Dreamcatcher

Dreamcatcher

Informationen

OT:Dreamcatcher

ca. 136 Minuten

USA 2002

Regie

  • Lawrence Kasdan
Darsteller

  • Morgan Freeman
  • Damian Lewis
  • Thomas Jane
  • u.a.

Dreamcatcher

Story

Die vier Freunde Pete, Henry, Jonesy und Beaver kennen sich noch aus der Schulzeit und treffen sich hin und wieder in einer alten Hütte in einem Wald, um dort über die alten Zeiten zu plaudern und ein gemütliches WE zu verbringen. So auch dieses WE, Pete und Henry tätigen noch die letzten Besorgungen in dem einzigsten Supermarkt weit und breit, der mehrere Meilen von der Hütte entfernt ist. Währenddessen sind Jonesy und Beaver in/um die Hütte herum zu Gange. Jonesy entdeckt schließlich von einem Hochsitz aus einen ziemlich angefrorenen Mann, den er fast mit seinem Gewehr erschießt, da er ihn irrtümlich für einen Hirsch hält. Er eilt schließlich zu dem erfrierenden und nimmt ihn mit in die Hütte. Der Mann hat sich in den Wäldern verirrt und streift bereits seit dem vergangenen Tage umher. An seiner Wange befindet sich ein seltsamer Ausschlag und er scheint auch ansonsten sehr angeschlagen zu sein. Draußen beginnt es auch immer stärker zu schneien. Der Mann leidet unter starken Blähungen und scheint sch den Magen mit Beeren verdorben zu haben. Jonesy und Beaver bringen ihn schließlich zu Bett. Dann entdecken sie vor der Hütte, dass sämtliche Waldtiere anscheinend vor etwas zu fliehen scheinen, denn eine regelrechte Wanderung ist da im Gange und die beiden stürzen hinaus um sich das anzusehen. Als sie wieder in die Hütte zurück kommen, entdecken sie blutige Fußabdrücke, die vom Schlafzimmer ins Badezimmer führen…

Währenddessen haben Pete und Henry einen Autounfall, da sie einer halb im Schnee steckenden angefrorenen Frau ausweichen. Pete verletzt sich dabei sein Bein. Sie nehmen die Frau mit und machen wenige Meter weiter eine Feuerstelle, Pete soll bei der fast erfrorenen Frau, die auch einen seltsamen roten Hautausschlag im Gesicht hat, bleiben, während Henry versucht alleine die 9 Meilen bis zur Hütte zu laufen, um dort den Schneeflug und somit Hilfe zu holen.

In der Zwischenzeit hält auch das Militär Einzug in dem Gebiet und riegelt den gesamten Wald ab, ständig überfliegen Hubschrauber den Wald, irgendetwas scheint da vor sich zu gehen und es scheint auch etwas mit einer Gabe zu tun zu haben, die die 4 Freunde alle in den Kindertagen von ihrem Freund Duddit bekommen haben..

Kritik

Ich wurde vor diesem Film bereits vorgewarnt, daß er mir vermutlich nicht gefallen würde, da es in diesem Film eine überaus brutale Szene mit einem Schäferhund gibt und ich solche Dinge nun mal nicht sehen mag (schließlich habe ich selbst ein solches Tierchen hier herum rennen!). Dennoch war Dreamcatcher gestern Abend der einzigste Film in unserer Nähe, der auch nur halbwegs interessant klang und daher ging ich dann auch trotz aller Vorwarnungen hinein. Mein Ergebnis: Auch wenn man von dieser Schäferhundsache einmal absieht, so gibt es dennoch über diesem Streifen nicht besonders viel positives zu berichten! Der Film ist einfach nur langweilig!

Die Story stammt von Horrormeister Stephen King, der wohl jedem zumindest vom Namen her ein Begriff sein dürfte. Von ihm stammen auch Klassiker wie „Friedhof der Kuscheltiere“, „Es“, „Shining“, „The Stand“ etc.. Früher habe ich seine Bücher regelrecht verschlungen, allerdings ist dies bereits seit „Desperation“ immer mehr abgeklungen. An was dies letztendlich hängt, kann ich nicht sagen, entweder weil mir vieles inzwischen zu vorhersehbar erscheint oder weil mir Stephen Kings unüberschaubarer Hass gegenüber Schäferhunden langsam einfach zu blöd wird! Aber nun gut, hier geht es ja nun nicht um „Duddis – Dreamcatcher“, das Buch zu diesem Film hier , sondern um die Verfilmung selbst. Da ich das Buch nicht gelesen habe, weiß ich auch nicht, was wieder einmal alles vergessen wurde oder nur mal wieder schlecht umgesetzt wurde. Es scheint jedenfalls bisschen was zwischen den Handlungssträngen zu fehlen.

Die Story des Filmes ist jedenfalls irgendwie hirnrissig. Ich habe mich wirklich bemüht dem Filmen konzentriert und gespannt zu folgen, aber irgendwie wollte sich bei mir dennoch keine richtige Spannung aufbauen lassen. Ich wartete ständig auf das gewisse etwas, das dem Film noch irgendeinen Kick geben würde, aber es blieb aus! Es ist von vornherein ersichtlich auf was der Film hinauslaufen wird, lediglich der Weg dorthin versucht noch eine kleine Spannungsgeschichte aufzubauen, was jedoch ebenfalls nicht gelingt. Stattdessen wird man mit teilweise ordinären oder sonstigen neuen Fachausdrücken unterhalten, z.B. Arschwiesel oder Fickorama und man bekommt auch recht unspektakuläre Dialoge geboten. Ein Beispiel:“ Diese Waffe hier war ein Geschenk von John Wayne.“ (und das meint der Typ auch ernst!). Außerdem besitzt die Story auch einige unlogisch wirkenden Stellen, ich denke mal dass da wieder an der Ursprungsgeschichte deutlich geschnitten wurde. Manche Sachen kommen einem nämlich schier unlogisch vor, z.B. warum glaubt ein Armeetyp einem völlig Fremden aus der Quarantänestation mehr, als seinem Boss? Was hat es denn jetzt eigentlich mit diesem Traumfänger auf sich (der bekommt den ganzen Film über doch gar keine Bedeutung zugeteilt)? Wo kam Duddi denn nun her? Warum muss da schon wieder ausgerechnet ein Schäferhund dran glauben???

Auch die Effekte schafften es nicht, den Film aus der Schlinge zu ziehen. Zwar sind die Arschwiesel (etwas übergroße Würmer mit riesigem mit Zähnen gespicktem Maul) ganz ok geworden, aber sie stellen im Grunde auch nichts neuartiges dar. In fast jedem Low Budget Film des Horrorgenre findet man nun mal weit bessere Monster/Aliens oder dergleichen. Wenn ihr jetzt wissen wollt, warum diese Viecher überhaupt Arschwiesel heißen, das ist einfach, stellt euch einfach mal den Film „Alien“ vor, nur dass diese Dinger hier halt nicht aus dem Bauch sondern aus dem Hinterteil herausbrechen! Außerdem haben diese Viecher leichte Ähnlichkeit mit den Viechern aus „Tremor – im Land der Raketenwürmer“.

Atmosphärentechnisch gibt es auch nicht viel zu berichten, denn die überwiegende Geschichte spielt sich in einem verschneiten Waldgebiet ab. Ganz nett fand ich die Stelle, als die ganzen Waldtiere versuchen aus dem Wald zu fliehen, was bereits recht früh zu Beginn des Filmes stattfindet und wodurch ich immer noch einen Funken Hoffnung in diesem Film sah.

Splattereinlagen sind im Grunde auch nicht vorhanden, es sei denn man zählt ein paar zermatschte, schleimige Würmer oder einen armen toten Schäferhund dazu. Ein Typ bekommt auch ein par Finger abgebissen von einem der Würmer, ein anderer Typ bekommt in die Hand geschossen und es spritzt auch bisschen Blut, aber halt viel zu wenig! Auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 10 bei Braindead liegen würde) würde ich diesem Film hier eine 3 geben.

Kommen wir zu den Darstellern, hier sind mal keine ganz unbekannten Gesichter zu finden, zumindest mal ein paar, die sogar mir ein Begriff sind, sind mit von der Partie. So z.B. Morgan Freeman, der meist recht gute Filme dreht und der sich auch hier wieder Mühe gibt. Er spielt einen etwas durchgeknallten Alienjäger der Regierung (also eine Art Fox Mulder, nur weit höher gestellt), der seine Mannschaft, die Blue Unit, befehligen darf und dem sein Job etwas über den Kopf gewachsen ist. Die Rolle als Bösewicht steht ihm übrigens recht gut und man kauft sie ihm voll und ganz ab. Dann hätten wir da Jason Lee, der für etwas Schwung in dem Haufen sorgt und den Film etwas auflockert aber natürlich stirbt er ziemlich früh. Die restlichen Darsteller sind im Grunde keine Erwähnung hier wert, ich führe sie unter dem Punkt „Daten“ auf, was genügen dürfte, denn meist treten sie so arg unmotiviert oder emotionslos vor die Kamera, dass es wirklich nicht grade schön anzusehen ist, es wirkt einfach alles zu gelangweilt!

Ich empfehle diesen Film diesmal nur bedingt, und zwar an eingefleischte Stephen King- oder Akte X- Fans. Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten, werden vermutlich enttäuscht werden. Der Film stellt einfach nichts neues da, sondern ist im Grunde ein Zusammenschnitt aus diversen King- Büchern, alles war schon mal da: Die 4 Jungs, die eines schönen Sommers einen Spaziergang unternehmen – „Stand by me“, die Würmer – „Langoliers“, ein abgestürztes Ufo – „Das Monstrum Tommyknockers“, der tote Schäferhund – „Regulator“, “Brennen muss Salem“…

Der Film bekommt somit keine Empfehlung für Horrorfans! Ich fand ihn halt einfach nur langweilig!

Bewertung

Splatter Dreamcatcher
Spannung Dreamcatcher
Story Dreamcatcher
Ekelfaktor Dreamcatcher
Atmosphäre Dreamcatcher
Gesamt Dreamcatcher

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