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| Bystanders |
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Story
Polizistin
Ja-young und ihr Kollege Dong-wook wurden zu einen Suizid gerufen und sollen
ihn untersuchen. Für die restlichen Polizisten sieht alles wie ein klarer
Selbstmord aus, doch Ja-young zweifelt.
Als der Tote untersucht wird, findet man bei der Obduktion eine seltsame
Kapsel, mit einem Zettel, im Magen des Verstorbenen. Das Schriftstück scheint
das zu bewahrheiten, was Ja-young ahnt. Ein Serienmörder geht um. Als der Körper
eines Jungen geöffnet wird, der bereits vor einigen Tagen umgebracht wurde
und dort ebenso eine Kapsel gefunden wird, ist es glasklar.
Ja-young entwickelt
sich nun eigenständig zur Profilerin und hat eine seltsame Idee. Sie denkt,
dass der unbekannte Serienmörder nach einem Tagebuch eines Toten, der in der
gleichen Klasse wie die beiden Mordopfer war, handelt. Alles was der damals
gemobbte und in den Tod getriebene Schüler niedergeschrieben hat, soll in die
Tat umgesetzt werden.
Für
Ja-young und Dong-wook
bricht nach dieser Erkenntnis eine heile Welt zusammen. Sie erfahren Dinge,
die sie nie erfahren wollten und müssen nebenbei auch noch einen Serienmörder
ausfindig und unschädlich machen… |
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Kritik
Als eine Mischung aus Polizei-Thriller und
Sozial-Drama mit einer kleinen Brise Action-Film kommt der südkoreanische
Beitrag „Bystanders“ daher. Er hat im Mittelpunkt zwar die Geschichte des
Serienmörders, auf die aber nicht wirklich intensiv eingegangen wird. Daher
ähnelt „Bystanders“ auch ehr Filmen wie „H6
- Tagebuch eines Serienkillers“ als
True-Crime- oder Fiktionale-Filme wie zum Beispiel „Sieben“ oder „Das
Schweigen der Lämmer“. Das besondere an diesem Film ist nicht die mehr oder
weniger ordinäre Geschichte, sondern die Art wie sie erzählt wird.
Der Film unterliegt dauernden Stimmungsschwankungen, die nur schwer
erträglich sind. Mal ist es lustig dann düster dann tragisch und dann wieder
heiter. Allerdings sind die lustigen Szenen ganz klar Geschmacksache und
treffen sicherlich nicht immer die mitteleuropäischen Geschmacksnerven.
Alberne Einschübe gibt es zum Glück nicht so häufig. Meist wird versucht
einen mit leicht flachen Witzen aus der Reserve zu locken.
Mit einer solide
agierenden Besetzung, deren Hauptrollen-Charaktere gut, und manches Mal ungewöhnlich,
gezeichnet sind, wird die fiktive Geschichte gut erzählt. Die Suche nach dem
Mörder steht nicht sehr lange im Mittelpunkt, aber dennoch bleibt der
Zuschauer am Ball um zu erfahren warum getötet wurde. Dadurch gibt es viele
spannende Momente. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass das Drehbuch an
einigen Stellen etwas löchrig ist. Rückblenden sorgen für Verwirrungen,
sinnfreie Dialoge für ein wenig Langatmigkeit und die, bereits
angesprochenen, witzigen Szenen hinterlassen Runzelfalten auf der Stirn des
Betrachters. Das Gute am Script ist der Umgang mit dem Aktuellen. Das hebt ihn
auch von Filmen wie „Sieben“ oder „Copykill“ ab, die in der
Gesamtbetrachtung sicherlich ähnlich sind. „Bystanders“ greift das Thema
„Gewalt an Schulen“ auf, welches offensichtlich nur in unseren Landen
aktuell ist. Auch in Südkorea scheint man diese Probleme zu kennen und wie es
sich für eine moderne Gesellschaft gehört, beschäftigen sich die Medien
damit. Sicherlich ist die Frage erlaubt, ob die Mischung aus Schul-Mobbing und
Serienmord für eine Sozialkritik geeignet ist.
Keine Frage ist, dass
der Film technisch gut umgesetzt wurde. Mit dunklen Sets und einiges an Regen
wird eine gute, passende, stellenweise düstere Atmosphäre geschaffen, die
zum guten Gelingen des Streifens beiträgt. Mit ungewöhnlichen
Kameraeinstellungen, besonderen Sets und Effekten wurde gespart. Und da „Bystanders“
eher die Freunde des Polizei- und Buddy-Movies anspricht, ist es auch nicht
verwunderlich, dass es bis auf eine Aufnahme keine Effekte der brutaleren Art
gibt. Somit ist das FSK 16 der deutschen DVD auch mehr als gerechtfertigt.
Wer
asiatische Thriller mag, die etwas anders sind und nicht unbedingt perfekt
sein müssen, wird mit „Bystanders“ sicherlich gut bedient. Er hat dieses
gewisse Extra, das Filmen eine besondere Note gibt. Stellenweise erinnert
seine düstere Grundstimmung an Filme wie „Bad
Lieutenant“ von Abel Ferrara oder „Henry – Portrait Of A Serial Killer 2“, mit den Filmen an
sich ist „Bystanders“ aber nicht vergleichbar. Für eine
etwas düstere, beklemmende Unterhaltung ist er auf jeden Fall bestens
geeignet. |
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DVD
Im schlicht
animierten DVD-Menü gibt es auf den ersten Blick schon die kompletten Extras
zu sehen. Denn es gibt lediglich den Link zu einer hausinternen, also
labelinternen Trailershow mit drei Titeln. In Sachen Bonusmaterial ist also
nicht viel los.
Bild-
und tontechnisch sieht es da schon besser aus. Die Akustik ist gut abgemischt
und kommt sauber aus den Boxen geströmt. Das Bild ist auch in Ordnung, auch
wenn etwas die letzte Schärfe fehlt. Für Multilingualisten sei erwähnt,
dass die originale Tonspur fehlt. Der Film ist also nur in deutsch zu hören. |
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| Alle Bilder sind
Eigentum des jeweiligen Studios |
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