Bloodsuckers

Bloodsuckers

Informationen

OT:Bloodsuckers

ca. 95 Minuten

Kanada, USA 2004

Regie

  • Matthew Hastings
Darsteller

  • Dominic Zamprogna
  • Aaron Pearl
  • Natassia Malthe
  • Joe Lando
  • u.a.

Bloodsuckers

Story

Im Jahr 2210 sind die natürlichen Ressourcen der Erde längst ausgeschöpft, weshalb sich die Menschheit gezwungen sah, im Weltraum nach den notwendigen Lebensbedingungen zu suchen. Blöderweise stieß man dabei neben einigen ergiebigen Planeten auch auf eine neue, vampirische Lebensform, die "Voorhees". Für diese ist die Menschheit nichts weiter als Nahrung, weshalb in Form eines Vampirkillerteams entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden. Angeführt wird die Crew um die Halbvampirin Quintana (Natassia Malthe), den großmäuligen Roman (Aaron Pearl) und die Chinesin Rosa (Leanne Adachi) dabei von dem draufgängerischen Raumschiffkapitän Churchill (Joe Lando).

Als dieser allerdings bei einem waghalsigen und schlecht geplanten Einsatz ums Leben kommt, wird dem Neuling Damian (Dominic Zamprogna) die Führung übertragen, was innerhalb der Crew allerdings keineswegs auf Begeisterung stößt. Diese wäre allerdings bitter von Nöten, denn als sich der Voorhess-Führer Muco (Michael Ironside) mit der todbringenden Vampir-Rasse der "Leatherface’s" verbündet, stehen den Vampirjägern äußerst düstere Zeiten bevor…

Kritik

Dass es eine vernichtende Mischung ist, Vampire in die Zukunft und gleichzeitig in den Weltraum zu schicken, das hätte mich normalerweise zuletzt "Dracula 3000" lehren sollen. Nun darf ich aber wohl von Glück sprechen, dass mich diese Filmgurke nicht zu sehr abschreckte und ich mich mit etwas Unbehagen doch noch an "Bloodsuckers" heranwagte, denn was Matthew Hastings hier auf die Beine stellte, ist definitiv nicht die schlechteste Wahl, um einen langweiligen Abend totzuschlagen. Dabei lässt die bisherige Filmografie des Regisseurs eigentlich schon mal nicht das Schlechteste erwarten, war Hastings doch schon bei dem anscheinend ganz passablen "Todes-Date" auf dem Regiestuhl anzufinden.

Ich sage es immer wieder: Das Gute an B-Produktionen wie "Bloodsuckers" ist oftmals, dass sie an kein größeres Studio gekoppelt sind und den Regisseuren oftmals ihre eigene Vision gestattet ist. Was daraus entsteht sind Filme von Fans für Fans und ganz ähnlich scheint es auch hierbei der Fall zu sein. Wie lässt es sich ansonsten anders erklären, dass die Vampirrassen mit "Voorhees" und "Leatherface" Namen zwei der berühmtesten Serienkiller der Filmgeschichte tragen? Außerdem, und das weiß zu gefallen, fährt sich "Bloodsuckers" nicht auf einer Linie fest, sondern ist vielmehr eine wilde Mischung aus Action, Science-Fiction, Splatter und Trashfilm. Die Geschichte erinnert dabei an eine Mischung aus "John Carpenter’s Vampire" und "Ghosts of Mars". Ein Haufen Vampirjäger, der sich im All mit allerlei durstigen Blutsaugern herumschlagen muss, das hört sich nicht gerade nach Innovation an, will es aber auch gar nicht sein.

Die ersten 15 Minuten sind dabei wohl als kleine Appetitanregung gedacht, denn ohne viel Umschweife kommt es nach einer Einleitung gleich zu einer Splatterorgie, die sich sehen lassen kann. Zahlreiche zerrissene Körper liegen in bester "Starship Troopers" Manier herum und es dauert nicht lange, bis schon die ersten Vampire blutig getötet werden. Doch wie dies so oft im Genre der Fall ist, bleibt dieser Blutfaktor nicht permanent erhalten, ganz im Gegenteil. Für die folgenden 30 Minuten verlässt sich "Bloodsuckers" erst einmal auf eine Charakterisierung der Hauptfiguren. Die Figuren innerhalb der Vampirjäger-Crew sind allesamt unterschiedlicher Natur und wie so oft entstehen schnell Spannungen und Streitereien. Roman und Rosa passt es beispielsweise gar nicht, dass nach dem Tod Churchill’s die Führung in die Hände Damian’s gelegt wird. Quintana allerdings, der interessanteste Charakter, ist eine Halbvampirin und Gedankenleserin zugleich und ist sehr lange nur äußerst schwer einzustufen.

"Bloodsuckers" ist also sicherlich keine unaufhörliche Blutspritzparty, wie es der Anfang des Filmes suggeriert, sondern konzentriert sich im Mittelteil auch auf die Differenzen innerhalb der Crew, was allerdings nicht langweilig anzuschauen ist. Horrorfans allerdings sollten sich überlegen, ob sie den Film sehen möchten, denn klassischen Horror bekommt man hier nicht geboten. "Bloodsuckers" ist vielmehr ein teilweise trashiger Science-Fiction Film mit einigen blutigen Momenten, der sich mehr auf seine Story und seine Charakterisierung, als auf seine Spannungsmomente verlässt. Dennoch darf dem Streifen einiges positiv angemerkt werden. Die Darstellung diverser Raumschiffe und des Weltraums hat man in B-Movies schon wesentlich schlechter ertragen müssen und auch die Goreszenen befinden sich allesamt auf erfreulichem Niveau. Eine weitere kleine Überraschung stellt die Rasse der "Leatherface’s" dar, die dem Killer aus den bekannten "Texas Chainsaw Massacre" Filmen tatsächlich sehr ähneln. Es ist einfach angenehm zu sehen, wenn man weiß, woher ein Regisseur seine Inspirationen nimmt und er diese dann auch nicht verheimlichen muss.

Die Schauspielerliste setzt sich überwiegend aus B-Stars zusammen, an vorderster Front natürlich Michael Ironside, der schon mehr als genügend Erfahrung mit dieser Filmart sammeln durfte. Allerdings hat der Gute eher eine Nebenrolle abbekommen, im Vordergrund stehen Dominic Zamprogna, Aaron Pearl, Natassia Malthe und Leanne Adachi als Vampirjäger. Hier ist von allem etwas vertreten, vom sexy Vampirchick, über die unausstehliche Rebellin, bis zum missverstandenen Helden, der sich den Respekt seiner neuen Crew erst noch verdienen muss. Die Schauspielerleistungen sind allesamt akzeptabel, da lässt sich keineswegs klagen.

"Bloodsuckers" eignet sich nicht zum Kauf, denn zum mehrmaligen Sehen lädt der Streifen nicht gerade ein, doch für den Einweggebrauch an einem langweiligen Abend ist Matthew Hastings‘ Mischung aus Science-Fiction, Splatter und Trashfilm bestens zu empfehlen. Für ein B-Movie wurde hier das meiste absolut überzeugend realisiert und auch die Story gerät nicht zu sehr in der Hintergrund. Horrorfans allerdings, die Suspense und Atmosphäre suchen, sind bei anderen Filmen besser aufgehoben.

Bewertung

Splatter Bloodsuckers
Spannung Bloodsuckers
Story Bloodsuckers
Ekelfaktor Bloodsuckers
Atmosphäre Bloodsuckers
Gesamt Bloodsuckers

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