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Nun.. Wie soll ich
nun am Besten beginnen? Vielleicht wäre eine Rechtfertigung angebracht, wie
ich denn überhaupt in Versuchung geraten bin, mir einen derartigen Schund
anzusehen: Ich kannte Seduction Cinema, ein Unterlabel von ei Independent
Cinema, bislang nur durch zahlreiche Erotikparodien bekannter
Hollywoodfilme. Zum Schaffen des Produktionsstudios gehören Werke wie
"Spiderbabe", "Play-Mate of the Apes", "Kinky
Kong", "Sexy Adventures of Van Helsing" und natürlich nicht
zu vergessen der wirklich unterhaltsame Streifen "Lord of the
G-Strings". Die hauptsächliche Richtung dieser Machwerke tendiert
meist ins trashige hinein, gepaart mit allerlei (harmlosen) Lesbenszenen.
Seduction Cinema zeichnet sich jedoch nicht nur durch erotische
Filmverarschungen aus, sondern war auch im Amateuer-Horror Bereich tätig
und brachte einige simple Erotikfilme heraus, die nichts mit irgendwelchen
bekannten Hollywoodfilmen zu tun haben. "Bikini Girls on Dinosaur
Planet" ist einer davon. Obwohl mir dies beim Kauf durchaus bewusst
war, erhoffte ich mir dank des extremst billigen Covers noch einiges an
(unfreiwillig) komischer Unterhaltung, doch auf diese musste ich leider
verzichten.. Und bekam stattdessen den schlechtesten Streifen Seduction
Cinema's präsentiert, den ich bislang gesehen habe.
Eigentlich, so könnte man meinen, ist dies ein typischer Film fürs
Nachtprogramm von Vox oder Kabel 1, doch bei näherer Betrachtung würde er
dort nicht hineinpassen, selbst dafür ist er schon zu schlecht. Dies fängt
schon bei der Story an, welche überhaupt nicht existent ist. Zwei Lesben
kreuzen in einem absolut billig aussehenden und ausgestatteten Raumschiff
durchs All, schauen einigen Lesben bei deren Liebesspiel zu und das war’s.
Ab und zu erklären uns die netten Damen in ihrem kunterbunten Raumschiff
noch, was die nackten Steinzeitdamen gerade tun, oder warum beispielweise
ein Vorspiel so wichtig ist.
Was sich nach einer Wichsvorlage für gerade in die Pubertät gekommene
Jugendliche anhört, ist so dilettantisch in Szene gesetzt, dass einem das
kaum vorhandene Budget beinahe schon schäbig ins Gesicht lacht. Die am PC
erschaffenen Effekte sind so unglaublich schlecht, dass man sie selbst sehen
muss, um es zu glauben. Das Raumschiff beispielweise sieht wie aus einem 10
Jahre alten Computerspiel entwendet aus, doch noch sehr viel schlimmer wird
es bei den (hin und wieder mal durchs Bild furzenden) Dinosauriern. Als ich
diese, bereits auf dem Cover angedeuteten, Urzeittiere sah, stockte mir der
Atem. Die Umsetzung sieht aus, als hätte man ein paar Dinosaurierspielzeuge
vor eine Kamera gestellt und anschließend noch etwas nachbearbeitet. Etwas
so billiges ist mir wirklich noch nie untergekommen. Das Schlimmste ist,
dass die Dinos gar nicht in den Film passen, sondern immer wieder mal als
Zwischenschnitt in eine Erotikszene eingefügt wurden und dann mal schnell
furzen dürfen. Ja, wirklich.
Und das ist im Prinzip der ganze Film, der nach 60 Minuten schon wieder zu
Ende ist. Ein paar Lesben lecken und fummeln an sich herum, dann und wann
sieht man furzende Dinos und das war’s. Da stellt sich nun die Frage, ob
denn zumindest die Darstellerinen überzeugen können. Und zumindest was das
anbelangt, kann "Bikini Girls on Dinosaur Planet" noch einiges
gutmachen. Die Mädels präsentieren sich hier von ihrer schönsten Seite
und stehen quasi in jeder Szene nackt vor der Kamera, etwas fürs Auge wird
also durchaus geboten. Bei der umwerfend hübschen Misty Mundae kommt
durchaus Stimmung auf und auch die anderen, mir jedoch nicht bekannten
Frauen sind nicht zu verachten. Dennoch muss ich hinzufügen, dass die
Präsentation der Darstellerinnen nicht unbedingt erotisch ist, auch wenn
der Streifen in einigen Szenen überraschend explizit wird. Ich habe bisher
4-5 Seduction Cinema Werke gesehen, doch keines davon war so freizügig wie
"Bikini Girls on Dinosaur Planet", in dem schon einmal gepiercte
Schamlippen ins Bild gehalten werden. Dennoch rutscht das Werk nie ins
pornographische ab, denn all zu direkte Einblicke werden dann doch vermieden
und wie bei so vielen Softcore-Produktionen dürfte der Akt von den
Protagonistinnen nur vorgetäuscht worden sein.
Jedes weitere Wort über einen derartigen Murks in filmischer Form wäre zu
viel. Wie erwähnt kenne ich die Arbeiten von Seduction Cinema und kann
davon durchaus einige erotische Filmparodien empfehlen, doch "Bikini
Girls on Dinosaur Planet" war leider ein Totalreinfall. Die Mädels
sind hier zwar hübsch wie immer, müssen sich aber 60 Minuten lang durch
einen desaströsen Schrott kämpfen, der jeder Beschreibung spottet. Noch
nie zuvor habe ich billigere Effekte gesehen, noch nie zuvor kam mir in
einem Film weniger an Handlung vor. Wer sich passable Lesbenfilmchen mit
einer hübschen Misty Mundae geben möchte, darf gerne zu anderen Seduction
Cinema Produktionen greifen, doch um "Bikini Girls on Dinosaur
Planet" sollte ein großer Bogen gemacht werden! |