Vampire Party - Freiblut für alle!

OT: Les Dents de la nuit
ca. 89 Minuten
Frankreich 2008
 
Regie
Stephen Cafiero
Vincent Lobelle
Darsteller
Patrick Mille
Frédérique Bel
Julie Fournier
Vincent Desagnat

u.a. 
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Den Freunden Alice, Sam und Prune wird etwas ganz Besonderes zuteil: Sie werden Gäste einer sehr speziellen Party. Normalsterbliche haben in der Regel nicht die Chance, die sich ihnen darbietet und entsprechend gut ist die Stimmung.

Das pompös anmutende Schloss, auf dem die Party steigt, liegt außerhalb der Stadt ist für seine Feiern bekannt. Dort, mit dem bereitgestellten Hubschraubern, angekommen, geht die Party auch schon los. Ein großer Tanzsaal ist bereitet, es gibt fetzige Musik und ausreichend Getränke. Der Zutritt zum VIP-Raum bleibt den drei Besuchern allerdings verwehrt. Aus gutem Grund...

Denn Gastgeber Le Duc de Journiac hat diesen Raum für spezielle Gäste reserviert: Seinesgleichen. Er ist Vampir, will eine Party feiern und kann es kaum abwarten, dass Buffet zu eröffnen...



 

“Freiblut für alle!“ lautet der Subtitel dieses französischen Horror-Films und lässt bereits vor der Betrachtung erahnen, welchen Weg er einschlägt. Die bissige Komödie bietet sicherlich keine Neuerfindung des Genre. Vampir-Komödien gibt es zuhauf. Die eine ist lustig, die andere weniger lustig. „Vampire Party“ siedelt sich irgendwo im Mittelfeld ein. 

Und das liegt daran, dass die Geschichte nicht sonderlich viel hergibt. Der Plot ist schlicht gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche. Da bleibt natürlich Zeit, sich auf andere Sachen zu konzentrieren. Beispielsweise die Charaktere, die mit Klischees beladen sind und somit recht gut ins Geschehen passen. Den Kern des Films bildet allerdings der Humor. Ein vielleicht typisch französischer Humor, der bisweilen sehr kitschig ist. In einigen Momenten erinnert er an den guten alten Louis de Funès. Zwar ist das Gezeigte nicht so hibbelig-cholerikerisch, dafür aber recht albern. Ein manches Mal sogar so albern, dass einem gar kein Lacher entfleuchen will.

Prinzipiell kann man dem Ablauf der Geschichte aber interessiert folgen. Es ist immer etwas los und die Darsteller machen ihren Job ordentlich. Im Mittelteil verliert sich die Spannung mal kurz, diese Szenen sind aber alles andere stellvertretend. Dass der Film sich nicht ernst nimmt, liegt auf der Hand. Auch das Subgenre bekommt es dabei ab. Man kann zum Beispiel einen Vampir beobachten, der nach einem Abwehversuch genüsslich in eine Knoblauchknolle beißt – Sich dabei aber ein Atemleiden einfängt, da er auf Knoblauch allergisch reagiert...

Blutrünstig ist diese Komödie nicht. Es fließt zwar roter Lebenssaft, hier und da wird auch mal gepflockt oder etwas gebrochen, brutal ist der Streifen aber nicht. Viel Wert hat man offensichtlich auf die Erschaffung der Masken gelegt, die durchweg gelungen sind. Diese können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Atmosphäre an sich nicht dem entspricht, was man aus einigen anderen Vampir-Filmen gewöhnt ist. Für den Aufbau einer dichten Atmosphäre ist das Ganze etwas zu steril. Auch das Schloss will als Hauptspielplatz weder Atmosphäre noch irgendein Wohlfühlgefühl auslösen.

Sicherlich wird „Vampire Party“ nicht in der großen Liga der Vampir-Filme mitspielen. Dafür ist er zu Mittelmäßig, zu wenig abwechslungsreich. Auch der französische Humor wird nicht jedem Betrachter aus unseren Landen gefallen. Aber als Party-Film oder als seichte Komödie für Zwischendurch eignet er sich. Ohne Frage.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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Bildmaterial
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