Terrorgang

Terrorgang

Informationen

OT:Mas alla del Terror

ca.82 Minuten

Spanien 1980

Regie

  • Tomas Aznar
Darsteller

  • Francisco Sanchez
  • David Forrest
  • Antonia Jabalera
  • u.a.

Terrorgang

Story

Eine Gruppe jugendlicher Krimineller terrorisiert ihre Umwelt, schreckt dabei weder vor Raub noch Mord zurück. Doch eines Tages soll eine abscheuliche Tat das nun endgültig letzte Vergehen der Outlaws sein: Als sie eine hilflose Alte Frau in ihrem Haus überfallen und samt Enkel und Hund bei lebendigem Leibe verbrennen, stößt diese mit ihrem letzten Atemzug einen fürchterlichen Fluch aus, der schon bald ein Gang-Mitglied nach dem anderen dahinrafft…

Kritik

Wow!!!

Horror-Fans aufgepasst: Vielleicht ist Euch dieses wirklich räudig-nette Stück Horror-Celluloid vor Jahren schon mal im Video-Regal begegnet, wurde aber von links liegen gelassen…

Kein Wunder: Titel und Cover (zumindest der Auflage von Tyrus Video) lassen ja nun auch auf ersten Blick übelsten Biker-Action-Trash erwarten, wie er seinerzeit ja insbesondere im Zuge der Mad Max – Welle haufenweise auf den Markt geworfen wurde. Doch weit gefehlt!!!

TERRORGANG ist ein netter spanischer Gruselschocker mit Splatter-Momenten, der vor allem Fans der „alten Schule“ (Fulci, Naschy, Franco…) begeistern wird!! Kenner der Materie wissen also Bescheid, dass sie hier kein High-Quality-Horror zu erwarten haben, sondern Exploitation-Kino in Reinkultur!!! Was als Terror-Filmchen in unterhaltsam-fieser Mondo-Brutale – Manier beginnt, schwenkt ungefähr zur Hälfte urplötzlich in eine atmosphärisch gelungene Grusel-Story a la Reitende Leichen, etc. um. Vielleicht war sich der Regisseur damals nicht ganz sicher, auf welches Trend-Pferd er aus kommerzieller Sicht setzen sollte.

Sei’s drum: Beide Hälften des Filmes sind auf ihre Art äußerst unterhaltsam und können (vorausgesetzt, die Ansprüche des Zuschauers sind nicht allzu hoch) durchaus überzeugen. Leider besitzt der Film einen leichten dramaturgischen Hänger, der jedoch aufgrund des kurzweiligen Anfangs und des atmosphärisch gelungenen Endes nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Hier kommt Stimmung auf, die angenehm an mediterrane Kult-Grusler der 70er und 80er Jahre erinnert. Tricktechnisch haben die Macher offensichtlich das beste aus dem für derartige Produktionen doch meistens stark begrenzten Budget rausgekitzelt, gespart wurde denn wohl auch eher an den Gagen für die Schauspieler… Die Dialoge sind (zumindest in der deutschen Synchronisation) wirklich oberstes Kanonenrohr…

Insbesondere während der Passage, als die Gruppe sich in einer verfallenen Kirche einquartiert, wird geflucht und gottesgelästert, dass es sogar mancher Black Metal Combo noch die Schamesröte ins Gesicht treibt. Da schien wohl der Drehbuchautor ein ganz persönliches Problem mit katholischer Autorität gehabt zu haben 😉

Die Darsteller, insbesondere die weiblichen Vertreter der Zunft, neigen stellenweise ein wenig zum Overacting, wozu sicherlich auch die oben erwähnte Trash-Synchro einen wesentlichen Teil zu diesem Eindruck beiträgt. Doch gerade dieser Umstand wirkt auf seine Art und Weise nun mal auch in derartigen Produktionen sympathisch, oder? Eine schöne Landschaft als Kulisse, sowie fast schon goblin-artige Musik in der zweiten Hälfte des Films (auffällig, dass diese erst im zweiten, gruseligen Abschnitt des Films als wichtiges Stilelement eingesetzt wird), runden die Sache zusätzlich ab.

Wie gesagt: Sehr hohe technische oder gar darstellerische Ansprüche darf man an TERRORGANG nicht stellen. Wer aber mit exploitativem, trashigen aber unterhaltsamen Horror mit teilweise recht derben Splatter-Momenten in bester Fulci / D’Amato – Manier etwas anfangen kann, sollte durchaus einen Blick riskieren.

Fazit: Geheimtipp! Spanischer Terror-Grusler mit typisch trashigem 70er Flair und einigen herben Splatterszenen!!

Bewertung

Splatter Terrorgang
Spannung Terrorgang
Story Terrorgang
Ekelfaktor Terrorgang
Atmosphäre Terrorgang
Gesamt Terrorgang

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