Bones – Der Tod ist erst der Anfang

Informationen

OT:Bones

ca. 91 Minuten

USA 2001

Regie

  • Ernest R. Dickerson
Darsteller

  • Snoop Dogg
  • Pam Grier
  • Michael T. Weiss
  • u.a.
Bones - Der Tod ist erst der Anfang

Story

In einem amerikanischen Viertel, dass hauptsächlich von Schwarzen bewohnt ist, scheint etwas seltsames vorzugehen. Erst muss ein Mann vor einem dämonischen Hund flüchten und dann kommen auch noch zwei Jugendliche um. Im Mittelpunkt dieser Geschehen steht ein altes Haus, in dem vor 20 Jahren schlimme Sachen geschehen sind. Aber genau das wissen die vier Jugendlichen nicht, die in diesem Haus einen Szeneclub aufmachen wollen. Einer von ihnen hat all sein Geld zusammengekratzt und will das alte Gemäuer nun mit seinen „Brüdern“ aufmöbeln.

Doch bald müssen die Jugendlichen feststellen, dass hier in der Tat etwas faul ist. Es fängt mit einem Hund an, der erst bestialisch aussieht, sich aber beruhigen lässt und der Gruppe jetzt auf Schritt und Tritt folgt. Dann bekommen sie plötzlich verschiedenste Visionen und letztlich finden sie eine Leiche im Keller, die, wie sie nach und nach erfahren, einem gewissen Mister Bones hört.

Jimmy Bones wurde im Jahr 1979, also vor ziemlich genau 20 Jahren, in diesem Haus getötet. Er war ein angesehener und mächtiger Mann, der sich um die Leute in seinem Viertel kümmerte. Als dann plötzlich die neue und vor allem billige Droge Crack erfunden wurde, weigerte er sich, seinen Bezirk für die Drogenbosse freizugeben, was ihm zum Verhängnis wurde. Er wurde angeschossen und alle, die das mitangesehen haben, mussten ihm ein Messer in den Bauch rammen, um die Täterschaft zu verschleiern.

Dadurch, dass die Jugendlichen das Haus betreten haben und dem Hund etwas zu fressen gaben, erwacht Bones wieder zum Leben, da sein Geist im Körper des Höllenhundes gefangen war. Jetzt will er an denen Rache nehmen, die ihn umgebracht haben…

Kritik

Das „Bones – Der Tod ist erst der Anfang“ kein üblicher Horrorfilm ist, wird dem Betrachter schnell klar. Nicht nur weil die Filmmusik aus dem afroamerikanischen Kulturkreis stammt und die Darsteller zum grossen Teil eine dunkele Hautfarbe besitzen. Der Film ist schwer einzuordnen, da seine Bestandteile entweder geklaut sind oder der Regisseur eine Hommage an verschiedenste Horrorfilme produziert hat. Da der Verantwortliche auf den Namen Ernest R. Dickerson hört und für nicht weniger als den Genreklassiker „Ritter der Dämonen“ verantwortlich ist, kann man wohl vom letzteren ausgehen.

Oder sind alle Parallelen zu anderen Horrorfilmen nur Zufall? Ist es Zufall das haufenweise Maden vorkommen wie in „Die Geisterstadt der Zombies“? Ist es Zufall das der Bösewicht in der Gestallt eines Hundes auftritt, wie es im Horrorgenre ja mal des öfteren vorkommt? Ist es Zufall das der schwarze Protagonist von der Kleidung oft an den ebenfalls schwarzen „Candyman“ erinnert? Und ist es ebenfalls ein Zufall, dass eine Verwandlung a la „Hellraiser“ stattfindet? Fragen über Fragen, die nicht eindeutig beantwortet werden können, aber da der Film sich sowieso nicht sonderlich ernst nimmt, ist es wohl auch keine relevante Frage.

Wer also horrormässige Ernsthaftigkeit sucht, der ist hier absolut falsch. „Bones“ bietet eher gutes Popcornkino mit einem Hauch Blaxploitation. Die Story steht sicher nicht im Mittelpunkt des Films, denn dafür ist sie einfach zu abgekupfert und zu schwach. Vielmehr sind es die Stars, die mit der weiblichen Legende des Black-Movie, Pam Grier und dem Rap-Künstler Snoop Dogg ohne Frage vertreten sind und auch eine solide Leistung abgeben. Leider wurde aber bei der Synchronisationsstimme von Snoop Dogg etwas murks gebaut, denn sie klingt nicht mal annähernd so wie seine echte und auch nicht so, wie die Stimme, die uns in „Training Day“ präsentiert wurde.

Auch die gut gelungenen Spezialeffekte und die, mit unter, recht guten Splattereffekte sorgen für angenehme Unterhaltung. Allerdings ist diese Unterhaltung sicherlich nicht für jeden etwas und das liegt nicht nur an der Musik, die ja bekanntermaßen Geschmackssache ist. Wenn jemand ernsthafte Probleme mit Maden hat, sollte er diesen Film lieber nicht angucken, da die kleinen in einer unzählbaren Menge vorkommen und sich nicht nur einmal in menschliche Körperöffnungen (oraler Art) verirren. Das dann nicht alles so bierernst gemeint ist, merkt man an der Schussszene, wo der auferstandene Protagonist die Häupter seiner Peiniger einsammeln will. Hier wird natürlich nicht zuviel verraten, aber diejenigen, die den Film schon gesehen haben, wissen sicherlich was gemeint ist… Beim Blut gibt es leider den Kritikpunkt, dass es nicht immer wie „echtes“ Kunstblut aussieht, was natürlich schade ist. Allerdings hat das Filmen wie zum Beispiel „Convent“ auch nicht geschadet und vielleicht gab es ja auch hier einen kleinen Seitenhieb?

Auf jeden Fall ist „Bones“ ein guter Unterhaltungsfilm, der in der Mitte zwar einige langatmige Szenen hat, dass mit einem guten Ende, tollen Rückblenden in die 70er und der damit verbundenen Stimmung wett macht. Zwar ist die Story etwas dünn und die Spannung viel zu selten anzutreffen, für einen lustigen Abend mit einer Tüte Popcorn und einer Flasche Bier, reicht er aber allemal.

Bewertung

Splatter Bones - Der Tod ist erst der Anfang
Spannung Bones - Der Tod ist erst der Anfang
Story Bones - Der Tod ist erst der Anfang
Ekelfaktor Bones - Der Tod ist erst der Anfang
Atmosphäre Bones - Der Tod ist erst der Anfang
Gesamt Bones - Der Tod ist erst der Anfang

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