Subspecies 4: Bloodstorm

Informationen

Drehland
  • Rumänien
  • USA
Drehjahr 1998
Laufzeit ca. 90 Minuten
Regie Ted Nicolaou
Darsteller Anders Hove Denice Duff Jonathon Morris Ioana Abur u.a.
Bild
  • 1
  • 33: 1 (NTSC)
Ton DD2.0
Sprachen Englisch
Untertitel
LC 1
FSK R-Rated
Subspecies 4: Bloodstorm

Story

Mit einem erbarmungslosen Vergeltungsschlag gelang es Rebecca zwar, ihre Schwester Michelle aus den Klauen des diabolischen Vampirfürsten Radu zu befreien, doch überlebte dieser den Sturz von seiner Burgmauer, nur um nun bereits einen finsteren Plan zu ersinnen, der seine Feinde ein für alle Mal vernichten und Michelle zurück in seine Gewalt bringen soll. Da kommt ihm eine Fügung des Schicksals zu Gute, denn auf ihrer Flucht werden die Schwestern in einen tragischen Autounfall verwickelt. Während Rebecca ihren Verletzungen erliegt, wird die schwer angeschlagene Michelle von der zufällig am Unfallort eintreffenden Ärztin Ana in die Privatklinik des zwielichtigen Dr. Niculescu gebracht. Dieser behauptet zwar, dass er die junge Frau von ihrem Vampirismus heilen könne, doch in Wahrheit verfolgt der größenwahnsinnige Arzt ganz andere Pläne. Er will Michelle benutzen, um den mächtigen Vampir in eine Falle zu locken und ihm den sagenumwobenen Blutstein abzunehmen. Der Vampirfürst sichert sich derweil die Unterstützung zweier anderer Blutsauger, doch sowohl sein ehemaliger Schüler Ash, als auch die durchtriebene Serena verfolgen insgeheim ihre ganz eigenen Ziele. In einer Gruft auf dem Friedhof von Bukarest kommt es schließlich zur letzten, blutigen Konfrontation…

Subspecies 4: Bloodstorm  Subspecies 4: Bloodstorm

Kritik

Genau wie Zombies, Serienkiller und einer ganzen Vielzahl sonstiger Schreckensgestalten aus den nebelverhangenen Gefilden des Horrorfilms, so scheint auch die Gattung der Vampire eine gewisse Leidenschaft für die stete Wiederkehr in absehbaren und qualitativ zumeist mangelhaften Sequels zu hegen. Aus diesem Grunde dürfte es wohl die wenigsten Low-Budget-Veteranen ernsthaft überrascht haben, dass auch Subspecies, Ted Nicolaous verhältnismäßig kostengünstige, wenn auch nicht gänzlich uncharismatische Vampirsaga um den machthungrigen Blutgourmet Radu, im Jahr 1998 schließlich noch in eine vierte und zugleich letzte Runde ging. Von Interesse dürfte für all die Sympathisanten der vorangegangenen drei Teile sowie des Spin-Offs Vampire Journals dabei vor allem die Frage sein, ob sich Nicolaou hiermit nun endlich wieder auf die Stärken des Originals besinnen konnte oder ob sein Finale letztendlich ebenso überflüssig und ausgelutscht wie bereits Subspecies 3 daherkommen würde. Obgleich es dem bis heute absolut kurzweiligen und atmosphärischen Erstling aus dem Jahr 1991 durchaus zu wünschen gewesen wäre, dass zumindest einer seiner Nachfolger noch einmal mit vergleichbarem Biss und Unterhaltungswert würde aufwarten können, so setzt Nicolaou den inszenatorischen Abwärtstrend der vorangegangenen Filme leider auch in Subspecies 4 munter fort und trieb den hölzernen Pflock damit nun höchstselbst endgültig durch das untote Herz seiner Reihe.

Dies steht beinahe im direkten Kontext zu den stilvollen Opening Credits des Films, die dem Zuschauer mit einer Vielzahl rasant geschnittener Rückblenden zunächst noch einmal die Höhepunkte der Vorgänger vor Augen führen und somit einen mehr als vielversprechenden Anfang bilden. Während man sich zu Beginn des freudigen Eindrucks nicht erwehren kann, als wollten sich die Verantwortlichen zum Ende hin noch einmal mit einem Knall bei den Fans verabschieden, so ist die erste Ernüchterung nicht weit. Zweifellos zählten innovative Storys noch nie zu den hervorstechendsten Eigenschaften der Reihe, die sich mit Radus Suche nach dem Blutstein oder seinem Konflikt mit Michelle und ihren Freunden immer wieder auf ähnliche Grundpfeiler stützte, doch konnte diese inhaltliche Einfallslosigkeit bislang zumeist mit dem Aufbauen einer dichten Atmosphäre wieder retuschiert werden. An Originalschauplätzen in Rumänien gedreht, bildeten alte Burgruinen und anderweitig authentische Kulissen bislang ebenso das Markenzeichen der Reihe wie ein markant an Murnaus Nosferatu erinnernder Antagonist. Auch wurde man im Verlauf der drei vorherigen Filme immer ausführlicher mit den wiederkehrenden Hauptprotagonisten vertraut gemacht, was den Filmen stets einen kontinuierlichen Charakter verlieh. Für Subspecies 4 wurden diese Prinzipien nun großteils über den Haufen geworfen, da Ted Nicolaou wohl die Zeit gekommen sah, neue Figuren einzuführen und die Handlung in eine etwas andere Richtung zu lenken, doch unglücklicherweise ist genau das der wohl größte Fehler, den der Gute hätte machen können.

Subspecies 4: Bloodstorm, wie der Titel dieses gut 90-minütigen Films im Original lautet, degradiert Radu und Michelle letztlich beinahe zu bloßen Stichwortgebern für eine handvoll neuer Charaktere, die allerdings allesamt unsympathisch und deplaziert wirken. Als Beispiel sei hierbei die Figur des Dr. Niculescu zu nennen, der das klassische Beispiel eines verrückten Wissenschaftlers verkörpert und der sich mit dem Besitz von Radus Blutstein unendliche Macht verspricht. Ganz nebenbei ist der Bilderbuch-Bösewicht mit der wohl unsäglichsten Frisur in der Geschichte des schlechten Geschmacks auch selbst ein Vampir und intrigiert in Folge dessen, bis sich die Eckzähne biegen. All das jedoch vor einer derart langsam voranschreitenden Handlung, dass einem hier bestenfalls eine allgegenwärtige Langatmigkeit diverse Angstzustände bereitet. Und während die Einbringung von Ash und Serena zunächst wie eine nette Hommage an das Subspecies-Spin Off Vampire Journals anmutet, so lassen auch diese Charaktere schnell jede Daseinsberechtigung vermissen, da sie außer ermüdenden Dialogen kaum etwas zum Plot beizutragen wissen. Nicolaous Versuch, die Story um Radu in eine neue Richtung zu führen, ging somit deutlich nach hinten los, so dass hier letztlich zwar zahlreiche Neben- und Unterplots unbeholfen übereinander stolpern, der Zuschauer dabei aber mit der Lupe nach dem Unterhaltungswert suchen muss.

Wirklich überzeugend fällt über weite Strecken zunächst nur der düstere Score aus, der für einen Film dieser Budgetklasse beinahe schon überqualifiziert wirkt und das Publikum zumindest noch wehmütig an die düstere Atmosphäre der Vorgänger zurückdenken lässt. Bei Subspecies 4 sind die Höhepunkte indes rar gesät, so dass nicht nur die stimmungsvolle Kulisse einer verfallenen Burg, die Radu bislang als Unterschlupf diente, einer langweiligen Gruft weichen musste, auch Spannung will sich in der mühsam voranschreitenden Alibi-Handlung nur in den seltensten Momenten einstellen. Einzig zum Finale hin wird das Tempo dann ein wenig angezogen und vereinzelte Gore-Einlagen dürfen die FSK 16 etwas strapazieren, doch wer sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht bereits enttäuscht abgewendet hat, wird auch auf der FX-Ebene nichts vorfinden können, was nicht schon in den Vorgängern zu sehen war. Subspecies 4 ist in seiner Gesamtheit somit alles andere als ein würdevolles Ende für eine durchaus beachtliche Low-Budget-Reihe, rettet sich mit einer technisch versierten Inszenierung und leidenschaftlich aufspielenden Darstellern aber zumindest noch vor einem totalen Reinfall. Anders Hove gibt den boshaften Radu markant wie eh und je, während auch der restliche Cast eine solide Leistung an den Tag legt.

Subspecies 4 bedeutet insgesamt das enttäuschende Finale einer an und für sich durchaus ambitionierten Reihe, der jedoch irgendwann die guten Ideen abhanden kamen und deren Regisseur diesen Mangel auch mit dem anfänglich geschickten Händchen für Atmosphäre nicht mehr auszugleichen wusste. Wie auch schon sein Vorgänger präsentiert sich das dritte Sequel über weite Strecken zäh und belanglos, nur um überdies noch mit den wohl unsympathischsten Charakteren aufzuwarten, die man sich nur vorstellen kann. Diese Mängel können letztlich weder von einer routinierten Inszenierung, noch von vereinzelten Gore-Effekten adäquat behoben werden, so dass sich selbst die Fans der ersten beiden Teile mit ausreichend Knoblauch und Holzpflöcken bewaffnen sollten, um Subspecies 4 auf angemessener Distanz zu halten.

Subspecies 4: Bloodstorm  Subspecies 4: Bloodstorm

DVD

Die DVD ist Bestandteil der "Subspecies: The Epic Collection", die uns "Full Moon" dankenswerterweise Weise zur Verfügung gestellt hat. Das Bild der Reihe geht in Ordnung. Das Ausgangsmaterial ist halt nicht mehr das jüngste… Ein paar kleine Extras gibt es auch, welche den Filmgenuss abrunden.

Bewertung

Splatter Subspecies 4: Bloodstorm
Spannung Subspecies 4: Bloodstorm
Story Subspecies 4: Bloodstorm
Ekelfaktor Subspecies 4: Bloodstorm
Atmosphäre Subspecies 4: Bloodstorm
Tonqualität Subspecies 4: Bloodstorm
Bildqualität Subspecies 4: Bloodstorm
Zusatzmaterial Subspecies 4: Bloodstorm
Gesamteindruck Subspecies 4: Bloodstorm

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