Communion – Messe des Grauens

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1976
Laufzeit ca. 102 Minuten
Regie Alfred Sole
Darsteller Mildred Clinton Paula E. Sheppard Alphonso DeNoble Brooke Shields u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK KJ
Communion - Messe des Grauens

Story

Die Schwestern Karen und Alice sind ein höchst ungleiches Geschwisterpaar. Während die ältere Karen das Vorzeigekind der Familie ist, scheint Alice von Natur aus böse zu sein. Klar, dass das Verhältnis der beiden untereinander nicht das Beste ist.

Als Karens Erstkommunion ins Haus steht, kommt es zur Katastrophe. Sie wird kurz vor der Weihe ermordet. Alles deutet darauf hin, als ob ihre Schwester den Mord begangen hat. Alice hat kein Alibi und aufgrund einiger böser Taten in der Vergangenheit, liegt der Verdacht nahe, sie könnte ihre Schwester zur Strecke gebracht haben. Auch die Tatsache, dass sie kurz vor dem Mord mit dem Kommunionsschleier ihrer Schwester gesichtet wird, spricht nicht gerade für sie.

In der Folgezeit kommt es zu weiteren Mordfällen im Dunstkreis von Alice. Ein Angriffsopfer, das überlebt hat, sagt sogar aus, dass sie von Alice attackiert wurde. Vermutlich. Denn sie hat eine zierliche Gestallt im Regenmantel mit Maske gesehen. Die Bekleidungsstücke gehören eindeutig dem jungen Mädchen. Doch Alice erzählt, dass ihre Tote Schwester für die Überfälle verantwortlich ist. Ein Lügendetektortest zeigt, dass sie die Wahrheit sagt. Die wirkliche Wahrheit über die Morde wird allerdings nur ganz schwer ans Tageslicht zu fördern sein…

Communion - Messe des Grauens  Communion - Messe des Grauens

Kritik

Der relativ unbekannt gebliebene Film „Communion – Messe des Grauens“, der auch unter dem Titel „Holy Terror“ oder dem Originaltitel „Alice Sweet Alice“ einen kleinen aber feinen Bekanntheitsgrad erreichte, ist ein Horror-Thriller der besseren Art. Die Story ist interessant, spannend und kommt mit einigen Überraschungen daher. Die Geschichte ist für heutige Verhältnisse sicherlich nichts Besonderes, damals, also 1976 ist das Gezeigte dem einen oder anderen Ordensmann sicherlich sauer aufgestoßen. Allerdings muss man auch zugeben, dass sich die Religion im Film in Grenzen hält. Es wird nicht so drauf rumgeritten, wie man es aus den Titeln schließen kann.

Erzählt wird anfangs die Geschichte von zwei Schwestern in einem nicht ganz so harmonischen Elternhaus. Da eine der beiden Töchter (Unspektakulär und relativ kurzes Filmauftritt von Hollywoodsternchen Brooke Shields („Die Blaue Lagune“)) umgebracht wird, konzentriert sich das Geschehen im weiteren Verlauf auf die kleine Alice, die durch und durch böse zu sein scheint. Alice wird von Paula E. Sheppard dargestellt, die ihre Sache wirklich gut macht, aber nach einem weiteren Film im Jahre 1982 die Schauspielerei aufgab.

Dass hier ein kleines Mädchen als psychopatische Mörderin hingestellt wird, war Mitte der 70er Jahre sicherlich ein weiterer Grund, um diesen Film einer strengen Prüfung zu unterziehen, die dann mit einer Indizierung endete. Dies und die Miteinbeziehung der Region stellen aber die einzigen Punkte dar, die solch ein Handeln rechtfertigen. Falls die überhaupt möglich ist…

In Sachen Spezialeffekten bekommt man nicht sonderlich viel geboten. Es gibt zwar Morde, diese geschehen aber gänzlich im Off. Blut spritzt nur bei einem Überfall auf eine Frau, der zwar nicht tödlich ist, dem Film aber sehr weiterhilft. Optisch gibt es dafür andere Sachen als Kunstblut zu betrachten, was in der Nachbetrachtung durchaus positiv zu gefallen weiß. Die visuelle Umsetzung ist gelungen und versteht es in einigen Momenten, die verstörende Stimmung zu untermalen. Hier kommt dem Film auch zu gute, dass Regisseur Alfred Sole einige schräge Charaktere in den Film eingebaut hat. Besonders der Hausmeister ist sehr skurril. Gespielt wird er von der „Augenweide“ Alphonso DeNoble, der auch in den Filmen „Bloodsucking Freaks“ und „Die Nacht der Zombies“ zu bewundern ist. Sole, der für den Erotik-Horror-Film „Tanya’s Island“ und die Horror-Kömidie „Freitag, der 713.„ verantwortlich ist, versteht es in „Communion – Messe des Grauens“ ebenfalls ausgezeichnet seine Kamera einzusetzen. Es werden sehr interessante Bilder eingefangen.

Trotz der, für die Geschichte, üppigen Lauflänge entstehen nur wenige Szenen, die weniger interessant sind. Hier und da gibt es mal eine Länge, in der Gesamtbetrachtung weiß der Film aber gut zu unterhalten. Mit einer netten Optik, einer dichten Atmosphäre und einer guten Geschichte loht sich „Communion – Messe des Grauens“ auf jeden Fall für Interessierte des Horror-Genre.

Communion - Messe des Grauens  Communion - Messe des Grauens

DVD

Die DVD aus dem Hause CMV Laservision ist von der Bildqualität her gelungen. Das anamorphe Bild zeigt zwar altersbedingte Spuren, ist aber sehr gut aufgearbeitet worden. Dem Betrachter sollte klar sein, das die Schärfe nicht perfekt ist und einige Verschmutzungen des Bildmaterials vorliegen. Der Ton kommt auch gut aus den Boxen. Hier gibt es zwar keine Raumklang-Effekte, dafür aber auch keinerlei Störungen. Die Extras bestehen aus einem alternativem Titelvorspann, einer Bildergalerie und Trailern.

Bewertung

Splatter Communion - Messe des Grauens
Spannung Communion - Messe des Grauens
Story Communion - Messe des Grauens
Ekelfaktor Communion - Messe des Grauens
Atmosphäre Communion - Messe des Grauens
Tonqualität Communion - Messe des Grauens
Bildqualität Communion - Messe des Grauens
Zusatzmaterial Communion - Messe des Grauens
Gesamteindruck Communion - Messe des Grauens

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