Razor Blade Smile

Informationen

OT:Razor Blade Smile

ca.98 Minuten

GB 1998

Regie

  • Jake West
Darsteller

  • Eileen Daly
  • Grahame Wood
  • Christopher Adamson
  • u.a.

Razor Blade Smile

Story

Lilith ist vor über hundert Jahren, durch ein unglücklichen Umstand, eine Vampirin geworden und hasst nichts so sehr, wie die Langeweile. Sie sagt über sich, dass die Zeit in ihrem Leben keine Rolle spielt und sie somit ständig beschäftigt werden muss. Neben den Besuchen in Undergrounddiscos und Treffen mit gleichgesinnten (die auch von sexueller Natur sind), arbeitet sie als Auftragskillerin, was sich bei ihrem Blutdurst ja auch anbietet. Bekleidet mit einem schwarzen Latexkostüm macht sie sich immer wieder auf, um ein Blutbad anzurichten.

Eines Tages hat sie aber einen Auftrag zu erledigen, der sich auf ihr „Leben“ auswirkt. Sie soll einen Mann ausschalten, was ihr nicht ganz problemlos gelingt. Lilith bekommt erst Probleme mit ein paar Wachen, die sie nieder schießen und später stellt sich dann heraus, dass ihr letztes Opfer ein Mitglied einer mächtigen Sekte war, die von nun an jagt auf sie macht. Des weiteren ist ihr ein Inspektor von Scotland Yard auf den Schlichen, was ihre prekäre Situation nicht gerade beruhigt…

Kritik

„Razor Blade Smile“ war bereits vor seinem Erscheinen in good old Germany zum Kultfilm auserkoren, da es sich um einen Low Budget Vampirfilm aus England handelt, mit einem weiblichen, latexbekleideten Vampir in der Hauptrolle. Was man aber zu Gesicht bekommt lässt auf alles, aber keinen Kultfilm schließen.

Die Story ist ja noch ganz interessant und für einen B-Movie gut inszeniert. Sie bietet viel Abwechslung und Ideenreichtum, langweilt aber auch – und das nicht zu knapp. Mal bekommt man interessante Neuigkeiten erzählt, die sich um das Vampirgenre drehen, da die blutsaugende Protagonistin nicht so anfällig ist wie andere Artgenossen. Über weite Strecken gibt es aber auch Handlungsverläufe, die einem gar nichts bieten als stumpfsinnige Darstellungen, die sich nicht selten mit den sexuellen Neigungen der Dame beschäftigen. Das Verfolgungsspiel zwischen der untoten Killerin, der Sekte und der Polizei ist im Gegensatz zu den anderen Szenen nett anzusehen und man merkt auch direkt, dass die Macher sich Gedanken gemacht haben, als sie das Drehbuch geschrieben haben. Es entsteht eine nette Atmosphäre, die ein wenig an den Film „Nikita“ erinnert, mit dem kleinen Unterschied, dass die Killerin in dem Film nicht so beißfreudig war.

Das es sich bei „Razor Blade Smile“ um einen astreinen B-Streifen handelt wird schnell klar, da zum einen die Darsteller recht laienhaft agieren, die Kamera alles andere als professionell gehandhabt wird und… da kann der Film an sich aber nichts für… die Synchronisation einfach nur schlecht ist. Die Stimmen passen zweifelsfrei nicht zu den Akteuren, was das Billige noch etwas billiger aussehen lässt als es ohnehin schon ist. Auch die Dialoge lassen so manches Mal zu wünschen übrig, allerdings kann dies auch durchaus ein Produkt der Übersetzungsfirma sein…

Während Freunde des Vampiris- und Voyeurismus noch auf ihre Kosten kommen, müssen Splatterfreaks leider mit einem fast spezialeffektlosen Geschehen vorlieb nehmen. Es wird zwar einiges an Blut vergossen, es gibt Schiessereien und auch eine Enthauptung, letztere ist aber so schlecht, dass man sie auch ohne weiteres hätte rauslassen können. Aus den genannten Gründen darf es bezweifelt werden, ob sich der Film hier auch durchsetzen wird, denn die negativen Eigenschaften überwiegen die positiven doch bei weitem. Freunde des Low Budget Movies können ihn sich ruhig mal angucken, Mainstream Fans sollten ihn allerdings meiden!

Bewertung

Splatter Razor Blade Smile
Spannung Razor Blade Smile
Story Razor Blade Smile
Ekelfaktor Razor Blade Smile
Atmosphäre Razor Blade Smile
Gesamt Razor Blade Smile

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