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Seit
geraumer Zeit legt Dr. Frank Abernathy (Vincent Ventresca) seine gesamte
Konzentration auf die Erforschung eines Mammuts, welches, in einen riesigen
Eisblock eingeschlossen, scheinbar unbeschadet die Jahrmillionen
überstanden hat und nun derartig konserviert in einem Museum in Blackwater
steht. Ausgerechnet am Geburtstag seiner Tochter Jack (Summer Glau) macht
Frank eine weitere Entdeckung: Im Inneren des Eises befindet sich ein
kleiner Chip, den der Forscher zu einem späteren Zeitpunkt genauer
untersuchen will. Doch auf dem Weg nach Hause ereignen sich kurz darauf
seltsame Dinge: Autos bleiben einfach stehen, elektronische Geräte
funktionieren nicht mehr und zum krönenden Höhepunkt schlägt auch noch
ein Meteor in das Museum ein.
Das eingefrorene Mammut ist nach diesem Ereignis wie vom Erdboden
verschwunden, doch es wurde nicht etwa von dem Meteor zerstört, vielmehr
flößte ihm der Einschlag neues Leben ein. Gemeinsam mit seiner Tochter und
deren Freund Squirelly (Cole Williams), seinem UFO-fanatischen Vater (Tom
Skerritt) und den beiden Geheimagenten Powers (Leila Arcieri) und Whitaker
(Marcus Lyle Brown) ist es nun an Frank, das wildgewordene Urtier zu
stoppen. Dabei bleibt der Gruppe allerdings nur wenig Zeit, da die Regierung
bereits plant, Blackwater zwecks der nationalen Sicherheit komplett
auszulöschen... |
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Wenn offensichtlich
taufrische Mammuts einen Millionen Jahre andauernden Winterschlaf in einem
Eisblock scheinbar unbeschadet überstehen und durch einen
Meteoriteneinschlag ausgerechnet in einer amerikanischen Kleinstadt wieder
zum Leben erwachen, dann befindet sich der geneigte Horror- und
Trashkonsument eindeutig in einer neuen Billigproduktion fürs amerikanische
Fernsehen. Nachdem die widerlichsten und schleimigsten Monster allem
Anschein nach schon ausnahmslos Verwendung fanden, setzte Regisseur Tim Cox
seine Suche nach einem passenden Ungeheuer in der Vergangenheit fort und
stieß dabei auf die Mammuts. Ausgerechnet ein Vertreter dieser
ausgestorbenen Spezies muss in dieser gleichnamigen Trash-Produktion aus dem
Jahr 2006 als übellauniges Monstrum herhalten, auch wenn das den Zuschauer
kaum interessieren dürfte, da sich der Streifen die meiste Zeit über
ohnehin auf anderweitige Storylines konzentriert.
Dass ein Mann wie
Cox, auf dessen Konto schon der desaströse "Creature" und der
zumindest ansehbare "Larva" gehen, nicht das Budget eines Roland
Emmerich zur Verfügung hat und somit kein ganzes New York unter
den Klauen eines Monsters zu Schutt und Asche werden lassen kann, steht
außer Frage. Wieso sich der Filmemacher und sein Team bei einem
offensichtlichen Minimalbudget dann aber doch für ein Mammut entschieden,
das im Endeffekt nur äußerst unschön mit CGI zu realisieren war, das wird
wohl deren Geheimnis bleiben. Bei kleineren Monstern und Kreaturen fallen
schlechte Tricks oftmals schon deshalb nicht so negativ ins Gewicht, weil
die Viecher ohnehin kaum Screentime mitbringen, doch bei einem Mammut sieht
dies schon anders aus. Äußerst klobig, unschön und mehr als
offensichtlich unecht stapft das Tier des öfteren durchs Bild und
zertrampelt dabei nicht nur allerhand unterbezahlte Schauspieler, sondern
auch die Hoffnung der Zuschauer auf einen guten Film.
Mit einem solchen
hat zumindest die Zielgruppe solcher Machwerke onehin nicht gerechnet, doch
was einem bei "Mammut" dann vorgesetzt wird ist durchaus ein
schwerer Brocken, der erst einmal verdaut werden muss. Zuerst einmal fällt
auf, dass den Machern scheinbar selbst nicht so recht klar war, in welche
Richtung sich ihr Endresultat bewegen sollte, so dass der Streifen gleich
die Merkmale mehrer Genres in sich birgt. Horror darf dabei gerne gestrichen
werden, denn diesen verbreitet das Werk bestenfalls beim Gedanken an die
Leihgebühr, doch davon abgesehen wird dem ungläubigen Publikum hier eine
seltsame Mischung aus Familiendrama, Science-Fiction und Komödie
vorgesetzt, was zwar interessant tönen mag, in der Umsetzung aber straight
nach hinten losgeht.
Die Hauptfiguren
sind hier die Abernathy's, bestehend aus dem Forscher Frank, seiner Tochter
Jack, die sich von ihm mehr Zeit wünscht, sowie Frank's Dad Simon, zu dem
er allerdings nicht gerade den besten Draht hat, da der Alte blöderweise an
UFOs glaubt und auch sonst nicht gerade der Traumvater aus dem Wunschkatalog
ist. Die typisch-zerrüttete US-Kleinfamilie also, mit der sich der Chips
und Coke vernichtende, sich solchen Müll ansehende US-Durchschnittsbürger
bei der allabendlichen Sci-Fi-Unterhaltung astrein identifizieren kann. Dass
die Anflüge eines Dramas derweil keinerlei Drive in die Handlung bringen
und lediglich als Mittel zum Zweck dienen, die Laufzeit auf absetzbare 87
Minuten zu bringen, dürfte ein Großteil des Publikums nicht stören, da
zudem noch einige billige Späße und Kalauer in die dürftige und
unterernährte Story gepresst wurden. So schunkelt "Mammut"
selbstverliebt zwischen Sci-Fi, Drama
und Komödie hin und her, nur um dabei erstgenannte Komponente all zu gerne
zu vergessen.
Nach seinem großen
Auftritt zu Beginn und dem furiosen Ableben im Showdown hat das schlecht
designte Mammut wenig Screentim und lässt vielmehr der debilen Handlung
Freiraum, die in dieser Zeit nicht nur manche offensichtliche Luftlöcher
offenbart. Dies ist, zugegeben, aufgrund der kuriosen Mischung und einiger
annehmbarer Charaktere noch unterhaltsamer als das Anstarren einer weißen
Wand geworden, wird den Zuschauer aber dennoch ab und an zu dieser
Beschäftigung verleiten, da "Mammut" einfach nicht die
versprochenen Schauwerte bieten kann. Der rüpelnde Bettvorleger in
Übergröße sieht einfach scheiße aus, sorgt definitiv für zu wenig
Action und lässt mit einer FSK 12 die Hoffnung nach zumindest etwas Gewalt
und Nudity schnell verpuffen. Zugegeben, mit Leila Arcieri konnten die
Casting-Agents noch einen heißen Feger in die Liste demotivierter
Austausch-Mimen integrieren, doch auch von schauspielerischer Seite aus ist
hier nicht sehr viel Positives zu vermelden. Der alternde Tom Skerritt
scheint sich in seiner demütigenden Rolle selbst Leid zu tun, während
Vincent Ventresca den "Even Losers can save the fucking day"-Part
nur wenig enthusiastisch verkörpert.
"Mammut"
ist ein unausgegorener Genre-Mischmasch ohne Besinnung auf das Wesentliche,
der zwar aufgrund seiner Kuriosität minimal besser unterhält als der
typische US-Sci-Fi B-Movie, was ihn aber auch nicht vor der absoluten
Belanglosigkeit bewahrt. Der Titel "Mammut" ist zudem beinahe
irreführend, da das Tier oftmals sogar eine Nebenrolle spielt, um Platz
für Spielzeit-füllenden Nonsens zu machen. "Mammut" muss man aus
diesen Gründen deshalb absolut nicht gesehen haben, auch wenn der eine oder
andere Masochist/Trashfan vielleicht noch vereinzelt spaßige Momente damit
erleben dürfte.
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