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Kristy, Ben und Liz sind drei junge
Rucksacktouristen und auf dem Weg von der sonnigen Westküste Australiens in
das Outback. Dort gibt es den „Wolf Creek“ Nationalpark mit einer
außerirdischen Sehenswürdigkeit in Form eines Meteoritenkraters.
Schon auf der Fahrt, mit ihrem halbwegs fahrtüchtigen Ford Taunus, machen
sie Bekanntschaft mit einigen Einheimischen, die sie alles andere als
herzlich Willkommen heißen. Doch sie lassen sich nicht einschüchtern und
fahren in den Nationalpark, wo sie den wunderschönen Krater besichtigen.
Als sie dann aber wieder die Rückreise antreten wollen, müssen sie
feststellen, dass der Taunus nicht mehr will.
Nach längerem Warten in der Einöde erhalten sie des nachts den erhofften
Besuch. Mick Taylor, ein einheimischer Trucker, findet die gestrandeten und
macht ihnen klar, dass er das Auto reparieren muss. Dafür müssen die drei
Touristen mit nach ihm nach Hause kommen, was nach Micks Angaben direkt in
der Nähe sein soll. Doch es stellt sich heraus, dass der Weg viel weiter
als angenommen ist und Taylor mehr als nur helfen will... |
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Was dem Amerikaner sein Backwood, ist dem
Australier sein Outback. Zumindest wenn man das aus horrortechnischer Sicht
betrachtet. Und was in Amerika funktioniert, funktioniert interessanterweise
auch in Australien. Sicherlich ist das Aufkommen von Rednecks respektive
irgendwelcher inzuchtgeplagten Farmer im Ödland nicht so hoch, dennoch
scheint es dort Gestallten zu geben, die ähnliche Absichten haben.
Natürlich rein fiktiv betrachtet...
„Wolf Creek“ zeigt die Geschichte eines solchen Übeltäters, der sich,
wie könnte es in der Zeit der modernen Terror-Filme auch anders sein, ein
paar Rucksacktouristen greift um mit ihnen dann seine perversen Spielchen zu
spielen. Natürlich hat „Wolf Creek“ das gleiche Problem wie seine
Genre-Kollegen und hat nicht wirklich viel zu erzählen. So muss man von
Beginn an die bepackten Protagonisten dabei beobachten, wie sie allerlei
Zeug machen, was andere auch machen. Klingt eigentlich nicht sehr
interessant, aufgrund des gut umgesetzten Drehbuchs und der ungewöhnlichen
Natur kommt aber eine unterhaltsame Stimmung auf. Zudem hat man ja noch im
Hinterkopf, dass da gleich was passieren muss… es handelt sich ja
schließlich um einen Horror-Film.
Da simple Treiben zieht sich aber doch schon einige Momente. Die Charaktere
werden oberflächlich vorgestellt und ein Szenario präsentiert, dass nur
eine Richtung kennt: Geradewegs ins Verderben. Wenn es dann losgeht, wird
das Fehlen der anfänglichen Spannung kompensiert und man bekommt einen
prächtigen Terror-Rausch präsentiert, der auch vor blutigen
Spezialeffekten nicht zurückschreckt. Man fühlt sich als Betrachter
unweigerlich an Filme wie „TCM“ oder „Wrong Turn“ erinnert, auch
wenn es hier etwas gradliniger zur Sache geht und deutlich weniger
Atmosphäre geboten wird - auch wenn offensichtlich mit Farbfiltern
gearbeitet wurde.
Besonders auffällig ist es, wie gut Regisseur Greg McLean mit der Weite der
Landschaft spielt. Entkommt man dem Killer aus seinen Fängen, heißt das
noch lange nicht, dass man einfach weglaufen kann. Diese einfachen Mittel
sind es, die diesen Independent-Film auszeichnen. Mit einfachsten Mittel zum
Erfolg. Und da sieht man auch mal wieder, dass ein guter Film nicht
zwangsweise viel kosten muss. „Wolf Creek“ hat weniger als eine Million
Dollar gekostet und ein Vielfaches eingespielt. Man muss zwar auf
durchgehende Logik, Tiefgang und gute Darsteller verzichten, dafür bekommt
man aber eine gute Unterhaltung geboten.
„Wolf Creek“ wirkt authentisch und ist scheinbar auch nach einer wahren
Begebenheit gedreht worden. Man darf allerdings bezweifeln, ob das Gezeigte
den Tatsachen entspricht. Es ist eher wahrscheinlich, dass mal jemand im
Outback verschollen ist, was ja leider öfter vorkommt, und man dann diese
Geschichte um das Verschwinden geschrieben hat. Aber wie dem auch sei,
dieser Beitrag aus Down Under ist bis auf kleine Mängel, die das Genre so
mitbringt, und die nicht so guten Darsteller sowie die etwas verwackelte
Kamera, ein gelungener Beitrag. |