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Die Studenten Thierry und Henri sind
unzertrennliche Freunde, die nach einer durchfeierten Nacht etwas Besonderes
erleben wollen. Sie quartieren sich in einem Freudenhaus ein und lassen sich
von zwei leichten Mädchen verwöhnen. Doch plötzlich hört Thierry Schreie
und kommt dem verletzten Henri zur Hilfe, der von der Prostituierten am Hals
verletzt wurde. Die rabiate Dame kann entkommen. Die beiden Freunde
vertuschen die schwere Verletzung, damit niemand aus der Familie mitbekommt,
wo die beiden waren.
Einige Tage später verliebt sich Thierry in die rothaarige Studentin
Claire, obwohl er eine Abneigung gegen Damen mit roten Haaren und blasser
Haut hat. Nichtsdestotrotz führen die beiden ein stürmisches Liebesleben,
bis Claire Thierry erzählt, dass sie Krebs hat. Die beiden kapseln sich von
nun an ab, worunter besonders Mitbewohner Henri leiden muss.
Henri ist aber nicht nur aufgrund der neuen Situation angesäuert, er pflegt
auch ein gesundes Misstrauen gegenüber Claire, was auf Gegenseitigkeit
beruht. Doch wenn man Claires Familie näher kennen lernt, zeigt sich, dass
Henris Argwohn nicht ganz unbegründet ist... |
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Daniel Roby’ s Filmdebüt kann man als
außerordentlich gelungen bezeichnen. Er setzte eine Romanvorlage mit einem
geringen Budget um, und präsentiert dem Betrachter einen Vampirfilm, der
sich eigentlich gar nicht mit Vampiren beschäftig.
Aber der Reihe nach...
Der Titel "White Skin" lässt ja durchaus auf einen Blutsaugerfilm
schließen. Das Cover ist recht aussagekräftig und auch die Anfangssequenz
suggeriert uns, dass die leichten Mädchen, respektive eines von ihnen, auf
menschliche Körperflüssigkeiten oberhalb der Gürtellinie fixiert ist.
Nach dieser Szene geht es aber anscheinend in eine andere Richtung - In die
einer dramatischen Liebesbeziehung. Erst kommen sich die Liebenden nicht
näher und später wird das Paar von einer erschütternden Hiobsbotschaft
zerrüttet. Dann aber, ganz allmählich, wird der Zuschauer mit
Ungereimtheiten konfrontiert, die darauf schließen lassen, dass etwas nicht
stimmt.
Komischerweise kommt der Film ganz ohne die Nennung des Wortes
"Vampir" aus. Vielmehr werden Synonyme, insbesondere
"Sukkubus", gebraucht, welche die eigentlichen Abläufe etwas
vernebeln. Des weiteren ist auffällig und positiv zu erwähnen, dass sich
der Film stark mit dem Thema Rassismus auseinandersetzt. Jeder Protagonist
hat ein unterschwelliges Problem mit einer anderen Personengruppe. Die einen
mögen keine Schwarzen, andere keine rothaarigen mit heller Haut und wieder
andere haben offensichtliche Probleme mit Menschen einer „niederen“
Rasse (An dieser Stelle soll nicht zuviel erzählt werden...).
Das ruhige Tempo passt ungemein gut zum Film, denn trotz weniger
Action-Szenen weiß er gut zu unterhalten, da immer wieder etwas anderes
passiert. Auch die Darsteller, allen voran Marc Paquet und Frederic Pierre,
passen gut in diesen Streifen, da sie ihre Rollen sehr glaubwürdig
rüberbringen, was bei den beiden männlichen Protagonisten sicherlich nicht
ganz einfach war. Es fällt auch nicht nachteilig auf, dass kaum Blut zu
sehen ist. "White Skin" lebt davon, die Phantasie des Betrachters
zu stimulieren und somit hat man einen völlig untypischen Genrefilm, der
trotz des nicht eindeutigen Bezugs zum Vampirismus, sehr gut zu unterhalten
weiß. |