barbusiger Damen eine Zeremonie durchgeführt, die einen weiblichen Dämon
aus seinem Schlummerschlaf erweckt hat. Aber genauso schnell wie sie damals
erweckt wurde, verschwand die böse Dame dann offenbar auch wieder.
Einige Jahre später soll dieser Dämon dann das Schicksal einer Gruppe
Twens bestimmen, die ihn versehendlich wieder zum Leben erwecken. Sie finden
beim Säubern einer heruntergekommenen Bude (welche auf dem Ort der
damaligen Beschwörung steht), in der ein Kind auf mysteriöse Weise starb
und das jetzt verkauft werden soll, ein altes Buch im Keller. Sie finden
heraus, dass sie durch das Lesen einiger Ferse (was sie auch machen) und den
Akt der körperlichen Liebe das Böse wieder zum leben erwecken können. Sie
schwören sich natürlich Enthaltsamkeit, wissen aber nicht wo sich die
beiden Turteltauben der Gruppe gerade verkrochen haben.
Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf... |
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Guckt man sich die Story von „The Slaughter“
an, scheint alles ein bisschen wie „Tanz der Teufel“ angelegt zu sein.
Und in der Tat, gewisse Parallelen sind nicht zu verkennen. Aber das
Zweilingswerk von Regisseur Jay Lee hat durchaus seine Eigenständigkeit
vorzuweisen. Dies merkt man gleich zu Beginn, während der Zeremonie der
leicht bekleideten Damen. Man merkt da auch schon, wo der Hase lang läuft.
Und zwar in Richtung der zwei großen B. Blut und Brüste. Ein Stilmittel,
welches im Horror-Film ja durchaus zu funktionieren versteht. Aber um auf
die Eigenständigkeit zurück zu kommen: Die eingefangenen Bilder sind sehr
visuell in Szene gebracht worden. Es wird mit verschiedenen optischen
Elementen gespielt, was eine sehr nette Horror-Atmosphäre entstehen lässt.
Lediglich die etwas unpassende Synchronisation zerstört den perfekten
Start.
Dann wird es aber leider etwas ruhiger und auch die visuellen Experimente
kommen nicht mehr so häufig vor. Die hübschen Menschen, respektive deren
Rollen werden vorgestellt und ein Einblick in deren Handeln verschafft, was
aber wohl niemand so richtig interessiert. Die Dialoge sind langweilig und
die Schauspielkunst der Protagonisten ist nicht gerade fesselnd. Meist sogar
eher schlecht. Zwar kommen immer wieder interessante Einschübe, die
stellenweise Spannung aufkommen lassen, durch eine etwas plumpe Inszenierung
und der Vorahnung des Betrachters verpuffen dieses aber bald wieder. Es
werden einige Sachen gezeigt, die einfach nicht interessant sind und man
muss sich schon etwas gedulden, bis es dann schließlich zur Sache geht.
Das der Wartende belohnt wird, ist bei einigen kleineren Einlagen abzusehen.
Zwar sind nicht wenige Computereffekte nur für Leute die Trash mögen zu
ertragen, es wird sich aber sichtlich bemüht, etwas ordentliches auf die
Matschscheibe zu bringen. Aber es zeigt sich mal wieder: Feuerszenen sollte
nicht mit dem Computer erstellen, sondern lieber einen Dollar in Benzin
investieren. Denn ansonsten wird selbst ein brennendes Buch zur Lachnummer.
Aber immerhin weiß der Regisseur, was ein guter Horror-Film benötigt und
führt entsprechende Einlagen zu. So kommt eine Menge Spaß beim geneigten
Betrachter auf, auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt. Einige lustige
Einlagen zum Beispiel, die so überdreht sind, dass man eigentlich gar nicht
mehr weiß ob sie jetzt noch lustig sind oder nicht. So zum Beispiel als
einer der Männer fragt, ob es sich bei den herannahenden Zombies um „neue“
(„Dawn Of The Dead“, "28 Days Later“) oder „alte“ („Zombie
– Dawn Of The Dead“, “Day Of The Dead” uva.) handele. Die neuen
wären ja bekanntlich schneller...
Für Freunde des B-Movie ist dieser Film sicherlich sehenswert und er
könnte auch durchaus Leute begeistern, die filmtechnisch eher einen
Buchstaben weiter oben gucken. Immerhin hat der Film zahlreiche Preise
abgestaubt, was natürlich auch auf dem Cover vermerkt ist. Wäre da nicht
die etwas langweilige Inszenierung im Mittelteil, könnte der Film als 1a
Party-Bombe funktionieren. Regisseur Jay Lee hat wirklich alles nötige in
diesen Cocktail geschüttet, was ein guter Horror-Mix braucht. Es gibt halt
bloß die ein oder andere Unsinnigkeit, einige Unstimmigkeiten und nicht so
pralle Effekte. Dafür gibt es aber auf der anderen Seite sehr pralle Möpse
(auch dämonische), eine sehr gute Filmmusik und eine deftige Portion
Splatter, was den eh nicht so anspruchsvollen Horror-Fan definitiv gefallen
wird. |