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Nachdem die erste DVD der Reihe
„Unglaubliche Geschichten“ die Regale der Videotheken und Kaufhäuser
schmückte, durfte es niemanden wundern, dass alsbald die nächste
Silberscheibe mit den Folgen 13 – 24 auf dem Markt erschienen ist. Wieder
sind Folgen aus der Schmiede des Regie-Großmeisters Steven
Spielberg („E.T.“, „Der Weiße Hai“ uva.) zusammengetragen worden,
die bereits Mitte der 80er Jahre als Videokassetten erschienen sind.
Die einzelnen Episoden dauern etwas über 20 Minuten und sind sehr
abwechslungsreich. Es gibt terrorisierende Kinder, tote Soldaten,
nimmersatte Säufer, einen sammelnden Hippie, alte Geister und vieles,
vieles mehr. Einige der Episoden versuchen sich mit einer Mischung aus
Horror und Humor, was aufgrund der Vielzahl unterschiedlich gut gelingen
will. Die Kurzfilme sind von verschiedener Qualität. Zwar alle sehr
professionell gedreht, aber nicht alle von gleicher Güte. Richtig schlimme
Aussetzer gibt es nicht. Lediglich die ein oder andere Episode, die nicht
richtig zünden will. Als Ausgleich dazu gibt es aber auch Folgen, die
richtig gut sind und einen in den Horror-Bann des Steven Spielbergs ziehen.
Steven Spielberg hat bei jeder Staffel als Produzent gearbeitet. Auf dem
Regiestuhl und vor der Kamera ist aber für reichlich Abwechslung gesorgt.
Und das nicht nur mit Nonames. Leute wie beispielsweise Joe Dante
(„Piranhas“, „Das Tier“, „Gremlins“ uva.) oder Martin Scorsese
(„GoodFellas“, „Kap der Angst“ uva.) haben das Zepter geschwungen,
Charlie Sheen („Die Rote Flut“, „Platoon“ uva.) und zum Beispiel
Mark Hamill („Krieg der Sterne“ uva.) haben vor der Kamera ihr bestes
gegeben. Bei den zahlreichen Darstellern gibt es prinzipiell keine Ausfälle
zu verkünden. Hier wurde gute Arbeit geleistet. In den Episoden, die nicht
auf dieser DVD vorhanden sind, kommen weitere große Namen zum Einsatz.
Die Folgen sind alle mit einem FSK 16 versehen, was durchaus in Ordnung
geht. Blutorgien gibt es keine und die Härte hält sich auch in Grenzen.
Ein richtiger Horror-Thriller ist nicht dabei. So einer mit verstörender
Atmosphäre, bei dessen Betrachten man sich am liebsten die Fingernägel
abkauen möchte. Atmosphärisch geht es zwar ein manches Mal zu, aber eher
mit einer Fernseh-Atmosphäre, wie man sie aus „Geschichten aus der
Gruft“ kennt. Ein wenig 80er Jahre Atmosphäre schwingt natürlich auch
mit.
Bei
den „Unglaubliche Geschichten“ ist auf jeden Fall für Jedermann etwas
dabei. Der Einfallsreichtum der Macher war sehr groß. Und da die Folgen mit
etwas über 20 Minuten Spielzeit relativ schnell vorbei gehen, kann man auch
mal eine Folge verkraften, die nicht ganz so zu überzeugen weiß. |