Bloodsucking Freaks

Bloodsucking Freaks

Informationen

OT:Bloodsucking Freaks

ca. 88 Minuten

USA 1976

Regie

  • Joel M. Reed
Darsteller

  • Seamus O’Brien
  • Viju Krem
  • Niles McMaster
  • Dan Fauci
  • u.a.

Bloodsucking Freaks

Story

Der sadistische Sardu (Seamus O ‚Brien) leitet ein Theater namens "Theatre of the Macabre". Dort werden leicht bekleidete Frauen vor einem begeisterten Publikum gequält, gefoltert und getötet. Der Clou: Jeder im Publikum ist der Meinung, alles sei nur Show und erfreut sich an den "extrem realistischen Effekten". Niemand ahnt, dass Sardu und sein Gehilfe, der kleinwüschsige Ralphus (Luis De Jesus) , gemeingefährliche Irre sind. Seine Frauen kauft Sardu im Ausland ein und lässt sie sich in Holzkisten zuschicken. Kaum angekommen werden die "Folterobjekte" dann in einem großen Keller gefangen gehalten und auf alle nur erdenkliche Arten und Weisen erniedrigt. Sardu macht dabei einen Unterschied zwischen "normalen" Sklavinnen, die ihm aufs Wort gehorchen und den "Wilden", die schwer zu zähmen sind und bei denen langsam aber sicher kannibalistische Merkmale zu erkennen sind. Als ein Kritiker eines Tages über Sardus Show spottet, lässt der ihn kurzerhand mitsamt einer berühmten Ballerina kidnappen. Sardu möchte mit den beiden eine Show auf die Beine stellen, die ihm die Tore zu Hollywood öffnen soll. Bis es allerdings so weit ist, müssen der Kritiker und die Tänzerin erst noch allerlei grausigen Folterungen beiwohnen. In der Zwischenzeit macht sich der Freund der berühmten Ballerina so seine Gedanken über ihr Verschwinden und beauftragt deshalb einen schmierigen Polizisten, um nach ihr zu suchen. Gemeinsam kommen die beiden hinter das grausame Geheimnis des "Theatre of the Macabre"…

Kritik

Dieser 1976 gedrehte Film wäre heute vermutlich keinem mehr bekannt, hätte ihn nicht vor einigen Jahren ein relativ berühmtes Label unter seine Fittiche genommen. Die Rede ist dabei von Troma, die man unter anderem durch Streifen wie "The Toxic Avenger" oder "Schrei lauter!" kennen sollte. Allerdings muss man sagen, unterscheidet sich "Bloodsucking Freaks" schon erheblich von dem, was man sonst von Troma so geboten bekommt. Aber gut, fangen wir am besten gar nicht mit einem Vergleich zu Troma an. Was mich am meisten von den Qualitäten des Films überzeugt hat war die Tatsache, dass mir beim Schauen kein einziges mal langweilig wurde. Nicht einmal in den Passagen, in denen verhältnismäßig wenig passiert. Das lässt sich wahrscheinlich mit dem ziemlich extremem Thema erklären, dass man in dieser Form noch nicht in all zu vielen Filmen gesehen haben dürfte. Klar: Es gibt immer wieder Filme in denen Frauen gefoltert werden, aber ob es sonst noch einen Film außer "Bloodsucking Freaks" gibt, in dem NUR Frauen in dieser überdrehten gefoltert werden, wage ich mal zu bezweifeln. Allerdings sollte nun niemand einen düster gehaltenen extrem-Splatterstreifen erwarten, denn genau das ist Joel M. Reed´s fünfte Regiearbeit nicht. Viel eher haben wir hier einen relativ hellen, dafür aber auch schmuddelig gehaltenen Film, dem man sein Alter sofort ansieht. Dem Zuschauer kommt es so vor, als sehe er eine Folterung nach der nächsten, ob das tatsächlich auch so ist oder ob es einem wegen dem nichts an Handlung nur so vorkommt, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall bekommt man aber, was die nun schon oft erwähnten Folterungen angeht, einiges geboten. Das Dargebotene wird allerdings nie so brutal, dass man wegschauen möchte, genaugenommen hat es nur eine Szene geschafft, mich ein kleines bisschen zu schockieren. "Bloodsucking Freaks" ist gewiss nicht der grausame Schlächterfilm, als was ihn viele leider hinstellen. Vielmehr haben wir hier einen hübsches, kleines und schmuddeliges Filmchen aus den 70ern mit sehr viel nackter Haut und noch mehr Möchtegern-Schockern. Im Ernst: Wenn der Hintern einer Frau als Dartscheibe missbraucht wird, ist dass doch auch irgendwie lustig oder? Genauso wenig kann man die wilden Frauen ernstnehmen, die sich von Menschenfleisch ernähren. Auch der Zwerg Ralphus gleicht eher einer Lachnummer als einer ernsthaften Bedrohung. Das täuscht zwar auch nicht darüber hinweg, dass der Film eine, höchstens zwei relativ grausame Szenen beeinhaltet, aber die kann man sich als Fan solcher Filme wahrscheinlich auch ohne Folgebeschwerden ansehen. Wer in einem Film wie "Bloodsucking Freaks" auf gute Darsteller hofft, hat entweder getrunken oder den bisherigen Bericht nicht gelesen. Im Prinzip agieren so gut wie alle Schauspieler in dem Film mittelmäßig bis mies, die erwähnenswerteste Leistung bringt dabei immer noch Seamus O ‚Brien als Sardu. Er ist ein extrem perverser Sadist und Masochist, der ebenso gerne Frauen foltert wie selbst ausgepeitscht wird. Allerdings darf man bei Sardu nicht an einen Massenmörder ala Jason Voorhees und dergleichen denken. Er tötet zwar Frauen, aber es geht im nicht direkt darum, seine Opfer tot zu sehen, vielmehr entzückt es ihn, ihnen Schmerzen zuzufügen. Ein ziemlich fertiger Typ also. Ich würde Seamus O ´Brien zwar nicht unbedingt als tollen Schauspieler bezeichnen, aber in Anbetracht des Films geht seine Leistung weitgehend in Ordnung. Alle weiteren "Schauspieler", allen voran der kleinwüchsige Ralphus oder die wilden Frauen spielen dermaßen grottig und überdreht, dass man sich fragen muss, ob es ihnen danach nicht peinlich war, sich öffentlich sehen zu lassen. Die Ballerina, ihr Freund und der italienische Polizist passen mit ihren astreinen 70er Jahre Visagen allerdings perfekt.

Wer einen Film sehen möchte, in dem Frauen auseinandergenommen, gequält und getötet werden ist hier genau richtig! Allerdings ist das gezeigte bei weitem nicht so schlimm, wie man jetzt meinen könnte. Die Folterungen halten sich in Sachen Grausamkeit in Grenzen, die Splattereffekte, von denen es aber nicht viele gibt, sind eine Beleidigung des Zuschauers. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist "Bloodsucking Freaks" ein Film, der keine Sekunde langweilig wird und viele interessante und lustige Ideen bietet. Kann man sich als Fan solcher Streifen ohne Bedenken ansehen.

Bewertung

Splatter Bloodsucking Freaks
Spannung Bloodsucking Freaks
Story Bloodsucking Freaks
Ekelfaktor Bloodsucking Freaks
Atmosphäre Bloodsucking Freaks
Gesamt Bloodsucking Freaks

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