Monster

Informationen

OT:Monster

ca.104 Minuten

Deutschland, USA 2005

Regie

  • Patty Jenkins
Darsteller

  • Charlize Theron
  • Christina Ricci
  • Bruce Dern
  • u.a.

Monster

Story

Aileen Wuornos will sich eigentlich gerade mit einer Pistole das Leben nehmen, überlegt es sich aber noch mal anders, da sie noch 5 Dollar in der Tasche hat, die sie in Bier investieren will. Die Prostituierte begibt sich in eine Bar, wo sie die junge Selby kennen und später auch lieben lernt.

Die Liebe der beiden Frauen steht allerdings unter keinem guten Stern, da Aileen eigentlich nichts anderes kann, außer Anschaffen zu gehen, denn die über 30jährige Frau geht seit ihrem 13. Lebensjahr dieser Tätigkeit nach. Sie will zwar aus dem Job raus, ist aber immer wieder auf das Geld angewiesen, damit sie ihr und das Leben ihrer Freundin finanzieren kann.

Dazu kommt dann noch, dass Aileen einen ihrer Freier erschossen hat. Sie beichtet es ihrer Freundin und will sich einen anderen Job suchen, was aber natürlich nicht gelingt. Daraufhin muss sie weiter Anschaffen und es soll einigen ihrer Freier zum Verhängnis werden…

Kritik

Auf „Monster“ wurden die meisten Betrachter wohl aufmerksam, da die Protagonistin, Charlize Theron, einen Oscar für die Rolle einer Serienmörderin bekam. Ansonsten hätten sich sicherlich nicht so viele Leute für die Verfilmung der einzigen (publik gemachten) Serienkillerin interessiert.

Theron, die wirklich hervorragend spielt, schlüpft in die Rolle der nicht sonderlich gut aussehenden Aileen Wuornos und ist wirklich kaum wiederzuerkennen, was sicherlich der einzig richtig große Aufreger im Film ist. Denn der Plot wirkt nicht nur lahm, er ist es auch. Es wurde zwar richtigerweise auf Actionszenen verzichtet, der Film schafft es aber zu keinem Zeitpunkt eine Atmosphäre zu schaffen, wie es andere Filme, über Serienmörder geschafft haben. Von den Mördern geht in der Regel eine gewisse Faszination aus, welche die Betrachter gebannt die Story verfolgen lässt, bei „Monster“ ist dies aber nur teilweise der Fall.

Anfangs ist das Gezeigte sicherlich noch höchst interessant, die Anspannung verfliegt aber zunehmend, da es kaum zu irgendwelchen Höhepunkten kommt. Vielmehr haben die Macher versucht die Gefühlswelt der Aileen und ihrer Freundin Selby in den Vordergrund zu stellen, was dem Film nicht nur Geschwindigkeit sondern auch Spannung raubt.

Ein weiterer Negativpunkt ist sicherlich die Tatsache, dass der Film eine ganz klare Seite der Morde zeigt und zwar die, für die Aileen im richtigen Leben zum Tode verurteilt wurde. Doch ob sich das Ganze so zugetragen hat darf bezweifelt werden. Wer die Dokumentation „Aileen – Life And Death Of A Serial Killer” gesehen hat, wird dem sicherlich zustimmen. Des weiteren wird viel zu wenig auf die verkorkste Kindheit der Aileen eingegangen, die ja schließlich zu den Taten führte. „Monster“ zeigt lediglich den Abschnitt ihres Lebens vor dem ersten Mord, bis zu ihrem Ende und konzentriert sich auf die Liebesbeziehung zu ihrer neuen Freundin und die damit verbundenen Probleme.

„Monster“ ist sicherlich nicht einer der besten Filme über Serienmörder, dafür kann man ihn aber bei einer Tüte Popcorn gucken und wird kaum enttäuscht werden, wenn man nicht zu viele Erwartungen in ihn steckt. Es ist klar zu erkennen, dass er ein Mainstream-Publikum anspricht und nicht für die, die sich wirklich für das Leben und Sterben der Aileen Wuornos interessieren. Somit kann man zum Fazit kommen:

Kann man gucken, muss man aber nicht unbedingt.

Bewertung

Splatter Monster
Spannung Monster
Story Monster
Ekelfaktor Monster
Atmosphäre Monster
Gesamt Monster

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