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Die junge Jeni kommt spät abends nach hause
und ist froh, dass ihre Eltern offensichtlich schon schlafen. So können sie
nicht mitbekommen, dass es bei ihr etwas länger gedauert hat. Als sie in
ihr Zimmer geht bemerkt sie, dass ihre Telefonschnur gekappt wurde, was sie
natürlich merkwürdig findet. Die Schuld wird aber schnell auf die
Schwester geschoben.
Kurze Zeit später geht ins Wohnzimmer und sieht von hinten, wie ihr Vater
im Sessel sitzt. Als sie näher kommt, merkt sie, dass ihm der Schädel
mehrfach eingeschlagen wurde. Jeni alarmiert die Polizei, die auch kurze
Zeit später eintrifft. Die Schutzmänner bemerken zum einen, dass auch ihre
Mutter getötet wurde und zum anderen das Jenis Schwester Heather nicht da
ist. Die Schutzmänner vermuten eine Entführung. Diese Idee löst sich aber
in Wohlgefallen auf, da eine Freundin von Heather eintrifft und behauptet,
dass das Mädchen mit den mutmaßlichen Mördern verschwunden sei.
Der Anführer der Bande sei ein gewisser Rod Ferrel, der glaubt ein Vampir
zu sein.
Die Polizei sucht nun nach diesen gewissen Rod Ferrel und spürt in nach
kurzer Zeit in einem kleinen Hotel auf. Die anschließende Verhaftung ist
quasi das Ende des Films, doch nun werden Geschehnisse aus der Vergangenheit
des Vampir-Anführers gedanklich rekonstruiert... |
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Auf der Grundlage einer wahren Geschichte ist
"Vampire Clan" entstanden und da wundert es eigentlich niemanden,
dass gar keine Vampire in dem Streifen auftauchen. Lediglich eine Gruppe
junger Leute, die sich für Blutsauger halten. Sie haben keine
Vampir-Zähne, keine Probleme mit Knoblauch oder Tageslicht und unsterblich
sind sie wohl auch nicht. Wäre die ganze Geschichte um den Clan, der 1996
so, oder so ähnlich mordete, nicht in Amerika aufgepuscht worden, wäre
dieses Filmchen sicherlich nie entstanden. So muss man, wenn man denn will,
dass Geschehen über sich ergehen lassen.
Das Ganze dreht sich in der Hauptsache um den bleich geschminkten
Protagonisten Rod, der als halbstarker Anführer auftritt. In seinem
hörigen Gefolge befinden sich der schwer verwirrte Scott, die beiden
Mädchen Charity sowie Dana und natürlich Heather, die mit dem Leader
angebandelt hat. Die Crew steht fest hinter Rod, der ihnen versprochen hat,
dass sie auch in den Clan der Vampire aufgenommen werden. Heather schlürft
deswegen auch schon kräftig Blut, allerdings aus einer Wunde in Rods Hand,
die er selbst mit einem Fingernagel geöffnet hat. Die jungendliche Gruppe
macht im Laufe des Films triviales Zeug, was wohl andere Jungendliche auch
machen. Daher entsteht auch nicht mal ein Hauch von Spannung. Atmosphärisch
bekommt man ebenso viel, respektive wenig geboten. Lediglich eine Szene
lässt den Bogen der Spannung noch mal etwas biegsamer werden. Und zwar als
es der Familie von Heather und Jeni an den Kragen geht. Hier gibt es dann
auch einige etwas härtere Szenen, die schön blutig sind, sich allerdings
im Off abspielen. Sie sind also nichts für Freunde des Spezialeffekts.
Darsteller Drew Fuller, der die Hauptrolle abbekommen hat, spielt sich
aggressiv in den Vordergrund der Crew. Dumm nur, dass man ihm keinerlei
Talent zusprechen kann, denn sowohl Mimik als auch Gestik sind viel zu
übertrieben dargestellt. Das spielt einer True-Crime-Geschichte natürlich
nicht sonderlich in die Karten, da ihr ein Stück Glaubwürdigkeit genommen
wird. Der Rest der Darsteller ist im Gegensatz zu Fullers Gehampel fast
schon zu vernachlässigen. Die Bandbreite des Gespielten ist zwar hoch,
allerdings glänzt niemand mit besonders guten oder auffällig schlechten
Leistungen. Den angesprochenen Protagonisten ausgenommen.
Und was kann einen solchen Film dann noch retten? Schwere Frage. Es gibt
keine Spannung, eine Atmosphäre will sich nicht aufbauen und die Darsteller
sind eher schlecht als recht. Zudem hat das Ganze nicht mal ansatzweise für
Freunde des Vampirismus parat, die aufgrund des Titels durchaus in
Versuchung geraten könnten, sich diesen Film zuzulegen. Selbst
Interessierte des True-Crime-Film finden hier nichts Interessantes. Zwar ist
die Synchronisation gut gelungen, was für einen solchen Low-Budget Film
nicht unbedingt üblich ist, und die Kameraarbeit ist ganz solide, dass war
es dann aber auch schon an positiven Eindrücken.
Da kann man also nur zum Schluss kommen: Zeitverschendung pur. |