Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies

Informationen

OT:Gli ultimi Zombi

ca.88 Minuten

Italien 1979

Regie

  • Lucio Fulci
Darsteller

  • Ian McCulloch
  • Richard Johnson
  • Auretta Gay
  • u.a.

Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies

Story

Zwei New Yorker Polizisten, werden auf dem Hudson-River auf ein verlassenes Schiff aufmerksam. Einer meint zu wissen, dass führerlose Beförderungsmittel dem Finder gehören, und deswegen machen sie sich schleunigst an Bord. Die beiden müssen allerdings nach kurzer Zeit feststellen, dass es zwar menschenleer aber nicht ohne Besatzung ist. Ein paar Zombies machen sich über die zwei verdutzten her und bringen einen der Beamten um.

Die Ermittler finden heraus, dass dieses Schiff einem gewissen Bowles gehört, dessen Tochter Anne nicht unbedingt erfreut von dieser Nachricht ist. Abends macht sie sich auf, um das ungesicherte Schiff nach Beweisen zu durchsuchen, was anders verläuft, als sie sich dachte. Sie lernt dort nämlich Peter, einen recherchierenden Reporter, kennen und beschließt, mit ihm zusammen der Sache auf den Grund zu gehen.

Die beiden finden heraus, dass sich der Vermisste zuletzt irgendwo auf den Antillen aufgehalten hat, und machen sich umgehend, zusammen mit einem reisenden Pärchen, das die gleiche Route hat, auf den Weg dorthin. Bereits auf der Fahrt machen die vier einen unschönen Kontakt, mit einem Untoten , und als sie auf der Insel ankommen, auf der sich Annes Vater aufhält, treffen sie noch auf viel mehr dieser Kreaturen. Die Reisenden hätte nie gedacht, dass sie in diesem Südseeparadies um ihr Leben fürchten müssten…

Kritik

Fulci und die Zombies … nachdem er sie mehrfach als „Beilage“ in Streifen einbaute, die einen mystischen Hintergrund hatten, gab er ihnen dieses Mal sozusagen die Hauptrolle und knüpfte somit an die typischen Genrestreifen an, die George A. Romero damals mit seinem „Zombie – Dawn of the dead“ ins Rollen brachte.

Es gibt in „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ weder irgendwelche Tore zur Hölle oder sonstige übersinnliche Sachen, nein es gibt eine ganz einfache Story, die erklärt, warum sich Menschen in wandelnde Tote verwandeln. Dazu nutzte der bereits verstorbene Altmeister des Italo-Horror wunderschön zu betrachtende Spielorte, die von der Skyline New Yorks bis zu einem Tropenparadies reichen.

Dass die Story flach und abgedroschen wirkt, überrascht keinen, der sich in diesem Subgenre des Horrorfilms auskennt, allerdings unterhält sie und kommt mit einwandfreien und spektakulären Spezialeffekten daher, sodass die Gesamtspielzeit, die ungeschnitten stolze 88 Minuten dauert, im Nu vorüber ist. Besonders zu erwähnen wäre die erste der insgesamt nicht übermäßig vielen „richtig“ blutigen Szene, in der es um einen Holzsplitter und ein Auge geht. Details erspare ich mir und überlasse somit der Phantasie des Lesers, der den Film nicht kennt. Diejenigen, die den Film schon gesehen haben, werden sich sicherlich an eine unvergessliche Szene erinnern.

Das einzige Manko des Films ist, dass die Handlung etwas schleppend vorankommt, der Film einige Zeit braucht, um dorthin zu kommen, wo Splatterfans ihn erwarten. Es gibt zwar eine schwungvolle und blutige Anfangssequenz mit einem fettleibigen Untoten. Danach verläuft die Story zunächst etwas zähflüssig. Nicht uninteressant, für Horrorfans, die sich auf den Anblick von Zombies freuen, aber etwas langatmig. Im Laufe der Reise der vier Suchenden kommt es dann auch noch zu einer Szene, über die einfach geschmunzelt werden muss. Als Anne einen Tauchgang macht um Unterwasserfotos zu schießen, macht sie Kontakt mit einem Hai und einem Unterwasserzombie. Die beiden liefern sich dann einen Kampf, während Anne die Flucht gelingt. Es mag zwar sein, dass der ein oder andere Zuschauer diese Szene als aufregend empfindet, für mich ist es aber reiner Trash, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist!

Die Kamera ist wirklich gut in Szene gesetzt, da sie stets da ist, wo etwas los ist und bringt somit einen nicht zu verachtenden Schwung in die Geschichte. Es gibt zum Beispiel einige Nahaufnahmen von Zombies, die wirklich gelungen sind und natürlich werden auch die Spezialeffekte sehr gut eingefangen. Die Atmosphäre des Film schwankt zwar stark, aber das ist auch vom Drehbuch so gewollt gewesen. Zum einen gibt es diese Wohlfühlatmosphäre, in der man intensiv die Vorzüge der schönen Inselwelt erleben kann und zum anderen gibt es natürlich auch eine Endzeitatomsphäre, die dann einsetzt, als es auf der Insel „los geht“.

Insgesamt ist „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ ein Film der etwas an Spannung spart und auch nicht gerade allerbeste Schauspielkunst zeigt. Für einen Film seiner Art ist das allerdings auch nicht so wichtig. Die Atmosphäre passt, die Story ist recht interessant und auch vom Splatteranteil her gibt es absolut gar nichts zu meckern. Somit zählt „Woodoo“ sicherlich zu Fulci´s besten Filmen und auch zu einem der besten des Horrorgenres. Die Version die ich betrachten durfte stammt von Dragon, die ja etwas unter dem Verdacht stehen, billige Bootlegs zu vertreiben, ich bin mit dem Tape aber sehr zufrieden, da Bild und Ton gut sind und der Film, wie gesagt, ungeschnitten ist.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 4_5.gif

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