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Das
Cover von „Poker Run“ verspricht einem den „Highway To
Hell“. Die Beschreibung ein Rednecks meets Roadtrip. Und wenn dann
noch pokernde Rocker vorkommen, die nichts Gutes im Sinn haben, ist
das doch eine Steilvorlage für einem guten Horror-Streifen, oder?
Leider ist das, was „Poker Run“ bietet aber alles andere als
gute Ware. Nicht mal solide Horror-Kost und schon gar kein
unterhaltsamer Film. Leider. Und dabei fängt es gar nicht mal so
schlecht an: Man wir zu Beginn mit den beiden Übeltätern vertraut
gemacht. Sie leben abgelegen, entstammen offensichtlich nicht dem
frischesten Genpool und gehen keinem ordentlichen Job nach. Und dann
kommen die Städter. Leichte Opfer...
Das Spielchen hübsche Städter gegen abgefuckte Rocker funktioniert
dann im Verlauf aber nicht so, wie man sich das wünscht. Es ist
wenig spannend, kaum atmosphärisch und nicht authentisch in Szene
gebracht. Die Locations sind nicht immer so, wie man sich das wünscht.
Da hätte man viel mehr rausholen müssen. Die karge Wüstenlandschaft
und deren verstaubte Bars bieten viel mehr Potential, wie man aus
anderen Filmen weiß. Zudem sind die bösen Figuren arg überzeichnet.
Sogar soweit, dass sie unglaubwürdig wirken. Im Horror-Film ist das
zwar nicht unbedingt besonders, hier fällt es aber arg auf.
Man kommt nichts Besonderes vor die Linse gesetzt. Hier und da gibt
es zwar mal kleine interessante Einschübe, für eine gute
Dauerunterhaltung ist das aber zu wenig. Obwohl man in einer Szene
nicht so recht verstehen mag, warum sich ein Toter plötzlich zu
Wort meldet. Nett sind dahingegen einige Dialoge. Zumindest für
Freunde etwas merkwürdiger Unterhaltungen. Beispiel gefällig?
„Letztes mal habt ihr eine Nutte in der Dusche vergessen. Wisst
ihr wie schwer tote Nutten zu entsorgen sind, wenn die Biester erst
mal tot sind...“. Aber so sind sie nun mal. Tote Nutten, welche
die Dreistigkeit besitzen auch noch tot zu sein...
Optisch geht es nicht gerade um dahingeschiedene Prostituierte. Es müssen
zwar Leute beziehungsweise einige ihrer Körperteile scheiden, dies
bleibt dem Betrachter der deutschen Fassung allerdings
„erspart“. In der Rohfassung ist der Film schon nicht sonderlich
brutal, er wurde für den heimischen Markt aber noch mal gestutzt.
„Poker Run“ ist wahrscheinlich wieder mal ein Beispiel für das
Durchgreifen der oft kritisierten Prüfstelle. Filme mit hohem
Budget dürfen viel, dafür werden kleine Produktionen dann dahin
geschnitten, wo sie die Ordnungshüter hinhaben wollen.
Wahrscheinlich um eine gewisse Quote zu erreichen. Aber wer weiß
das schon?
Aber man muss gestehen, dass selbst Kettensäge, Pumpgun, Machete
oder auch eine Armee von Zombies diesen Film nicht hätten retten können.
Er ist von Regisseur-Neuling Julian Higgins einfach schlecht
umgesetzt worden. Die Schnitzeljagd auf Rädern ist recht
ereignislos, die „durchgeknallten“ Rednecks und ihre
Gegenspieler sind uninteressant sowie recht harmlos und zudem nicht
auf dem höchsten schauspielerischen Niveau. Es wird kein Poker
gespielt und blutig ist der Streifen auch nicht. Da bleibt nicht
viel Positives übrig. Lediglich ein interessanter Anfang. Und für
einen guten, oder mittelmäßigen, Film ist das leider etwas zu
wenig. |
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Technisch
ist die DVD aus dem Hause Sunfilm/Tiberius Film dem Inhalt um Meilen
voraus. Man bekommt ein ordentliches Bild und einen ebenso
ordentlichen Ton, der in DD5.1 und DTS daherkommt. Als Extras gibt
es ein paar Trailer, Deleted Scenes (23:19 Minuten, ohne Untertitel
in Originalsprache) und ein Gag Reel. Witzige Mitschnitte vom Dreh,
die für einige Lacher sorgen (05:14 Minuten).
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