Cannibal Holocaust

Cannibal Holocaust

Informationen

Originaltitel Cannibal Holocaust
Länge 95 Minuten
Drehjahr 1979
Drehland Italien
Regie Ruggero Deodato
Schauspieler
  • Robert Kerman
  • Francesca Ciardi
Cannibal Holocaust

Story

Ein New Yorker Filmteam wird in den südamerikanischen Dschungel geschickt, um dort eine Reportage über zwei verfeindete Eingeborenenstämme zu machen. Die jungen Leute sind für ihre professionelle Art bekannt, die ihnen schon Ruhm und Ehre hat zukommen lassen. Doch das Team soll aus den Weiten des Dschungels nicht mehr zurückkommen und so macht sich Professor Monroe, zusammen mit zwei Adjutanten, auf den Weg in das unergründete Land, um nach dem berüchtigten Team zu suchen.

Die drei treffen im Dschungel auf einen Eingeborenenstamm, die ihnen deutlich machen, dass das Filmteam hier war und sie anschliessend dahin führen, wo der Weg der Vermissten endete. Beim Urwaldmarsch machen sie dann einen Fund, der das bestätigt, was man nicht gehofft hatte. Sie finden einen der Vermissten, besser gesagt seine menschlichen Überreste. Im Kannibalendorf entdeckt der Professor dann neben den weiteren Leichen das Filmmaterial, was er nach einem Hnadel für sich beanspruchen kann.

Die Reise führt die drei nun zurück nach New York, wo sich Experten daran machen, dass stark in Mitleidenschaft geratene Material aufzubereiten. Aus den verwendbaren Resten soll eine soll eine Fernsehreportage gedreht werden, die den Zuschauern einen Schrecken einjagen soll. Doch als die Filmrollen betrachtet werden, sehen die Verantwortlichen grausame Szenen, die sicherlich nicht für das Fernsehpublikum geeignet sind. Es hat den Anschein als ob das Filmteam nicht nur dokumentiert hat, sie haben die friedlichen Dschungelbewohner wohl für ein grausames Spielchen benutzt…

Kritik

Der Kannibalenfilm hat sich in seiner Hochzeit zwar nicht unbedingt einen guten Namen gemacht, von den Fans jetzt mal abgesehen, denn er steht für Gedärme, wilde Wilde, Kastrationen und leider auch für Tiersnuff. Letzteres ist zwar nicht in allen Filmen dieses Subgenres enthalten, doch in „Cannibal Holocaust“ kann man leider zusehen wie das ein oder andere Tierchen vor der Kamera abgeschlachtet wird. Sicherlich ist die unnötig wie ein Kropf und es gibt auch keinen Menschen der dies sehen will, doch eigentlich darf man sich nicht beschweren wenn Leute wie Deodato so etwas aufgegriffen haben. Was glaubt ihr, wie die Wurst auf euer Brötchen gekommen ist? Es hat sich bestimmt kein Metzger bereiterklärt das zu tötende Tier in sein Ableben zu streicheln… Aber das ist eine andere Diskussion. Wenn Deodato meint er müsse so die Härte des Tötens zeigen, soll er das machen, ich heisse es auf jeden Fall nicht gut!

Was aber eigentlich in diesem Streifen gezeigt werden soll ist die Ausschlachtung der Wehrlosen und somit bekommt der Film, dem man das wohl nicht zutraut, eine kritische Aussage. Die Reporter sind es, die aus dem friedlichen Wildvolk aggressive Menschenfresser machen. Nur weil die Amerikaner eine Geschichte brauchen, versuchen sie ein komplettes Dorf auszulöschen, indem sie die Menschen zusammentreiben und anstecken. Diejenigen die fliehen wollen, werden einfach abgeknallt und natürlich wird alles filmgerecht festgehalten.

Durch diese Szenen wirk der Film unheimlich authentisch und das ist es wohl, was „Cannibal Holocaust“ zu einem „sehenswerten“ Film macht, der über die gesamte Spielzeit fesselt und erschüttert. Es hat den Anschein, dass man sich in einer Reportage befindet und nicht in einem billigen, italienischen Streifen, der auf einer Modewelle ritt. Zudem merkt man schnell wie die Rollen verteilt sind, was natürlich zur Folge hat das man eine gesunde Antipathie gegen die Protagonisten aufbaut. Nicht weil die so dämlich spielen, dass ist ihnen aufgrund des dokumentarischen Filmstiels sogar gut gelungen, viel ehr merkt man das die geldgeilen Amerikaner nur auf das eine aus sind: Eine brutale Story. Brutalität bekommt man im Film selbstverständlich auch geboten. Deodato wäre nicht Deodato wenn er nicht irgendwelche Kastrationen, Gedärmeorgien und Körperteilabtrennungen in den Film betten würde und somit für den ein oder anderen Brechreiz sorgt. Es gibt genretypisch sehr harte Szenen, die sicherlich nicht von jedem gesehen werden sollten.

Leider sieht das die deutsch Justiz ähnlich, sie geht allerdings noch etwas weiter als ich. Dieser Film wurde bei seinem ersten Auftritt in Deutschland, als er vom Marketing-Label unter dem Namen „Nackt und zerfleischt“ angeboten wurde zwar nur gekürzt und nicht beschlagnahmt, allerdings ist die ungeschnittene Neuauflage von Astro sowohl auf DVD und auch VHS beschlagnahmt.

Insgesamt gesehen ist „Cannibal Holocaust“ sicherlich der gelungenste Kannibalenfilm, da er eine mitreissende Handlung besitzt und weiss wie man den Zuschauer durch ständige Schocks vorm Betrachtungsgerät fesselt. Lediglich der Tiersnuff ist abstossend, aber so viele Jahre nach dem Dreh kann man da eh nichts mehr gegen machen.

Bewertung

Splatter Cannibal Holocaust
Spannung Cannibal Holocaust
Story Cannibal Holocaust
Ekelfaktor Cannibal Holocaust
Atmosphäre Cannibal Holocaust
Gesamt Cannibal Holocaust

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