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Die sexy Archäologin Cara Loft (Lauren Hays)
liegt zu Beginn des Films in ihrem Schlafgemach und erlebt dort erotische
Masturbations-Abenteuer, als plötzlich eine schwarzgekleidete Dame in ihrem
Zimmer steht und zum Angriff übergeht. Cara, die ihre dicken Wummen immer
griffbereit hat, kann die Angreiferin aufhalten und sie zur Rede stellen.
Diese stellt sich als Milla (Annie Body) vor und wurde angeblich von Dr.
Scrotus (Roland Lanza), einem berühmten Sammler antiker Schätze geschickt,
der Cara gerne für den nächsten Tag zum Dinner einladen würde, um ihr ein
Geschäft vorzuschlagen. Nach einigem Zögern willigt Cara ein, und
vernascht nebenbei noch Milla.
Von ihrem nicht gerade mit Intelligenz überschütteten Chauffeur Dylan
(Roland Lanza) lässt sich Cara am darauf folgenden Tag zum Essen mit
Scrotus kutschieren. Dieser eröffnet der Abenteuerin, dass er vor vielen
Jahren mit ihrem Vater befreundet war, der bei einer Expedition leider
verstarb, auf der er Scrotus drei Antike Statuen beschaffen sollte. Wie es
der Zufall so will, ist Scrotus im Besitz einer Karte, auf der die
jeweiligen Statuen verzeichnet sind. Cara beschließt, dem Willen ihres
Vaters gerecht zu werden und für Scrotus auf die Suche nach den
Antiquitäten zu gehen. Im hautengen Top, dessen sie sich des öfteren
entledigt, macht sich Cara auf eine Reise um die ganze Welt, in deren
Verlauf sie nicht nur mit fremden Völkern, sondern auch mit der
undurchdringlichen Natur zu kämpfen hat, doch dank dem geschickten Einsatz
ALL ihrer Waffen, sollte auch das kein Problem für unsere sexy Abenteuerin
sein... |
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Egal ob nun "Lord of the G-Strings",
"Spiderbabe", "Gladiator Eroticus" oder "Play-Mate
of the Apes" - die Liste erotischer Filmparodien, die ich mittlerweile
gesehen habe, erweitert sich ständig. Mit den Augen des normalen 08/15
Mainstreamkonsumenten betrachtet, handelt es sich dabei wohl um hirnlosen
Scheiß erster Güte, den man bereits nach nur 10 Minuten wieder aus dem
Player nehmen, und in zwei Hälften zerbrechen würde, doch gerade das ist
das reizvolle für den Trashfan. Einen Film wie "Womb Raider"
sieht man sich nicht an, weil man knallharte Action, Romantik und viel
Tiefgang darin erwartet, nein, man will so dämlich wie möglich unterhalten
werden, das ist das ganze Geheimnis. "Cara Loft - Womb Raider" ist
einer von diesen Filmen, den man des öfteren mal an Tankstellen oder
sonstigen Einrichtungen für einen Euro an der Kasse stehen sieht, und
niemals daran denken würde, ihn auch nur in die Hand zu nehmen, doch
Freunde der billigen Unterhaltung sehen das natürlich anders. Und gerade da
es in Deutschland bislang keinen einzigen Seduction Cinema Titel zu erwerben
gibt, ist es schön, sich wenigstens "Cara Loft" aneignen zu
können, auch wenn dieser eigentlich gar nicht aus dem Hause Seduction
Cinema stammt.
Bei näherer Betrachtung des Ganzen fällt selbiges jedoch wenig bis gar
nicht ins Gewicht. Was die SC Streifen stets auszeichnen sind überlange und
optisch anspruchsvolle Girl on Girl Softsexszenen, gepaart mit einem Humor,
der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Dabei orientieren sich die
Verantwortlichen meist sehr genau an der Originalstory des zu parodierenden
Films, so dass die Softsexverarschungen nicht selten über einen großen
Wiederkennungswert verfügen. Nun, auch wenn "Womb Raider" über
ähnliche Grundtendenzen verfügt, so gehen Randolph Scott und Roland Lanza
doch andere Wege.
Die Entscheidung, ausgerechnet die weltweit sehr bekannte Gameserie Tomb
Raider in einen Softsexfilm zu verwandeln, war sicherlich nicht die
schlechteste, da schon die Vorlage einen nicht unwesentlichen Erotikanteil
bot, was auf die ziemlich üppig ausgestatte Abenteuerin Lara Croft
zurückzuführen ist. Wo sich bereits Hollywood an das Thema heranwagte und
die Proportionen von Frau Croft mit Hilfe von Angelina Jolie gut
auszufüllen wussten, geht "Womb Raider" noch einen Schritt weiter
und erfüllt dem PC-Freak auch noch den letzten, feuchten Traum. Lara Croft
ist hier die meiste Zeit über entweder komplett nackt, oben ohne, oder in
ziemlich engen Tops zu sehen. Da kommt Freude auf, zumal Lauren Hays der
animierten Vorlage nicht einmal so unähnlich sieht.
Ob man mit ihr aber die Originalbesetzung gefunden hat, wage ich persönlich
zu bezweifeln. Durch Rollen in Filmen wie "Alien Intruder" oder
"Ring of Fire II" weiß Hays zwar, wie man schauspielert, doch
dies ändert nichts daran, dass die Gute beim Zeitpunkt des Drehs bereits 35
Jahre alt war, und dies ist für einen Softsexfilm ein recht hohes Alter.
Nun, durch genügend Make Up ist es Lanza und Scott glücklicherweise noch
gelungen, ihre Hauptprotagonistin ansprechend in Szene zu setzen, so dass
man auch gerne hinsieht, wenn Frau Loft nackt durch die Wüste schlendert
oder über andere Girls rutschen darf. Der restliche Cast setzt sich aus
reizvollen Damen und kompletten Knalltüten zusammen. Mit letzterem sind die
Herren der Schöpfung gemeint, die hier als gehirnamputierte Vollidioten
präsentiert werden. Im großen und ganzen gibt es schauspieltechnisch
jedoch nichts zu meckern, wie ich finde, lustig ist nur, dass manche
Schauspieler aufgrund des mangelnden Budgets gleich zwei Rollen spielen
mussten.
Wer sich einen Film wie "Womb Raider" hauptsächlich deshalb
zulegt, weil er hofft, danach angeregt an sich herumspielen zu können, den
muss ich leider enttäuschen. Ja, wir haben es hier mit einem Softsexfilm zu
tun, doch wenn man dies bedenkt, dann ist es schon erstaunlich, wie sehr man
sich in punkto Sex zurückhielt. Die ziemlich unspektakulären Lesbenszenen
kommen nicht über das Niveau der Sexy Sport Clips auf DSF hinaus, weshalb
sich Eltern keine Sorgen machen sollten, wenn sie diesen Streifen unter dem
Bett ihres Spröslings finden, denn verderben und zur Unzucht treiben wird
"Womb Raider" sicherlich niemanden. Meist wird genüßlich
gestöhnt, gestreichelt und auf Brustwarzen rumgeknabbert, das wars dann
auch schon. Da habe ich Titel von Seduction Cinema gesehen, die weitaus
freizügiger waren und das, obwohl diese auch in die Sparte Softsex fallen.
"Zu allem Überfluss" sind die Vögeleien auch noch ziemlich rar
gestreut, in einer Gegenüberstellung würde der Story-Anteil dem der Erotik
klar überwiegen. Dies ist allerdings nur bedingt ein Kontra, bzw. kommt es
ganz auf den jeweiligen Betrachter an, ob man sich daran stört oder nicht.
Ich persönlich konnte jedenfalls damit leben, weitgehend auf Lesbensex
verzichten zu müssen, denn manchmal ist weniger tatsächlich mehr, wie man
an zahlreichen Seduction Cinema Filmen sieht, in denen die erotischen Szenen
teils extrem in die Länge gezogen wurden.
Als sehr lobenswert hingegen empfinde ich den Versuch der Macher, ein
gewisses Flair von Abenteuer in den Film zu bringen. Die Handlung führt uns
nach Ägypten, Kenia und Tibet. Natürlich besteht keinerlei Zweifel daran,
dass man diese Szenen in einem Nationalpark oä. drehte, doch das stört
nicht weiter, da es den Verantwortlichen tatsächlich gelungen ist, ihr
extrem geringes Budget durch einige Tricks zu überdecken. So verzichtete
man größtenteils auf peinliche Computeranimationen, und bannte anstatt
dessen mehr Natur auf Zelluloid, was definitiv nicht die schlechteste aller
möglichen Lösungen war.
Summa Summarum ist "Womb Raider" sicherlich kein Überflieger am
Softsex Himmel, doch für eine gelungene Abwechslung zu den sich doch sehr
oft ähnelnden Seduction Cinema Filmen hat es gereicht. Hier wird etwas
weniger auf Lesbensex gesetzt, vielmehr legt man den Hauptaspekt auf die
Hauptdarstellerin selbst, die sich auch des öfteren mal selbst befummeln
darf, oder, wenn es ihr zu heiß wird, eben nackt durch die Kulissen
schreitet. Der Humor kommt bei alledem etwas zu kurz, doch das wird vom
gelungenen Versuch der Macher wieder wett gemacht, ihr doch sehr niedriges
Budget zu verdecken, wodurch "Womb Raider" immer noch eine Spur
aufwändiger als der typische Softsex-Quatsch auf Kabel 1 oder VOX wirkt.
Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit dem Film (nein, nicht so wie ihr jetzt
denkt) und glaube, dass man mit 1-2 €, die man für "Womb
Raider" investieren muss, nicht viel falsch machen kann. |