Suicide Desire

Informationen

Drehland Österreich
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 21 Minuten
Regie Thomas Binder
Darsteller Ares Malachuth Carina Feindert
Bild 16:9
Ton DD2.0
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK Nicht geeignet für Personen unter 18 Jahren
Suicide Desire

Story

Ein junger Mann ist wütend. Wütend auf sich selbst, die Welt, die Gesellschaft. Einfach alles. Er durschlendert seine Wohnung, die er gemeinsam mit seiner Freundin bezogen hat. Macht sich dort Gedanken über sich, seine Freundin, sein kaputtes Leben, seine Hoffnungslosigkeit, seine Depression, also sein, aus seiner Sicht, total verkorkstes Leben.

Der junge Man sieht nur einen Ausweg aus der hoffnungslosen Lage. Und die ist schnell, kompromisslos und blutig…

Suicide Desire  Suicide Desire

Kritik

Mit „Suicide Desire“ ist im Jahre 2007 ein Film des jungen österreichischen Nachwuchs-Regisseur Thomas Binder auf den Markt gekommen, der wohl nur wenigen Betrachtern zugänglich sein wird. Nicht nur, da die DVD-Version des Films auf eine kleine Stückzahl limitiert ist, auch weil die Thematik des No-Budget Films nicht etwas für Jedermann ist.

Man sollte schon Freund des Untergrund-Films sein und am besten die gleichen Klischees bedienen, wie es der einfach gestrickte Hauptcharakter im Film macht: Metal-Musik hören, zu viel Rauchen und Saufen und sich zu viele Gedanken über das Leben machen. Aber keine Angst. „Suicide Desire“ ist kein Rohrkrepierer. Denn trotz seiner Schlichtheit und den nicht immer gelingen wollenden Versuchen, ein subtiles Gedankennetz zu konstruieren, unterhält der Kurzfilm ganz gut. Die 21 Minuten wurden ordentlich genutzt, um die Message rüberzubringen, die rübergebracht werden soll.

Die Geschichte ist so aufgebaut, dass man als Betrachter zum einen den Protagonisten beobachten kann und zum anderen seine Stimme aus dem Off hört. Das Zuhören macht Spaß und die Thematik ist durchaus interessant, da sich eine gewisse Stimmung aus Nihilismus und Selbstzerstörung breit macht. Auf Splattereinlagen wurde verzichtet. Es gibt zwar Kunstblut zu sehen, dieses aber wohldosiert.

Aber es ist auch nicht alles toll, was „Suicide Desire“ mit sich bringt. Es gibt zum Beispiel eklatante technische Mängel. In einer Szene ist über einen längeren Zeitraum deutlich der Schatten des Kameramanns zu sehen. Und die synchronisierte Stimme der weiblichen Rolle ist schlecht. Völlig unpassend. Zudem hat man sich etwas zu wenige Gedanken über die Inszenierung der Geschichte gemacht. In den knapp 20 Minuten Spielzeit werden meist nur Kippen geraucht. Sonst gibt es nichts zu sehen.

Natürlich muss man auch hier berücksichtigen, dass „Suicide Desire“ No-Budget ist und wohl sehr schnell entstand. Im Amateur-Bereich hat man schon wesentlich Schlechteres gesehen und wird in Zukunft auch noch einige Filme sehen, die handwerklich schlechter sind. Immerhin hat man sich Mühe gegeben, um eine dichte Atmosphäre entstehen zu lassen. Was man auch durchaus als gelungen bezeichnen en kann. Die Synchronisation zum Hautdarsteller passt ausgezeichnet und die Sachen, die man Darsteller Ares Malachuth abverlangt, meistert er ordentlich. Ein manches Mal neigt er allerdings zum overact. Auffällig ist die gut gewählte Musik, die ausgezeichnet die ein oder andere Passage des Films unterstreicht.

Diese positiven Aspekte reichen unterm Strich immerhin dazu, dass man nach der Betrachtung den DVD-Player mit dem Gefühl ausschaltet, einen anständigen Amateur-Film gesehen zu haben. Nichts wirklich Besonderes, aber immerhin etwas, dass es Wert war gesehen zu werden. Es gibt zwar viel Rauch im Film, man kann aber nicht behaupten, dass hier viel Rauch um nichts gemacht wird. Für einen kommerziellen Erfolg ist „Suicide Desire“ etwas zu belanglos. Das hat wohl auch die Produktion so empfunden und bereits angekündigt, dass es keine weitere Veröffentlichung gibt. Allerdings ist Potenzial zu erkennen, was die hoffen lässt, dass von Regisseur Thomas Binder in Zukunft noch mehr zu sehen ist.

Suicide Desire  Suicide Desire

DVD

Die DVD kommt als selbstgebrannte Silberscheibe daher, die liebevoll mit einem Filzstift durchnummeriert wurde. 333 mal. Laut Aussage des Herstellers gab es Probleme mit dem Presswerk, woraufhin auf Eigenregie umgeswitcht wurde. Die DVD hat eine High Definition 1920 x 1080i Auflösung und kann auf herkömmlichen TV/DVD Geräten abgespielt werden. Die Bild- und Tonqualität ist passabel. Eben so, wie man es für einen Streifen dieser Art erwartet. Extras gibt es auch. Ein Making Of von circa 13 Minuten Länge. Und zwei Bonus-Filme (ca. 7 bzw. 2:30 Minuten) mit den netten Namen „Slaughtering Tribe“ und „Evil WARbie Bitch Part 7“. Beide sind sehr speziell. Wegen der Extras sollte man sich die DVD auf jeden Fall nicht zulegen…

Bewertung

Splatter Suicide Desire
Spannung Suicide Desire
Story Suicide Desire
Ekelfaktor Suicide Desire
Atmosphäre Suicide Desire
Tonqualität Suicide Desire
Bildqualität Suicide Desire
Zusatzmaterial Suicide Desire
Gesamteindruck Suicide Desire

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