Versus

Versus

Informationen

OT:Versus

ca.114 Minuten

Japan 2000

Regie

  • Ryuhei Kitamura
Darsteller

  • Tak Sakaguchi
  • Yuichiro Arai
  • Hoshimi Asai
  • u.a.

Versus

Story

Zwei Strafgefangenen gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Sie fliehen in einen Wald. Dort sind sie offensichtlich bereits verabredet, verabredet mit Gleichgesinnten, die ihnen bei ihrer Flucht behilflich sein sollen. Allerdings kommt es zu einem handfesten Streit zwischen den Helfern und den Flüchtenden. Grund dafür ist eine entführte Frau. Schließlich gibt es eine Schießerei, bei der ein Mann stirbt. Aber nach einigen Augenblicken steht er wieder auf, als Zombie. Die anderen sind sehr überrascht.

Auch einer der Flüchtenden kommt im Kugelhagel um, wird zum Zombie und muss wenig später von vielen Kugeln aus vielen Revolvern durchsiebt werden, damit er endlich Ruhe gibt. Der andere Ex-Gefangenen schnappt sich in der Zwischenzeit die gekidnappte Frau und flüchtet mit ihr in den Schutz des Waldes. Nach einigen Metern entdecken die beiden eine Leiche, die aufgeschlitzt an einem Baum hängt. Offensichtlich das Opfer eines Ritualmordes. Nichts desto trotz entschließt sich der männliche Part der Flüchtenden, seine Gefangenenkleidung mit der schwarzen Kleidern des Toten zu wechseln. Sie müssen aber zusehen, dass sie sich nicht zu lange an diesem Ort aufhalten, denn sie haben schon die erbosten Verbrecher im Nacken.

Diese wollen die Frau lebend, denn sie ist der Schlüssel zum 444. Tor, das in eine andere Dimension führt. Und das sich genau hier, in diesem Waldstück befindet…

Kritik

„Versus“ ist ein etwas anderer Film, ein Genremix, und wohl das, was der Mitteleuropäer als typischen Japanfilm bezeichnet. Typisch, da hier viel auf die asiatische Kampfkunst zurückgegriffen wird. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Story des Streifens etwas in den Hintergrund gerät. Und damit sind wir schon beim absoluten Schwachpunkt des Films. Gut, wer auf rasante Actioneinlagen steht und kein Problem mit deftigen Splattereinlagen hat, der wird sicherlich seine Freude an „Versus“ haben. Wer allerdings auf gute, tiefgehende Unterhaltung wert legt und vielleicht etwas ähnliches wie das japanische Meisterwerk „Battle Royal“ erwartet, der wird sich wohl über fast die gesamte Spielzeit langweilen.

Denn die mystische Komponente der Handlung steht leider nicht im Vordergrund. Man weiß die erste Zeit (und die ist gar nicht mal kurz) nicht, welchen Sinn der Film eigentlich haben soll. Man merkt zwar, dass etwas nicht ganz normal ist, da Tote ja plötzlich zu Zombies werden, und einer der Protagonisten wohl vampirähnliche Fähigkeiten besitzt. Allerdings gibt die Handlung zunächst keine Erklärungen dafür. So muss man das Gezeigte, wohl oder übel, auf sich wirken lassen. Glücklicherweise werden ab und zu ein paar Splattereinlagen eingeschoben, die sich wirklich gewaschen haben und einem somit die Wartezeit etwas verkürzen.

Es zeigt sich, dass der Film mit seinen knapp zwei Stunden, einfach zu lange dauert. Hätte man die Aneinanderreihungen der ewig dauernden Kampfszenen etwas verkürzt, wäre sicherlich etwas Brauchbareres herausgekommen und somit wäre dann auch die „fantastische“ Nebenhandlung besser zur Geltung gekommen. Zudem hätte man optisch etwas Abwechslung in den Film bringen können, wenn der Wald nicht zu 99% der Hauptdrehort gewesen wäre. Sicherlich sorgt er, mit der Sage um das 444. Tor für etwas Atmosphäre, nach einiger Zeit geht einem das Geäst aber auf den Senkel.

Dass der Film trotz seines hohen Gewaltanteils in Deutschland erschienen ist (die ungeschnittenen Fassungen sind aber logischerweise ungeprüft) liegt sicherlich daran, dass sich der Film nicht sonderlich ernst nimmt. Ob das aber im Sinne des Regisseuren war ist fraglich, da die Synchronisation, wie so oft bei Filmen aus Fernost, grottenschlecht ist. Man hat mal wieder Stimmen, die absolut nicht zu den Charakteren passen und diese somit (ungewollt) etwas albern wirken lassen. Auch bei den Dialogen, die manchmal etwas plump sind, darf bezweifelt werden, ob sie in dieser Art im Original auftauchen.

Alles in allem ist „Versus“ also ein Film, der zwar blutig und etwas mysteriös ist, sich aber zu sehr auf Kampfszenen konzentriert und so seine Möglichkeiten nicht ausschöpft. Freunde der hohen Kampfkunst könnten, aufgrund guter Darstellungen, sicherlich Gefallen an ihm finden.

Da „Versus“ von allem etwas hat und für jeden etwas bietet, ist es nicht mehr als ein mittelmäßiger Mix, mit überproportional viel Splatter.

Bewertung

Splatter Versus
Spannung Versus
Story Versus
Ekelfaktor Versus
Atmosphäre Versus
Gesamt Versus

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