Diary Of The Dead

Diary Of The Dead

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 92 Minuten
Regie George A. Romero
Darsteller Shawn Roberts Megan Park Amy Ciupak Lalonde Chris Violette u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Diary Of The Dead

Story

Journalistin Debra hat eigenes und nie veröffentlichtes Filmmaterial, mit dem sie die Welt warnen will. Unter dem Namen „The Death Of Death“ präsentiert sie folgende Geschichte:

Filmstudent Jason will für seine Abschlussprüfung einen Horror-Film drehen. Er hat sich dafür im dunklen Wald mit einigen Bekannten verschanzt, um seine Ideen auf Celluloid zu bannen. Der Dreh funktioniert nicht wirklich gut, da die Protagonistin ganz schön zickig ist.

Als die Filmcrew in einer Drehpause eine Schreckensnachricht im Radio hört, in der von wieder auferstandenen Leichen die Rede ist, ahnen sie noch nichts von dem, was ihnen bevorsteht. Sie nehmen die Meldung erst ernst, als ihnen leibhaftige Zombies gegenüber stehen. Daraufhin will die Gruppe schnellstmöglich nach hause. Doch die gemeinsame Fahrt mit dem Wohnmobil entwickelt sich schnell zur Flucht ins Ungewisse. Eine Flucht mit unzähligen Gefahren, die mit Jasons Filmequipment festgehalten wird…

Diary Of The Dead  Diary Of The Dead

Kritik

Wer gedacht hatte, dass der gute Romero es nicht mehr schaffen würde, sein Publikum zu überraschen, hat sich geirrt. Nach der Zombie-Trilogie und dem etwas zu glatten „Land Of The Dead“ kommt nun der fünfte Zombie-Streich hinzu. Ein Film, der die Zuschauer vielleicht in zwei Lager spalten könnte. Denn die Vergangenheit hat bewiesen, dass Filme, die mit der Handkamera aufgezeichnet werden, nicht jedermanns Geschmack sind. „Diary Of The Dead“ setzt sich aber deutlich von Filmkollegen ab. Nicht nur, dass nicht ganz so gewackelt wird, wie man es kennt. Die Kameramänner respektive -Frauen verfügen glücklicherweise über ein durchaus ruhiges Händchen, was „Blairwitch“-Hasser etwas beruhigen sollte. Es kommt auch noch hinzu, dass alles sehr durchdacht ist und eine sehr gute Regieleistung abgegeben wurde.

Die Story ist vielleicht nicht ganz so interessant, wie man es vermuten könnte. Endzeitszenarien sind im neuen Jahrtausend nicht mehr so schockierend, wie sie es noch zu „Night Of The Living Dead“-Zeiten waren. Filmtechnisch ist es nichts Neues mehr, wenn man der Spezies Mensch an die Wäsche will. Aber auch sonst ist das Geschehen, zumindest dem Umständen entsprechend, recht trivial gehalten. Es wird sich nicht wirklich vor den Zombies verschanzt, was ja in einigen Zombie-Filmen diesen gewissen Reiz ausübt. Aber trotz dieser kleinen Mängel ist die Atmosphäre sehr dicht. Da es auch spannend zugeht, macht es über die komplette Spielzeit Lust, dem Geschehen zu folgen. Langeweile kommt nicht mal im Keim auf.

Die gute Gefühlslage, die von Spannung und Atmosphäre ausgelöst wird, wird dann noch von einigen Spezialeffekten untermauert. Es gibt echt tolle Sachen zu sehen. Auch CGIs, die aber durchweg sehr gut gelungen sind. Man erkennt sie eigentlich nur daran, weil eine Umsetzung mit Pappe, Knete oder sonstigem Utensil nicht möglich ist. Der Film ist aber nicht übermäßig brutal. Nur so hart, wie er sein muss, um zu funktionieren. Beim Töten der Zombies haben sich die Effektmacher einiges einfallen lassen. Und das ist sehr sehenswert.

Der recht unbekannte Cast passt sich dem Geschehen gut an. Hier werden solide Leistungen abgerufen, welche die beabsichtigte Authentizität des Film stärken. Romero hat wirklich ein tolles Team zusammengestellt, welches ihn bei seiner Arbeit offensichtlich gut unterstützt hat. Denn was der „Meister“ hier abgeliefert hat, ist ein Film der ersten Liga. Und? Durfte man das erwarten, als man gehört hat, dass der fünfte Zombie kommt und das dieser wie „Blairwitch“ sein soll? Aber Romero hat hier nicht nur einen technisch guten Film in den Kasten gebracht, er wirft auch wieder Fragen auf. Übt Gesellschaftskritik.

Vor allem über die Rolle der Medien. Der Film im Film entsteht ja, weil sich ein junger Journalist todesmutig dafür einsetzt, die Welt zu warnen. Oder riecht der Student die Möglichkeit, mit seiner Abschlussarbeit seine Karriere zu ebnen? Oder ist er einfach nur geil darauf, blutige und schockierende Bilder zu präsentieren?

Alle Fragen werden natürlich nicht beantwortet. Wozu auch? „Diary Of The Dead“ funktioniert auch ohne aufzuklären. Er ist sicherlich nicht der perfekte Horror-Film. Auch nicht auf einer Höhe mit „Dawn“. Aber er macht Spaß und funktioniert gut. Von daher kann man „Diary Of The Dead“ allen Romero- und allen Zombie-Fans ans Herz legen.

Diary Of The Dead  Diary Of The Dead

DVD

Der Redaktion lag eine Sichtungs-DVD vor, die beim Bild und auch beim Ton nicht der finalen Qualität entspricht. Die Doppel-DVD wird am 08.05.2009 erscheinen und folgende Features beinhalten: DVD 1: Featurette Master Of The Dead

Featurette Into The Camera

Featurette You Look Dead!

Featurette Character Confessionals

Featurette A World Gone Mad

DVD 2: Dokumentation "One For The Fire – The Legacy Of Night Of The Living Dead"

Featurette "Speak Of The Dead"

Featurette "Familiar Voices"

Featurette "A New Spin On Death

Interview mit Schauspieler Duane Jones Auf das insgesamt 199 Minuten dauernde Bonus-Material darf man auf jeden Fall gespannt sein.

Bewertung

Splatter Diary Of The Dead
Spannung Diary Of The Dead
Story Diary Of The Dead
Ekelfaktor Diary Of The Dead
Atmosphäre Diary Of The Dead
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck Diary Of The Dead

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