|
Im hart umkämpften zweiten
Weltkrieg werden Tausende wehrloser Männer und Frauen in diversen
Konzentrationslagern gefangengehalten. In einem japanischen Lager, das unter
der Leitung des Leutnant Nakamura steht, sind ausschließlich asiatische
Frauen gefangen, die auf übelste gequält, gefoltert und vergewaltigt
werden.
Eines Tages kommt eine neue Gefangene ins Lager, die Nakamura den Kopf
verdreht. Er ist hin und weg bei dem Anblick der schönen Armelia und somit
eine unbewusste Gefahr für das Gefangenenlager. Denn was er nicht weiß
ist, dass Armelia eine Partisanin ist und in das Lager eingeschleust wurde.
Die Situation ist allerdings nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick
aussieht, denn Nakamura lässt seinen Mannen weiterhin alle Freiheiten, was
für die Frauen, inklusive Armelia, weiterhin bedeutet, dass sie aufs
Übelste gequält werden.
Doch Armelia ist tapfer, denn sie hat sich zum einen in den Kopf gesetzt die
gefangenen Frauen zu befreien und zum anderen will sie mehr Informationen
über das nahegelegene Munitionslager sammeln, um einen Angriff der
Alliierten Truppen vorzubereiten... |
|
"War Victims" ist
ein typischer Frauenlagerfilm, der aus der Zeit stammt, als sich dieses
Subgenre noch über große Beachtung erfreute. Diese Zeiten sind allerdings
vorbei und Filme wie dieser haben sicherlich dazu beigetragen, dass
heutzutage niemand mehr so etwas sehen will. Es gibt zwar auch Ausnahmen wie
„Men behind the Sun“, doch im Großen und Ganzen kann dieses Subgenre
für tot erklärt werden.
Am Anfang des Streifens sprechen eindringliche Worte auf den Zuschauer ein,
die sagen, dass der Krieg böse ist und "War Victims" durch seinen
hohen Gewaltanteil nur mitteilen will, dass man es so nicht machen darf, an
dieser Aussage darf allerdings mit gutem Recht gezweifelt werden, da es hier
eigentlich nur um das Quälen von Frauen geht und kaum Botschaften
transportiert werden. Es ist sicherlich nicht so, dass Dialoge zu kurz
kommen, die im übrigen für eine asiatische Produktion gut synchronisiert
wurden, aber eine richtige Message gegen den Krieg und seine
Gewaltverherrlichung kommt nicht rüber. Vielmehr wird das verbrecherische
Geschehen penibelst eingefangen und dem Betrachter so präsentiert, wie er
es eigentlich nicht sehen will.
Somit kann man "War Victims" getrost als einen Schmuddelfilm
betrachten, der sich eigentlich nur auf eine exploitative Welle stürzt, und
das zudem auf eine sehr trashige Art und Weise. Der Oberfiesling hat zum
Beispiel eine sehr große Narbe im Gesicht, die alles andere als echt wirkt,
in Kampfszenen wird in Zeitlupe zugeschlagen um keinen der Schauspieler
wirklich zu treffen und der einzige Spezialeffekt, ein Blitzlichtgewitter am
Starkstromzaun, ist mehr als laienhaft dargestellt. Auch der Rest des
Streifens ist weniger sehenswert, denn die Story ist über weite Strecken
langweilig, dramatisch wird es eigentlich nie und Spannung sowie Atmosphäre
lassen etwas zu wünschen übrig.
Man kann sich dem Film zwar angucken, es gibt aber weitaus bessere
Genrebeiträge, und in denen kommt es zudem nicht zu der typisch asiatischen
Zensur, die zwar die Augen bei Gewaltdarstellungen zudrückt, aber nicht
wenn es etwas mehr nackte Haut zu sehen gibt, als die Kleidung normalerweise
versteckt... dann tauchen lustige Retuschierversuche auf dem Bildschirm
auf...
Jon Bierium hat uns mit „War Victims“ zwar einen harten, aber keinen
guten Film beschert und das dürfte auch der Grund dafür sein, warum er nie
wieder zum Regiestab greifen durfte/wollte. Einen Antikriegsfilm hat er,
trotz der mahnenden Worte, auf jeden Fall nicht geschaffen... |